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Hits: 14Nach dem Holland Track haben wir in Kalgoorlie, der «Goldgräberstadt», wieder getankt, eingekauft, und feinen Kaffee getrunken, den Pool genossen und die Nacht verbracht. Am nächsten Tag haben wir langsam wieder den Weg zurück nach Alice Springs begonnen. Hier werden wir wieder unseren Turtle lassen. Bis zum nächsten Abenteuer!
Vom Südwesten zurück nach Alice Springs gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, entweder zurück über die Nullarborstrasse nach Port Augusta und dann den Stuart Highway hoch über Cooper Pedy nach Alice Springs, alles geteerte Strassen und eher mehr Verkehr, oder aber den direkten Weg über Laverton durch die Wüste über Warburton, Warakurna, Docker River, Uluru und dann Alice Springs. Hier ist die meiste Strecke nicht geteert, also eher langsamer, aber es gibt weniger Verkehr und es sind weniger Kilometer, die wir fahren müssen. Wir entscheiden uns für diesen Weg. Zunächst graut es uns vor der aktuellen Hitze, die letzten Tage wurden wieder gut über 40°C gemessen, aber wir haben Glück: es zieht ein leichter Sturm auf, das heisst viele Wolken und teilweise etwas Regen. Somit sinken die Temperaturen auf nur etwas über 30 °C, und die Nächte kühlen schön ab. Der Regen ist aber nicht weiter schlimm, sodass auch die lehmige Strassen nicht besonders betroffen sind. Das Befahren der Strasse ist problemlos. Zudem haben wir auch hier Glück, der «grader» (so lustige Maschinen, die langsam die ganzen Lehmstrassen plattwalzen, damit die Fahrrillen verschwinden) ist gerader vor einigen Tagen durch diese Great central road gefahren. Es fühlt sich an wie ein Outback-Highway. Herrlich!
Der Highway führt auch über den Uluru und über die Kata Tjuta Felsformationen. Auch wenn es sehr bewölkt ist, macht es Spass diese wieder zu erkunden. Wir geniessen danach den Abend in Yulara am Campground, auch hier mit Pool.
Vor dem Sturm:
Nach dem Sturm:
es kann auch schief gehen:
Der schöne "Thorny devil"
Palya ( = hallo, Willkommen )
Hits: 13Der Holland track ist eine historische 4 WD Strecke mit Südwesten Australiens. Dieser Track wurde von John Holland gebildet als Verbindung zwischen den Goldfeldern und die Küste des Südwestens (Von Broomehill nach Coolgardie). Der Track führt über Buschland und über schöne Wälder. 1992 wurde der Track als 4 WD track freigegeben. Und im Jahre 2000 wurde der Track durch den Toyota Landcruiser Club von Western Australien völlig neu beschildert. Der Track führt von Bereits vor mehr als 10 Jahren sind wir diesen Track für einige Kilometer gefolgt. Wir haben in Coolgardie begonnen und sind ihn südwärts gefolgt. Es hat dann jedoch angefangen zu regnen, und der Track wurde mit dem Regen sehr lehmig und rutschig, sodass wir den Track wieder verlassen haben. Da wir nun wieder im Südwesten waren, hatten wir die Idee den Track zu nehmen um langsam wieder zurück Richtung Alice Springs zu fahren. Von Esperance her haben wir noch eine Nacht im Stokes NP verbracht, sozusagen, um uns vom Strand und von der Küste zu verabschieden, und dann sind wir über Lake King über den Holland Track nach Kalgoorlie gefahren. Obwohl wir die letzten Wochen eher bei kühleren Temparaturen verbracht haben, hat sich dies ab Lake King schlagartig geändert. Der Thermometer hat von einem Tag auf den anderen, bzw mit jedem Kilometer, den wir nördlicher kommen eine schon fast unangenehme Höhe erreicht: 30, 35, 40 °C. Am ersten Tag haben wir uns von der Hitze etwas erschlagen gefühlt. Zum Glück wollten wir die nächsten Tage doch so ziemlich im Auto verbringen, sodass wir froh waren in der Fahrkabine eine Klimaanlage zu haben.
Aber zurück zum Holland Track: wir finden den Eingang ohne Probleme, der erste Teil scheint aber nicht so befahren zu sein, denn er war ziemlich zugewachsen. Zum Glück ist unser Landcruiser nicht so breit, sodass wir ohne Probleme durchgekommen sind. Im Verlauf wird der Track jedoch extrem ausgewaschen, und die letzten Wochen mit Regen haben die ausgewaschene Stellen mit Regenwasser gefüllt, sodass die Fahrt durch den Track eher mühsam als spannend wird. Zudem scheint die Strecke wirklich, wirklich von vielen 4WD Enthusiasten genutzt zu werden. Zum Glück gabs an den schwierigen Stellen Umfahrungen und teilweise auch Umfahrungen der Umfahrungen, sodass wir nur selten durch diese sehr, sehr unangenehm duftende «Sauce» fahren mussten. Insgesamt war die Fahrt eher auf der mühsameren als auf der spannenden Seite. Aber ja, wir haben es geschafft: zwei Tage Holland track, eine herrliche Uebernachtung im Wald unter Eukalypten, mit zum Glück einer angenehm abgekühlten Nacht. Aber doch, wir waren insgesamt froh, als wir kurz vor dem Abend des zweiten Tages den Track verlassen konnten.
Auf dem Weg zum holland track: Australier mit ihrem Humor!
nach dem Durchgang durch diese harmlos aussehende Pfütze hat unser Auto himmlisch geduftet:
Kalgoorlie:
Hits: 12Der Nullarborstrasse entlang landen wir zunächst im gemütlichen Norseman, wo wir aber nur einkaufen, Kaffee trinken und im Visitor Centre ein neues Hörbuch herunterladen. Es gibt in Australien in fast jeder Stadt oder Gegend einen Visitor Centre. In grösseren Städten sind diese eher langweilige «Verkäufer» von Touren oder Anlässen, aber in kleinen Städten gibt es manchmal wunderbare Juwelen. Für Reisende wie wir häufig ein Wohlfühlort: nette Menschen, eine saubere Toilette, gute Informationen zur näheren Umgebung, W-lan, Souvenirs und häufig auch etwas Kultur. Eigentlich finden wir dieses Städtchen so schön, dass wir gerne etwas länger bleiben möchten, aber wir haben für den nächsten Tag in Ravensthorpe abgemacht mit Freunden, die wir 2018 in Carnarvon an der Westküste kennengelernt haben, und die wir 2019 im ihrem Hausboot in Renmark, in Südaustralien besucht haben. Diese sind nun mit ihrem Caravan unterwegs nach Perth. So nah an Ihnen waren wir nie wieder. Also los, abgemacht mit ihnen zwei Tage in Ravensthorpe zu verbringen. Sue und Dave sind immer noch die «Alten». Sie sind jetzt pensioniert, leben auf ihrem Hausboot, welches sie secondhand gekauft haben, und selber umgebaut haben, und wenn sie wieder Lust dazu haben, nehmen sie ihr neues Caravan und fahren einige Wochen durch die Gegend. Wir geniessen es sehr zwei Tage mit ihnen zu verbringen, über alte Zeiten zu reden und neue Dinge zu erfahren.
