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„Das Herz des Menschen ist sehr ähnlich wie das Meer, es hat seine Stürme, es hat seine Gezeiten und in seinen Tiefen hat es auch seine Perlen“ — Vincent Van Gogh
Nach der etwas langweiligen und langwierigen Zeit in Port Hedland haben wir nun den indischen Ozean in vollen Zügen geniessen können.
Wir lassen die Bilder sprechen. Lange Spaziergänge, kurze Sprünge ins Meer, Salzwasser auf der Haut, Wind in den Haaren und Sonnenuntergänge noch und nöcher. Immer anders, aber immer schön!
Wir sind ja immer auf der Suche nach wenig erschlossene Orte, bzw nach den back roads, denn die gut erschlossenen Orte sind meistens so gut erschlossen, dass es in der Saison von Leuten wimmelt – und ausserhalb der Saison sind viele Orte nicht gut erreichbar oder aushaltbar wegen den extremen Wetterbedingungen. Deshalb wollten wir schon lange diesen Nationalpark besuchen. Wo der Fluss «Rudall River» fliesst, bzw meistens eben doch nicht fliesst. Nach der Gary junction road und nach dem Stückchen Canning Stock route haben wir den Talawana Track nach Westen genommen, sind bei der Parnngurr Community durchgefahren, haben dort noch Milch (seit Juni 25 abgelaufen! – haben es aber erst später bemerkt – für 5 Dollar 1 Liter – sonst 1.60 Dollar – aber dies nur nebenbei) gekauft und sind von Süden her in den Park gefahren. Viele Autospuren eher frischeren Datums zu sehen. Vielleicht doch bekannter, als wir denken?!. Und gleich am Anfang des Tracks: eine Waschmaschiene (siehe Foto): das fängt ja gut an! Der Track ist ziemlich ausgefahren, aber langsam kommen wir voran. Wir möchten spätestens beim offiziellen Campground, genannt Desert Queen Baths campen: tönt vielversprechend! Da können wir sicherlich zumindest unsere Füsschen etwas in wahrscheinlich kaltem Wasser kneippen. Wir freuen uns sehr. Dort bleiben wir sicherlich 3-4 Nächte und erkunden zu Fuss die Landschaft, lesen und entspannen uns etwas vom Gerüttel der letzten Tage. Aber ja – wie es immer wieder kommt: erstens anders, und zweitens als man gedacht hat! Noch weit vor dem Abzweig zum vielversprechenden Desert Queen Baths, bei einer kurzen Fahrpause um ein Schild zu studieren, meint Markus: «Oh, oh, we have got a problem»: Die Halterung vom linken Stossdämpfer vorne ist von der Frontachse abgebrochen. Hmmm in meinem Hirn tönt das etwas chinesisch: sowas zwischen jetzt ist kein Meter mehr fahrbar, und wir müssen uns von hier, dem Middle auf nowhere, 600 km von der nächsten halbwegs grösseren Stadt für tausende von Dollar abholen lassen, oder aber naja: die Schminke ist ab, und wir müssen unparfümiert weiterfahren. Nach dem Gesicht von Markus nach zu urteilen, habe ich eher Ersteres vermutet. Aber zum Glück war es nicht ganz, ganz so schlimm: wir konnten weiterfahren, aber ohne «wilde Sachen» zu machen und ohne Abstecher: Die Halterung vom Stossdämpfer sollte sobald als möglich wieder zumindest doch an die Frontachse angeschweisst werden. Klar, verstehe ich: 11 km vor den Desert Queen Baths somit statt nach rechts zu fahren, Augen zu und gerade aus Richtung Norden um die Nächste «Schweissgelegenheit» zu suchen. Bis anhin haben wir noch keine Personen angetroffen. Wir übernachten gemütlich in unglaublich schöner Landschaft und versuchen den Abend zu geniessen, da es doch langsam dunkel wird. Es ist immer noch kalt, sodass wir wenig Holz suchen, um ein Feuerchen zu machen und uns zu wärmen.