Nach diesen zwei Tagen fahren wir in Richtung Esperance, nehmen aber nicht den direkten Weg, sondern den Weg über die Küstenstrasse. Beim Kaffeehalt ist ein gemieteter Camper neben uns mit dem lustigen Aufkleber : «Schneeflöckli 2»! Leider war aber niemand im Auto: denn das müssen Schweizer sein! Schade eigentlich. Wir fahren weiter, entscheiden am Masonbeach auf dem Campingplatz zu übernachten. Heutzutage muss man in Australien fast überall online die Plätze buchen. Früher ging das so gemütlich vor Ort, da durfte man das Geld in ein Couvert stecken und in einem Kästchen einwerfen. Naja, klar «oldschool», aber für Leute, die die Gegend nicht kennen und eigentlich nur gerne an schönen Orten bleiben, also für Leute wie wir, sehr gemütlich. Also geht heute nicht mehr, es muss online sein! OK, aber meistens gibt es an solchen Orten keine Telefonverbindung (wie könnte es auch anders sein!). Also versuchen sie zumindest einen Hotspot hinzustellen. Naja, manchmal klappt es, oft auch nicht! Also wir stehen da, und versuchen unter dem Hotspot an der Sonne zu Mittagszeit herauszufinden, ob noch Plätze frei sind, da kommt auch schon der nächste Camper und hält hinter uns an: Und siehe da: Schneeflöckli hatte dieselbe Idee, wie wir: Klar sind es Schweizer: Jürg und Susanne aus dem Züriland! Wir verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.
Am nächsten Tag fahren wir nach Esperance, kaufen wieder Frisches ein und fahren in die umgebende Nationalparks: Cape le Grand NP, Cape Arid NP, Stokes NP: Strände, Strände, Strände.
diese Farben!:
Kaffeepause mit Ausblick:
im Hinterland versuchen die Farmer sich in Kunst:
was ihnen auch gelingt:
Hits: 14Die sogenannte Nullarborstrecke zieht sich von Ceduna in Südaustralien nach Norseman im Südwesten Australiens. Auf direktem Weg sprechen wir hier von etwa 1200 km. Die eigentliche Nullarbor, also «keine Bäume» Strecke ist etwas kürzer. Da sind auf dem Weg einfach keinerlei Bäume zu sehen. Für viele Reisende ist diese Strecke nur eine Möglichkeit mit dem Auto von A nah B zu kommen, eben von Westen nach Osten oder umgekehrt. Die Meisten brauchen für diese Strecke maximal 2-3 Tage. Natürlich nicht wir! Erstens haben wir mindestens 10 Tage gebraucht und wir haben wesentlich mehr als 1200 km gemacht. Aber dafür haben die Küste wirklich erkunden können. Wunderbar. Hier die Bilder dazu. Einsame, lange unberührte, wilde Strände (leider mit eiskaltem Wasser), Delfine in den Buchten am Jagen, Adlerneste an den Klippen, Dünen ohne Ende bis zu einer Höhe von 100 Metern, und da es sich um Wanderdünen handelt (mehrere Meter pro Jahr), konnten wir teilweise alte Wege durch die Dünen nicht mehr finden. Diese wurden gänzlich von der Düne «gefressen». Aber auch Wind bis zu 40 km/h, steiniger Weg, sandiger Weg, matschiger Weg. 100 km fahren ohne Probleme und 10 Meter stecken bleiben mit Problem wieder rauszukommen. Zum Glück haben wir eine Winde am Auto, und zum Glück waren wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf der eigentlichen Nullarbor, sondern auf Abwegen, und dadurch haben wir auch einen Baum gefunden, wo wir die Winde anmachen konnten. Und flutsch waren wir wieder draussen, aber das Auto hat ausgesehen wie nach 10 Tage Regenwetter. Naja, auch das muss sein! Doch die Strapazen haben sich gelohnt. Hier die Bilder dazu:
Eigentlich war unser Plan hier, statt die Nullarbor ganz zu befahren, auf der Höhe des Roadhouses Cocklebiddy einen Track nach Süden zu nehmen und wirklich unmittelbar an den Klippen entlang nach Westen zu fahren. Langsam wollten wir zu den Bilbunya Dünen fahren, um diese Dünen herum nach Israelite bay zu fahren, und von dort weiter nach Esperance. Ungefähr diese Strecke hatten wir in die andere Richtung 2012 ohne Probleme machen können. Wir waren dermassen davon begeistert, dass wir diese Küste nochmals sehen wollten. Aber eben, ihr wisst ja: Pläne sind hier um geändert zu werden. Kurz vor diesen Dünen haben wir an einem wunderschönen Ort mit Aussicht auf Meer und Dünen gecampt, am nächsten Tag war die Fahrt zu den Dünen geplant. Als wir beim Kaffee am Morgen sitzen, kommt uns ein älterer Herr mit seinem erwachsenen Sohn in einem Auto entgegen, hält zu einen Schwätzchen an, und erzählt uns, dass er diese Gegend schon seit 50 Jahren besucht. In dieser Gegend ist der alte Telegraph track verlaufen, der vor mehr als 100 Jahre entstanden ist. Der Beginn der heutigen Kommunikation! Kurz bevor er aber sich wieder auf den Weg gemacht hat, meinte er, sie hätten kehrt gemacht, weil sie keine Lust hätten mit dem Auto stecken zu bleiben. So lässt er uns stehen. Wir wissen nicht so genau, was er meint, aber wir sind auch nicht sicher, ob wir alles sprachlich richtig verstanden haben. Wir frühstücken und machen uns voller Vorfreude auf den Weg. Zunächst runter zu Strand, wo wir aber leider den Track hinter den Dünen nicht mehr finden (Wanderdünen!), dem Strand entlang möchten wir nicht fahren, da Flut nah scheint und der Strand länger als 30 km ist. Also nehmen wir einen Track etwas im Hinterland zwischen Büschen. Wir kommen hinter den Dünen gut vorwärts und landen auf der westlichen Seite der Dünen, aber auch hier ist kein Weg zu den Dünen zu finden, ausser der Weg dem Strand entlang. Und nun verstehen wir auch, was uns der ältere Herr mitteilen wollte: die Salzseen hinter den Dünen dem Telegraphtrack entlang sind sehr, sehr nass. Es hat in den letzten Tagen geregnet. Somit ist dieser Weg für uns unpassierbar, und wir müssen wieder zurück. Die Natur fordert ihren Tribut, sie ist stärker als wir. Schweren Herzens, aber dankbar die schöne Gegend erneut gesehen zu haben, fahren wir wieder zurück auf die Nullarborstrasse und gönnen uns eine Dusche und einen feinen Burger im nächsten Roadhouse.
Pelikane im Wind:
Penong - die Stadt mit den meisten Windmühlen
Gefahren auf der Strasse:
Strände, Strände, Strände:
Die Baxter cliffs bei rauhem Wetter:
Baxter cliffs bei schönem Wetter:
Strand zu den Bilbunya Dünen
Hits: 20Die Eyre Peninsula ist der westlichste Teil von Südaustralien und erstreckt sich von Whyalla im Osten bis nach Ceduna im Westen. Umgeben vom Spencer Gulf im Osten und von der grossen australischen Bucht im Westen. Im Landesinnern viel Farmland (Korn und Schafe). Wir sind praktisch kaum im Landesinnern gewesen. Stattdessen haben wir versucht möglichst alle Strände zu sehen. Wir haben sicherlich nicht alle gesehen, aber versucht haben wir es wirklich. Und es gibt viele! Wir haben gehofft ab und zu baden zu können, aber das Wasser ist sehr, sehr frisch. Die Füsse haben es einige Mal bei Sonnenschein ins Wasser geschafft, aber alles überhalb der Knien: keine Chance! Scheinbar sei das Wasser heute in Streaky bay 18.3 Grad gewesen, was wir kaum glauben können, es weht ein Wind mit einer Geschwindigkeit von 30-40 km/h, was diese Temperatur sehr relativiert. Naja, merkt ihr es, wir versuchen einen Grund zu finden, wieso wir nicht baden waren an diesen wunderbaren Stränden. Aber ehrlich gesagt, es waren nicht nur wir, nicht baden, es war niemand im Wasser, ausser einige Surfer, die im Neoprenanzug Delfine gejagt haben. Ansonsten ist eigentlich nicht so viel passiert, wir haben einfach die Landschaft, das Meer genossen, den Wind ausgehalten, Möwen beobachtet, immer wieder Delfine gesichtet und uns ab und zu von der Sonne verwöhnen lassen. Viele Strandspaziergänge gemacht, morgens, abends und dazwischen auch. Man kann in Port Lincoln mit weissen Haien schwimmen gehen (in einem Käfig) – stellen wir uns irgendwie megafies vor: Da wird der arme Hai mit Ködern angelockt und bekommt nur doofe Menschen zu sehen, die er nicht mal fressen kann. In Coffin Bay kann man Austernfarme besichtigen, haben auch das ausgelassen, da wir keine Austern essen. Dafür haben wir aber viel feinen Fisch und etwas Meeresfrüchte gegessen. Um Streaky bay herum kann man mit Delfine und Robben schwimmen gehen. Sicherlich auch cool, aber das kalte Wasser! Wir haben aber vom Ufer aus viele Delfine und auch Robben beobachten können.
Es gibt Orte, die möchte man nie verlassen:
übernachten hinter der Düne, am Morgen Spaziergang mit Kaffee an diesem Strand:
Mondaufgang über der Bucht bei Ebbe:
Unterwegs am Strand im Coffin Bay NP halten wir an bei einem Oberkiefer eines Pottwals, welches vor einigen Monaten angespült wurde: Wahnsinn diese Grösse!
Hits: 35Nach dem Aufenthalt in den Bergen nähern wir uns langsam wieder dem Meer. Dieses Mal leider nicht dem indizischen Ozean mit den milden Temperaturen, sondern dem kalten Meer mit den Temperaturen der Antarktis. Wir haben es gerade geschaft die Füsse drin zu versenken, und das nur für einigen wenige Sekunden und das auch noch in einer «seichten» Bucht. Aber eines nach dem anderen. Zunächst haben wir in Port Augusta wieder unser Kühlschrank und unsere Speisekammer (eine Schublade und eine Box) gefüllt, das Auto vollgetankt mit Diesel und die Wasserreserve aufgefüllt. Ansonsten haben wir dieses Mal Port Augusta relativ schnell den Rücken gekehrt. Ach ja! Unsere Weinreserve haben wir auch aufgefüllt: Rotwein und 1 Flaschen Gingerwein. Kennt jemand Gingerwein? Das haben wir dieses Jahr zufälligerweise an der Westküste entdeckt, gab es an einem Campingplatz zu kaufen, und wir haben es ausprobiert. Mhhh irgendwie anders, aber gut anders. Ob`s das wohl auch gibt in der Schweiz? Auf jeden Fall scheint es das in England zu geben. Ist ein etwas anderer Apérowein! Nun eigentlich hatten wir dann gedacht von Port Augusta Richtung Südwesten zu fahren und die Eyre-Peninsula zu besuchen. Aber plötzlich ist uns in den Sinn gekommen, dass unsere Freunde erwähnt hatten, dass es südlich von Adelaide eine gute und eher günstige Autosattlerei gebe. Und Markus hat sich bei der letzten Reise beschwert, dass ihm der Popo weh tut, wenn er zu lange auf unserem «Sofa» sitzt. Na, wieso nicht! Adelaide liegt nur etwa 230 km südlich von Port Augusta, aber in etwas östlicher Richtung. 3 Tage später waren wir dort, davor haben wir etwas in den Wälder der Adelaide Hills verbracht. Ben von «southern trim shop» hat uns beraten, hat uns die Möglichkeiten gezeigt und am nächsten Tag hat er uns den Preis genannt, und gesagt, er brauche etwa 1 Woche dafür. Nun ja, nun war unser Sofa für einige Tage noch härter, da er nur noch aus der Holzbank bestand. Wir haben uns darauf eingestellt einige Tage in den Wälder der Adelaide Hills zu verbringen. Auf Weindegustation hatten wir keine Lust. Wir verbrachten jedoch den ersten Abend in einer ehemaligen Farm am Meer, die nun für Camper Plätze anbieten. Auf ihrem Grundstück gibt es einigen Eukalypten, die scheinbar die Chinesen vor vielen Jahren für den Export gepflanzt haben. Der Export würde sich heute jedoch nicht lohnen, weshalb die Bäume nun einfach da sind, und….ja Koalas haben sich hier hin verirrt. Wir sind natürlich auf die Suche gegangen. Und ja, wir haben einen Koala gefunden! Am nächsten Tag sind wir den Stränden entlang gefahren und da hat uns Ben schon angerufen. Unsere Polster seien bereit. Jemand hätte abgesagt, deshalb hätten sie unsere Polster vorgezogen. Juhu! Nun hat unser Turtle auch neue Polster. Dieses Mal aus Vinyl, nicht aus Stoff und nicht mehr braun, sondern blau (pink hatten sie gerade nicht an lager!)