Am nächsten Morgen ziehen wir wieder los: wieder niemanden angetroffen unterwegs: am Abend dann erneute Uebernachtung im nirgends mit der Hoffnung am nächsten Tag in Marble Bar anzukommen. Wie wir ja schon wissen, die heisseste Stadt Australiens: aber, ob da wohl jemand schweissen kann? Wir werden es herausfinden: Nein! Also weiter mit Tempo 50 km/h Richtung Norden nach Port Hedland: die nächste Stadt in etwas 170 km. Schneller fahren ist nicht möglich, denn sonst wird die Lenkung unsicher. Aber auf dieser Strasse fahren von der Telfermine her Roadtrains mit 4 Anhänger, die wahrscheinlich ungerne ihr Tempo von 100 km/h anpassen für ein Troopy! Das heisst wir fahren langsam und weichen immer wieder etwas aus, um diesen riesigen Roadtrains nicht im Wege zu stehen. Mühsam, aber wir schaffen es. Kurz vor Port Hedland versuchen wir telefonisch jemanden zu finden. Wir haben Glück und können bereits am Freitag Abend einen Termin für am Montag früh ausmachen.
Das Wochenende verbringen wir mehr oder weniger auf dem Campingplatz. Wir waschen die Wäsche, wir duschen, wie kochen was feines und kühlen und etwas im Pool ab. Ja, interessanterweise ist es jetzt in den letzten paar Kilometern eindeutig wärmer geworden. Wir haben so um 30 °C tagsüber und nachts angenehme 15°C. Wir geniessen es wieder einmal im T-shirt rumlaufen zu können. Am Sonntag stecken wir sogar unsere Füsschen in den indischen Ozean. Wir haben es geschafft, wir haben die Westküste und das Meer erreicht – auch wenn der Weg anders war als gedacht.
Nun am Montag konnten wir den Stossdämpfer problemlos an die Frontachse anschweissen lassen. Ned macht dies souverän, in kurzer Zeit und für einen vernünftigen Preis. Juhu! Doch die Freude hält kurz an: das Auto fährt ab 50 km/h immer noch sehr unsicher und das Steuerrad schüttelt ziemlich deftig. Lag es doch nicht am Stossdämpfer? Wir lassen zur Sicherheit noch die Räder neu auswuchten, was aber auch nicht hilft dieses Problem zu lösen. Zum Glück haben wir Sagi im Background. Markus ruft ihn an, dieser meint, dass mit der Lenkungsstange etwas gebrochen sein muss. Nun ja, wären wir in Alice Springs bei ihm, wäre das wohl kein Problem. Aber hier? Hmmmm? Wohin sollen wir? Es gibt zum Glück den offiziellen Toyotavertreter. Aber dieser bietet und den nächsten Termin, um sich das Problem anschauen zu können am 28.8.25 an, also in mehr als zwei Wochen. Das kommt für uns nicht in Frage, 2 Wochen in dieser Stadt?
Port Hedland ist eine Industriestadt, die sonst nichts bietet. Hier wird das ganze Eisenerz aller Minen im Nordwesten von Australien zusammengetragen und verschifft, meistens nach Asien, wahrscheinlich China. Dementsprechend sieht die Stadt aus, ist laut (4 Trailer lange Roadtrainer alle paar Minuten, ein 2.5 km langer Zug voller Eisenerz 2 x pro Tag, lauter Minenarbeiter, die sehr fleissig von mindestens 6:00-18:00 arbeiten!). Nein, danke! Aber: können wir wählen? Wir machen uns auf die Suche und finden Josh mit seiner Werkstatt. Wir schildern ihm das Problem: Er sagt nur ganz kurz: am Mittwoch (in 2 Tage) könnte ich mir das Problem anschauen, ob ich es lösen kann, weiss ich nicht. Na, gut, ein Versuch wert!
Um 6:00 morgens sollen wir vor seiner Werkstatt stehen: «first come, firt serve!» Na gut, machen wir. Den ganzen Tag vertrödeln wir zwischen Kaffee trinken, in der Library lesen, mails schreiben, im Schatten lesen, Kaffee trinken, Kaffee trinken, und zittern….