Hilfe! Wo ist Mama?
kleinste Orchideen im Wald:
am Meer:
Zwischen Meer und Wald viel Farmland:
Hits: 22Die Flinders Ranges-Kette ist ein Gebirgszug in Südaustralien, der sich über ca 500 km ausbreitet. Insgesamt gibt es 3 Nationalparks, die dieses Gebirge schützen. Hoch im Norden den Gammon NP, wo wir die ersten Tage verbracht haben. Hier waren wir fast für uns. Kilometerlange Pisten hoch und runter über die Berge und campen zwischen Eukalypten in trockenen Flussläufen. Weiter südlich ist der Flinders Ranges NP, oder nun umbenannt nach Ikara-Flinders Ranges NP wurde. Dies ist der bekanntere Teil, und wir haben es geschafft in den Schulferien dort zu sein: dies bedeutet alle Campingplätze ausgebucht, viele Leute und vorallem viele 4 WD Fanatiker unterwegs die sehr, sehr viel Staub aufgewirbelt haben durch die trockenen und staubigen Pisten der Flinders. Aber wir haben immer einen schönen Ort gefunden, wo wir bleiben konnten. Wir konnten auch wunderbaren kleine Wanderungen durch die Berge machen, viele kleine scheue yellow footed rock wallabies (kleine Känguruhs) sehen. Und eines abends haben wir am Campingplatz auch einen wunderschönen Schnabeligel gesehen. Der höchste Berg in den Flinders Ranges ist der St. Mary`s Peak , 1171 Meter hoch. Dieser befindet sich im Wilpena pound, wo wir aber dieses Mal nicht waren. Weiter südlich befindet sich der 3. NP der Flinders, der Mount Remarkable NP, auch diesen haben wir dieses Mal ausgelassen.
Uebrigens sind wir Euch ja noch eine Antwort schuldig: was aus der kleinen Maus geworden ist, die sich am Lake Eyre in unser Auto verirrt hat: nun ja, Markus ist auf die coole Idee gekommen, etwas Käse in Richtung Türe zu streuen und ihr den Weg in die Freiheit zu zeigen: was lustigerweise megagut geklappt hat. Wir haben die Maus nicht mehr gesehen, und es war im Verlauf der nächsten Tage nichts an Essen angeknabbert. Wir sind froh, dass sie den Weg nach draussen gefunden hat.
und hier noch einige interessante Tiere, die wir unterwegs angetroffen haben:
Hits: 29
«Das Leben ist das was passiert, während wir andere Pläne machen» Allen Saunders
Wenn man von Alice Springs Richtung Süden loszieht, dann kommt bald Südaustralien. Und Südaustralien beginnt vom Norden her mit dem südaustralischen Outback. Also viel «Nichts», viel Wüste. Aber Wüste bedeutet trotzdem nicht «Nichts», denn die Wüste ist voller Wunder. Man muss aber willig sein diese Wunder zu finden, und man muss bereit sein für diese Wunder Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen. Wie schon jeder weiss, der etwas mit uns reist, sind wir sehr langsam unterwegs. Das heisst wir sind doch noch ein paar Tage im Northern Territory herumgetümpelt bevor unsere Füsse südaustralischen Boden berührt haben.
Westlich von Alice Springs haben wir die erste Nacht in der Birthday gorge verbracht. Auf dem Weg dorthin sind wir eine wunderschönen Schlange begegnet. Vom Auto aus gesehen machen mir Schlangen gar keine Angst. Ich finde sie sogar sehr schön und elegant. Diese hier war besonders gross, lang, aber meiner Meinung nach, nicht giftig.
Am Chambers Pillar, einer Sandformation weiter südlich haben wir auch eine wunderbare Nacht verbracht. Wir waren ganz alleine auf dem Campground. Spaziergang bei Sonnenuntergang mit wunderbaren Farben am Himmel.
Brutzeit:
Wir hätten natürlich auf direktem Wege in den Süden fahren können, dass heisst die geteerte Hauptstrasse, den Stuart Highway folgen. Der Stuart Highway ist mit 2720 km Länge einer der wichtigsten Fernstrassen Australiens und verbindet Darwin im Norden mit Port Augusta im Süden. Nein, klar nicht! Geteerte Strassen sind langweilig und gefährlich, da muss man zu schnell fahren. Wir nehmen immer, oder fast immer die ungeteerten Strassen im Hinterland. Also sind wir nach Finke gefahren, dort Richtung Oodnadata, dann den Oodnadatatrack nach Marree und von dort so langsam in die Flinders Ranges rein. In Oodnadata haben wir natürlich einen Kaffee im Pink Roadhouse getrunken. Das Pink Roadhouse ist wirklich pink und eine Ikone im Outback. Wo drumherum nichts als Hitze, Sonne, Staub und Fliegen sind, findet man im Pink Roadhouse eine kleine Oase mit gutem Kaffee, etwas zu essen, Benzin, Diesel, Reparaturwerkstatt, Postbüro und Antworten zu den Fragen des Outbacks. Nach dem Pink Roadhouse sind wir dem Oodnadatatrack bis nach Marree gefolgt. Eigentlich wollten wir eine Lunchpause im William Creek Pub einlegen, aber als wir angekommen sind, war der Pub voll. Das gabs noch nie, normalerweise ist man tagsüber alleine im Pub und abends mit 2-3 anderen verlorenen Seelen bei einem Bierchen hier drin. Aber nein, dies besagte Wochenende war ein Treffen der ehemaligen Outbackpiloten in William Creek mit Musik und Party. Lustig zu sehen, die Leute sind nicht mit dem Auto, sondern mit dem Kleinflugzeug angereist. Und jedes kleine Flugzeug hat seinen kleinen Parkplatz bekommen. Ein «Follow me»-wägelchen hat jeden einzelnen an das richtige Plätzchen gewiesen. Also, auch hier wieder einmal, Pläne sind da um über den Haufen geworfen zu werden.
Wir haben im Auto unser Lunch gemacht und mit Begeisterung dem Jubel um uns herum zugeschaut. Der Oodnadatatrack führt sehr nah am Lake Eyre vorbei. Dieser Lake ist eines der vielen Salzseen in Australien, die nur dann Wasser führen, wenn es tausende von Kilometer entfernt im Norden viel, viel (wirklich viel) regnet. Dann macht sich das Wasser langsam über Monate auf den Weg in den Süden und ab und zu fühlt sich der Lake Eyre mit Wasser. Das ist nun wieder passiert. Vor einigen Monaten hat Queensland im Norden sehr viel Regen abbekommen, und in den letzten Wochen hat das Wasser langsam den Weg bis in den südlichsten Teil des Lake Eyres gefunden. Wunderbar. Am schönsten ist es wohl über den See zu fliegen und es von oben anzuschauen. Wir hatten aber momentan nicht die Muse es zu tun. Deshalb sind wir nur an den südlichen Teil gefahren und haben von dort aus das Wasser angeschaut und den schönen Sonnenuntergang genossen. Leider waren wir nicht alleine auf dem Campground. Ja, es waren noch 4 andere anderen Autos mit Besuchern da, aber die waren ok. Aber die Millionen von kleinen, klebrigen und mühsamen Fliegen waren hier am Lake Eyre sehr, sehr besonders ätzend. Nun gut, sobald es dunkel wird verschwinden diese Plagen, und man kann wieder richtig gut aufatmen. Nachtessen gabs erst nach Sonnenuntergang, denn sonst werden die Fliegen zu dem Protein im Essen. Der Abend war kalt , aber angenehm. Der Himmel sternenklar und der Milky way unglaublich. In der Nacht hat mich Markus geweckt, ist vom Bett runter und sagt plötzlich, wir hätten einen Besucher im «Haus». Hmmm einen Besucher bei geschlossener Türe? Hoffentlich keine Schlange! Aber dafür war die Reaktion von Markus nicht aufgeregt genug. Eine kleine Maus (Wüstenspringmaus?) hat wohl gefunden, er wollen mal was anderes als gewöhnlich essen und hat sich daran gemacht die Plastikfolie unseres Brotes anzuknabbern, was Markus mit seinem guten Gehör mitbekommen hat. Mit grossen Augen hat er Markus angeschaut und «wusch» war die kleine Maus weg, versteckt wo immer auch im Auto. Süss! Oder doch nicht? Die süsse Maus wollen wir eigentlich lieber nicht von ihrer Familie trennen, und wir wollen nicht überall Mauspooh herumliegen haben. Und einfangen lässt sich die Maus von uns wohl kaum. Aber Markus hat eine glorreiche Idee: wir holen etwas Käse aus dem Kühlschrank und legen 3 kleine Stücke unterwegs bis zur Autotüre und lassen diese offen. Mal schauen, was bis am Morgen geschieht!
Was meint ihr? Ist sie weg? Findet sie den Weg raus? Oder versteckt sie sich im Auto und wir fahren sie durch Südaustralien herum? Wir waren beide megagespannt! Ihr auch?
Hits: 40Zwei Wochen rund um Alice Springs:
zunächst interessante Autoshow: Red Centre Nats
Dann viel Indian style life mit Geburtstag feiern, Tempel besuchen mit Einweihung einer neuen Bethalle, entsprechend viele schöne Kleider
viel, viel feines indisches Essen
aber auch viele Spaziergänge, Bewunderung der schönen Blumen in der Wüste, Nationalpärke und Regenbögen:
John Hayes Rockhole in der Trephina gorge
Ross River
Es war wieder wunderbar. Nun ist es wieder Zeit Alice Springs zu verlassen. Wir ziehen heute wieder los Richtung Süden.
Hits: 42Service an Turtle
Wir haben Alice Springs erreicht mit unserem provisorisch reparierten Turtle. Die Schweissnaht hat noch gehalten. Jedoch ist es eine kleine Zeitbombe, bis es wieder «Crackt». Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, wenn ich wieder in der Schweiz bin, mich intensiver mit Schweissen zu befassen. Im Outback findet sich eher eine Schweiss Maschine als ein Schweisser, der diese bedienen kann. 😊.
Sargi, unser Mechaniker des Vertrauens, hat schon vorab eine neue Vorderachse bestellt. Er meinte es sei für mich ein 2 Tage Job diese zu ersetzen, natürlich nur mit seiner unglaublich kompetenten Führung. Also frisch ans Werk und alles demontieren.
Antriebswellen der Vorderachse ausbauen, Bremsen und Radlager ausbauen, und schon habe ich einen grossen Haufen mit Teilen neben mir liegen. Leider hat sich herausgestellt, dass gewisse Teile doch zu sehr abgenutzt waren. Also das heisst, kurz das Budget prüfen was so ersetzt werden kann.
Wir haben ersetzt: Achsen Gehäuse in der Front
Antriebswellen Front
Radlager Front
Radlager Back
Antriebswellen Back occ.
Bremsscheiben mit Bremsbelegen Back
Natürlich mussten auch die Öle abgelassen werden.
Sämtliche Pneu’s mussten auch ersetzt werden. Juhuu nun haben wir wieder Coopers die uns weiterbringen. 😊 HoHoHo
So nach drei Tagen war ich ziemlich durch und mehr schwarz und ölig, fühlte sich nicht gerade nach Ferien an.
Ab auf Testfahrt und alles prüfen. Hmmm warum pfeift da Luft aus dem Gehäuse, wenn ich mein Differenzial blockieren will? Übrigens nur so nebenbei, Air Difflock von ARB ist schei………!!!
Also zurück zu Sargi, und mit leicht erhöhtem Blutdruck nach Rat fragen. Der Mann der Stunde schaut sich das kurz an und fragt mich, wann es zuletzt gebraucht wurde.
Hmm, ja da war ja schon mal so ein Pfeifen in Südamerika. ☹
Also die ganze hintere Achse wieder ausbauen, wieder schrauben, und siehe da, die Dichtung des ARB Difflocks ist undicht. Mist!!! Wo ist Sargi? Also zuerst mal Kaffee trinken und abwarten. Da kam Sargi wieder angebraust und hatte die Dichtung dabei.
Alles wieder zusammenschrauben und testen. Er hat schon vor dem Ausbau auf eine defekte Dichtung gesetzt.
Juhuu, der Turtle hat den 4WD Test bestanden. Nach 5 Tagen intensivem Schrauben scheint alles wieder zu funktionieren. Raquel hat in dieser zeit schon wieder «komische» Pläne im Kopf. Also höchste Zeit wieder in das Outback zu flüchten.
Es gilt hier einfach einen unglaublichen Dank an Sargi zu auszusprechen, der Trotz seiner zu vielen Arbeit, mich super beraten hat, und mir auch seinen Platz zur Verfügung gestellt hat für die Reparaturen.
4WD fahren ist ein schönes Abenteuer, jedoch nur der auch den Service zu schätzen weiss, und was für einen Aufwand die Instandhaltung bedeutet, der fährt richtig 4WD. 😊
Bilder meiner geschundenen Hände und den blauen Flecken lasse ich hier einfach einmal weg. Ich sage da nur einfach «Autsch».
Hits: 35
Hits: 35Wir hatten vor Port Hedland ja dieses Problem mit dem Auto. Nun wurde dort der linke vordere Stossdämpfer an die Vorderachse angeschweisst. Dies war nur eine vorübergehende Lösung, weshalb wir uns ja langsam wieder auf den Weg nach Alice Springs gemacht haben, wo wir unseren «Hausmechaniker» des Vertrauens haben. Dort soll das Auto wieder ganz gecheckt werden.
Wir fahren von Halls Creek über die Tanami zurück nach Alice Springs. Eigentlich ist es ein Track, aber in den letzten Jahren wurde dieser Track zunehmend geteert. Von Alice Springs hier sind ca 500 km geteert, von Halls Creek her wurde erst gerade damit begonnen. Hier sind lediglich etwa 25 km geteert. Dazwischen ist der Track so ein Outback-Highway, breit, aber halt nicht geteert und teilweise mit vielen vielen «corrugations» und teilweise sehr sandig. Der Teil des Tracks Richtung Alice Springs ist relativ gut instande gehalten, da es unterwegs einige Minen gibt, und deshalb auch grosse Tracks darauf fahren. Der Track ist über 1000 km lang. Wir haben zwei Mal entlang dem Track gecampt, da wir sehr ungerne zu lange fahren und schon gar nicht gerne nachts fahren.
Nach dem Aufstehen und einem gemütlichen Kaffee und Frühstück sind wir losgezottelt, plötzlich haben wir auf der Gegenseite ein Auto gesehen und die Fahrer haben uns angehalten und gefragt, ob wir helfen können. Sie mussten das Auto aufbocken und das Rad anschauen. Es sah für uns etwas abenteuerlich aus. Die zwei Aboriginals, ein Junger Mann und ein etwas älterer Mann haben sich aber sehr gekonnt hingesetzt, das Problem angeschaut, und sich sofort an die Problemlösung gesetzt. Beide Vorderräder wurden abmontiert, die 3 von den 6 Schrauben vom rechten Rad abgenommen und auf die linke Seite überführt. Dass die Bremsflüssigkeit auf der rechten Seite nun undicht war, scheint nebensächlich gewesen zu sein. Ich habe versucht den älteren Mann zu fragen, ob es nun wirklich sicher sei weiter zu fahren. Er meint: «ja», 100% sicher. Na, gut! Wir hatten unsere Dinge noch nicht fertig eingepackt, schon sind sie in einem Affenzahn losgefahren. Wir haben sie nur noch von hinten gesehen.
Das nennt man hier in Australien «Buschmechanik»! Dazu gibt es mehrere coole Filme, die wirklich, wirklich interessant sind. Also, falls ihr Lust habt, schaut mal hier:
Hits: 35Auch die Felsformationen hier in diesem Nationalpark sind devonischen Ursprungs. Die auffälligen Schichtungen in Rot und Schwarz sind Sandstein mit Anteilen von Eisenmineralien, Konglomerateinlagerungen und Krusten von Cyanobakterien. Wie auch immer, aussehen tun sie wunderbar. Wir konnten etwas im Park herumlaufen und die wunderbaren Sandstein «Bienenkörbe» bewundern. Um in den Park zu gelangen, welcher zwischen Halls Creek und Kununurra liegt, braucht es schon einige Zeit und etwas Durchhaltevermögen. Die Piste, die von der Hauptstrasse abgeht windet sich über die Hügelchen wie eine Achterbahn, nur die Geschwindigkeit ist eine andere. Da die Strasse doch ziemlich befahren ist, ergeben sich diese typischen «Corrugations» der Outbackpisten, die es kaum zulassen schnell zu fahren. Für die knapp 52 km haben wir zwei Stunden gebraucht. Naja! Es hat sich gelohnt. Im Park kann man dann auch campen, es gibt zwei grosse Campgrounds, die sehr schön integriert sind. Der Park selber ist nur im Norden und im Süden durch Tracks zugänglich. Der grösste Teil der Region ist völlig unzugänglich.
Auch dieser Nationalpark war ursprünglich mal eine grosse Farm, vor ca 100 Jahren wurde diese Bungle Bungle genannt. Unmittelbar um den aktuellen Nationalpark gibt es momentan immer noch eine grosse Farm. Erst 1983 wurden jedoch diese Felsformationen bei einem Flug über die Gegend wirklich entdeckt. Ist ja schon unglaublich, da besitzt du eine Farm und hast keine Ahnung welches «Bijou» sich darin findet! 1987 wurde der Nationalpark gegründet. Und 2003 wurden die Bungle Bungles im UNESCO Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit aufgenommen.
3 Nächte, 2 wundervolle Wandertage haben wir darin verbracht. Haben uns von Vogelgezwitscher am Morgen wecken lassen und am Abend haben wir den Känguruhs beim herumspringen zugeschaut.
Wir waren schon vor ca 15 Jahren einmal hier. Damals im Dezember bei sehr hohen Temperatureden. Damals waren wir ganz allein im Park, kaum angekommen hat sich damals der Ranger bei uns verabschiedet, hat gesagt, die nächsten zwei Monate seien keine Ranger im Park und wir sollten acht geben, falls der Regen käme. Sollten die Flüsse anschwellen, könnte es sein, dass wir längere Zeit warten müssen, bis diese wieder durchquert werden können. In der Nacht kam natürlich der Regen! Dieses Mal gab es eindeutig mehr Besucher, aber es hat sich sehr gut verteilt. Nur beim «Chasm» um die Mittagszeit, wenn die Sonne direkt reinscheint. Dann waren alle zur gleichen Zeit dort.
Die Domes:
Viele schöne rainbow bee-eater unterwegs:
Cathedral gorge:
Mehr Domes:
Die Palmen vor dem Echidna Chasm:
Echidna Chasm:
Trotz den schönen Farben auch in Schwarz/weiss schön:
Das ausgewaschene Flussbett:
Hits: 32Windjana gorge – Bandilngan National park
Weiter nach Derby geht es entlang der Gibb river road nach Osten. Wir verlassen definitiv den indischen Ozean – nur mit einem traurigen Auge – aber wir freuen uns auf neue Abenteuer durch das Inland. Das Macht der Meere ist unglaublich. Sobald wir die Wellen am Strand hören sinkt unser Stresslevel, wir fühlen uns entspannt und gelassen.
Wir fahren aber nun, wie gesagt, nach Osten zunächst entlang der Gibb river road, aber nur die ersten ca 100 km, die auch schon seit einigen Jahren geteert sind. Sobald wir am Lennard river ankommen wir die Strasse zu einem track. Hier biegen wir nun nach Süden ab und campen im Bandilngan NP, bei Sonnenuntergang besuchen wir die Windjana Gorge. Der Lennard river hat hier eine wunderbare Schlucht gestaltet. Viel interessanter sind jedoch die ca 100 Meter hohen Wände der Schlucht – ursprünglich waren diese Wände ein Korallenriff, welches im Devonzeitalter (also vor mehr als 300 Millionen Jahren) von Wasser bedeckt waren. Man findet heute noch den Wänden entlang Fossilien devonischer Meerestiere. Der Fluss fliesst nicht während der Trockenzeit, aber aktuell ist doch viel Wasser in den Wasserlöcher zu sehen. Interessanterweise leben hier auch die sogenannten Frischwasser-Krokodile: die freshies. Diese gelten in Australien als für den Menschen harmlose Krokodile – dies ganz im Gegensatz zu den salties – den grossen Krokodilen, die durchaus fähig sind einen Menschen zu tilgen.
Hits: 31Nach Broome sind wir weiter Richtung Norden gefahren in die Stadt der hohen Gezeiten -Derby- bis zu 12 Meter sind hier die Gezeiten. Da gehst du zum Jetty und überall ist Wasser, einige Stunden später gehst du erneut zum Jetty – und da ist nur eine Spur sumpfiges Wasser zu sehen. Eindrücklich! Derby ist nur eine kleine Stadt in der Gegend der Kimberleys- von hier aus startet auch die bekannte Allradroute durch die Kimberleys: die Gibb river road. Und was es auch gibt sind die eindrücklichen Affenbrotbäume oder Boabs, wie sie hier benannt werden. Diese Bäume findet man interessanterweise in Afrika, Madagaskar und eben im Nordwesten Australiens. Sie sind perfekt der Savanne angepasst. Sie können in ihren dicken Stämmen Wasser für die trockene Zeit speichern. Und sie sehen prächtig aus. Vorallem während der Trockenzeit, dann verlieren sie ihre Blätter um Wasser zu sparen, bekommen diese Früchte und sehen aus wie umgedrehte Bäume – oder wie Menschen mit sehr lustigen Frisuren. Aber schaut doch selber:
Diese Bäume können sehr alt werden, bzw einige Hunderjahre. Je älter sie werden, desto dicker wird der Stamm. Traurigerweise wurden sie im 19. Jahrhundert auch als «Gefängnis» missbraucht. Die «weissen» Einwanderer haben hier häufig gefangene Aboriginies gefangengehalten. Als dieses ist der Prisontree, etwas ausserhalb von Derby bekannt.
Die längste Viehtränke in der südlichen Halbkugel:
Hits: 31Entlang der Westküste Richtung Norden haben wir Broome besucht – Die Perlenstadt – Vorallem zu Beginn des letzten Jahrhunderts war diese kleine Stadt in Western Australia bekannt für die Perlenzucht. Bis heute ist die Perlenindustrie – neben der zunehmend wichtigen Tourismusindustrie – die wichtigste Einnahmequelle der Stadt.
Cable beach ist der bekannteste Strand der kleinen Stadt, wo sich abends alle auf ein Bierchen treffen und natürlich um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Während der Touristensaison von April bis Oktober gibt es hier viele Backpacker um in den verschiedenen Hotels und Restaurants zu arbeiten und ihr Englisch aufzubessern. Dieses Jahr haben wir sehr viele Backpacker aus Südamerika bemerkt, vor allem aus Argentinien. Immer begleiten von ihrem Matetee.
Zudem gibt es hier das Matson`s Mangobier. Dieses Jahr habe ich aber eher das Matson`s gingerbeer bevorzugt. Matson ist eine kleine Brauerei hier in Broome, die eben auch Mangobier macht. Lecker! Wir bleiben nicht lange, einkaufen, tanken, dem Strand entlang laufen und am nächsten Tag zieht es uns wieder Richtung Einsamkeit: weiter nördlich auf die Dampier Peninsula. Vor vielen Jahren waren wir schon hier. Damals war die Verbindung zum Norden der Peninsula nur ein Track, also eine unbefestigte Strasse, sodass sich nur sehr wenige Leute hier verirrt haben. Nun wurde dieser Track geteert, sodass die Peninsula problemlos für jedes Auto erreichbar ist. Nun scheint der ehemals «Geheimtipp» zum «Lieblingsort der einheimischen Touristen» geworden zu sein. Es wimmelt von Reisenden aus dem südlichen Australien, wo es momentan zu dieser Jahreszeit sehr kalt ist. Die Küste entlang der Halbinsel ist wunderbar. Wir lassen die Fotos sprechen. Wir verbringen einige Tage hier an der Küste, beobachten die grossen Buckelwale und tümmeln uns kurzzeitig im indischen Ozean.
Hits: 31„Das Herz des Menschen ist sehr ähnlich wie das Meer, es hat seine Stürme, es hat seine Gezeiten und in seinen Tiefen hat es auch seine Perlen“ — Vincent Van Gogh
Nach der etwas langweiligen und langwierigen Zeit in Port Hedland haben wir nun den indischen Ozean in vollen Zügen geniessen können.
Wir lassen die Bilder sprechen. Lange Spaziergänge, kurze Sprünge ins Meer, Salzwasser auf der Haut, Wind in den Haaren und Sonnenuntergänge noch und nöcher. Immer anders, aber immer schön!
Hits: 49Wir sind ja immer auf der Suche nach wenig erschlossene Orte, bzw nach den back roads, denn die gut erschlossenen Orte sind meistens so gut erschlossen, dass es in der Saison von Leuten wimmelt – und ausserhalb der Saison sind viele Orte nicht gut erreichbar oder aushaltbar wegen den extremen Wetterbedingungen. Deshalb wollten wir schon lange diesen Nationalpark besuchen. Wo der Fluss «Rudall River» fliesst, bzw meistens eben doch nicht fliesst. Nach der Gary junction road und nach dem Stückchen Canning Stock route haben wir den Talawana Track nach Westen genommen, sind bei der Parnngurr Community durchgefahren, haben dort noch Milch (seit Juni 25 abgelaufen! – haben es aber erst später bemerkt – für 5 Dollar 1 Liter – sonst 1.60 Dollar – aber dies nur nebenbei) gekauft und sind von Süden her in den Park gefahren. Viele Autospuren eher frischeren Datums zu sehen. Vielleicht doch bekannter, als wir denken?!. Und gleich am Anfang des Tracks: eine Waschmaschiene (siehe Foto): das fängt ja gut an! Der Track ist ziemlich ausgefahren, aber langsam kommen wir voran. Wir möchten spätestens beim offiziellen Campground, genannt Desert Queen Baths campen: tönt vielversprechend! Da können wir sicherlich zumindest unsere Füsschen etwas in wahrscheinlich kaltem Wasser kneippen. Wir freuen uns sehr. Dort bleiben wir sicherlich 3-4 Nächte und erkunden zu Fuss die Landschaft, lesen und entspannen uns etwas vom Gerüttel der letzten Tage. Aber ja – wie es immer wieder kommt: erstens anders, und zweitens als man gedacht hat! Noch weit vor dem Abzweig zum vielversprechenden Desert Queen Baths, bei einer kurzen Fahrpause um ein Schild zu studieren, meint Markus: «Oh, oh, we have got a problem»: Die Halterung vom linken Stossdämpfer vorne ist von der Frontachse abgebrochen. Hmmm in meinem Hirn tönt das etwas chinesisch: sowas zwischen jetzt ist kein Meter mehr fahrbar, und wir müssen uns von hier, dem Middle auf nowhere, 600 km von der nächsten halbwegs grösseren Stadt für tausende von Dollar abholen lassen, oder aber naja: die Schminke ist ab, und wir müssen unparfümiert weiterfahren. Nach dem Gesicht von Markus nach zu urteilen, habe ich eher Ersteres vermutet. Aber zum Glück war es nicht ganz, ganz so schlimm: wir konnten weiterfahren, aber ohne «wilde Sachen» zu machen und ohne Abstecher: Die Halterung vom Stossdämpfer sollte sobald als möglich wieder zumindest doch an die Frontachse angeschweisst werden. Klar, verstehe ich: 11 km vor den Desert Queen Baths somit statt nach rechts zu fahren, Augen zu und gerade aus Richtung Norden um die Nächste «Schweissgelegenheit» zu suchen. Bis anhin haben wir noch keine Personen angetroffen. Wir übernachten gemütlich in unglaublich schöner Landschaft und versuchen den Abend zu geniessen, da es doch langsam dunkel wird. Es ist immer noch kalt, sodass wir wenig Holz suchen, um ein Feuerchen zu machen und uns zu wärmen.
Am nächsten Morgen ziehen wir wieder los: wieder niemanden angetroffen unterwegs: am Abend dann erneute Uebernachtung im nirgends mit der Hoffnung am nächsten Tag in Marble Bar anzukommen. Wie wir ja schon wissen, die heisseste Stadt Australiens: aber, ob da wohl jemand schweissen kann? Wir werden es herausfinden: Nein! Also weiter mit Tempo 50 km/h Richtung Norden nach Port Hedland: die nächste Stadt in etwas 170 km. Schneller fahren ist nicht möglich, denn sonst wird die Lenkung unsicher. Aber auf dieser Strasse fahren von der Telfermine her Roadtrains mit 4 Anhänger, die wahrscheinlich ungerne ihr Tempo von 100 km/h anpassen für ein Troopy! Das heisst wir fahren langsam und weichen immer wieder etwas aus, um diesen riesigen Roadtrains nicht im Wege zu stehen. Mühsam, aber wir schaffen es. Kurz vor Port Hedland versuchen wir telefonisch jemanden zu finden. Wir haben Glück und können bereits am Freitag Abend einen Termin für am Montag früh ausmachen.
Das Wochenende verbringen wir mehr oder weniger auf dem Campingplatz. Wir waschen die Wäsche, wir duschen, wie kochen was feines und kühlen und etwas im Pool ab. Ja, interessanterweise ist es jetzt in den letzten paar Kilometern eindeutig wärmer geworden. Wir haben so um 30 °C tagsüber und nachts angenehme 15°C. Wir geniessen es wieder einmal im T-shirt rumlaufen zu können. Am Sonntag stecken wir sogar unsere Füsschen in den indischen Ozean. Wir haben es geschafft, wir haben die Westküste und das Meer erreicht – auch wenn der Weg anders war als gedacht.
Nun am Montag konnten wir den Stossdämpfer problemlos an die Frontachse anschweissen lassen. Ned macht dies souverän, in kurzer Zeit und für einen vernünftigen Preis. Juhu! Doch die Freude hält kurz an: das Auto fährt ab 50 km/h immer noch sehr unsicher und das Steuerrad schüttelt ziemlich deftig. Lag es doch nicht am Stossdämpfer? Wir lassen zur Sicherheit noch die Räder neu auswuchten, was aber auch nicht hilft dieses Problem zu lösen. Zum Glück haben wir Sagi im Background. Markus ruft ihn an, dieser meint, dass mit der Lenkungsstange etwas gebrochen sein muss. Nun ja, wären wir in Alice Springs bei ihm, wäre das wohl kein Problem. Aber hier? Hmmmm? Wohin sollen wir? Es gibt zum Glück den offiziellen Toyotavertreter. Aber dieser bietet und den nächsten Termin, um sich das Problem anschauen zu können am 28.8.25 an, also in mehr als zwei Wochen. Das kommt für uns nicht in Frage, 2 Wochen in dieser Stadt?
Port Hedland ist eine Industriestadt, die sonst nichts bietet. Hier wird das ganze Eisenerz aller Minen im Nordwesten von Australien zusammengetragen und verschifft, meistens nach Asien, wahrscheinlich China. Dementsprechend sieht die Stadt aus, ist laut (4 Trailer lange Roadtrainer alle paar Minuten, ein 2.5 km langer Zug voller Eisenerz 2 x pro Tag, lauter Minenarbeiter, die sehr fleissig von mindestens 6:00-18:00 arbeiten!). Nein, danke! Aber: können wir wählen? Wir machen uns auf die Suche und finden Josh mit seiner Werkstatt. Wir schildern ihm das Problem: Er sagt nur ganz kurz: am Mittwoch (in 2 Tage) könnte ich mir das Problem anschauen, ob ich es lösen kann, weiss ich nicht. Na, gut, ein Versuch wert!
Um 6:00 morgens sollen wir vor seiner Werkstatt stehen: «first come, firt serve!» Na gut, machen wir. Den ganzen Tag vertrödeln wir zwischen Kaffee trinken, in der Library lesen, mails schreiben, im Schatten lesen, Kaffee trinken, Kaffee trinken, und zittern….
Aber ja, am Abend dürften wir das Auto wieder abholen, und die Probefahrt lässt die Muskeln von Markus entspannen: das Auto fährt ruhig und sicher. Juhu wir können wieder losfahren!
Juhu Geschafft:
Hits: 42Unterwegs auf der Gary junction road treffen wir eine kleine Oase an, beim Jupiter Well gibt es ein Bohrloch, aus dem wir problemlos angenehm temperiertes Wasser pumpen können. An dieser Stelle können wir auch campen, und den ganzen Nachmittag dem Gesang der Wüsteneichen zuhören. Bei Wind werden diese Bäume zu Chorsänger. Wunderbar.
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