Aber ja, am Abend dürften wir das Auto wieder abholen, und die Probefahrt lässt die Muskeln von Markus entspannen: das Auto fährt ruhig und sicher. Juhu wir können wieder losfahren!
Juhu Geschafft:
Unterwegs auf der Gary junction road treffen wir eine kleine Oase an, beim Jupiter Well gibt es ein Bohrloch, aus dem wir problemlos angenehm temperiertes Wasser pumpen können. An dieser Stelle können wir auch campen, und den ganzen Nachmittag dem Gesang der Wüsteneichen zuhören. Bei Wind werden diese Bäume zu Chorsänger. Wunderbar.
Wir fahren von Alice Springs in den Westen direkt durch die Wüste. Dafür haben wir uns entschieden die Gary junction road zu fahren. Das ist eine Outbackpiste, die in den frühen 1960-er Jahre durch Len Bedell planiert wurde. Ganz alleine mit seiner Planierraupe hat er einige der heute noch einzig bestehenden Pisten durch den Outback planiert. Unterwegs auf der Piste finden wir einige Infos dazu. Kurz vor einer der Communities ist ihm sein Lastwagen abgebrannt, was die Fortführung der Piste um 2 Jahre verzögert hat.
Die Gary junction road beginnt im Osten an der Tanami road (eigentlich aber in Alice Springs) und endet im Westen in Marble bar, einer kleinen Outbackstadt ( es soll die heisseste Stadt Australiens sein – bezogen auf die Temperatur!) an der Westküste. Unterwegs kreuzen wir die Canning stock route, diese sind wir 2018 mit unseren Freunden Tash und Bruce mit zwei Autos gefahren. Das gute an der Gary junction road ist, dass die Piste parallel zu den Dünen der Gibson Wüste verläuft, das heisst man hat immer eine Düne rechts und eine links vom Auto, aber man muss nicht die tausende von Dünen befahren, die man auf der Canning stock route antrifft und durchschaukeln muss. Unterwegs ist nicht viel los, herrliche Ruhe, selten kreuzen wir ein Auto, ab und zu treffen wir Kamele an, die uns auch etwas verwundert anschauen. Die Landschaft ändert sich stetig etwas, zunächst etwas hügelige Gegend mit Eukalypten (an den Hängen viele wunderschöne Ghosttrees, Eukalypten mit weissen Stämmen), dann werden die Bäume spärlicher und im Verlauf treffen wir auf die Wüsteneichen. Dazwischen fangen langsam die Dünen an, der Sand wird roter und roter, das Spinifex-Gras erscheint üppiger. Teilweise ist aber die Gegend auch flach, sodass der Horizont immens weit weg erscheint.
Irgendwann nach vielen Kilometern kommen wir am sogenannten Well 33 an, hier kreuzt die Gary junction road die Canning Stock route. Wir verbringen hier an diesem Camp einige Stunden mit einer Gruppe aus Perth, die die Canning Stock route von Süden nach Norden fährt. Sie machen hier gerade einen Tag Pause. Bei der Gruppe ist auch Susanne, die auch solch einen Troopy von Kea abgekauft hat im Jahre 2010 (ein Jahr vor uns). Lustig war es über unsere Troopies fachzusimpeln. Sie hat schon unglaubliches damit erlebt. Und die Canning Stock route fährt sie schon zum 5. Mal. Ihr Alter? Keine Ahnung. Nicht mehr sehr jung, aber sehhhr junggeblieben. Gute Fahrt liebe Susanne!
Da wir eigentlich endlich mal den Rudall River – oder Karlamilyi-national-park anschauen möchten, den wir bisher immer verpasst haben, entschliessen wir uns hier die Gary junction road zu verlassen und einige Kilometer lang die Canning Stock route nach Süden zu fahren, um dort auf den Talawana Track zu treffen. Dort dann wieder Richtung Westen fahren, um den Nationalpark von Süden her zu betreten.
Die Canning Stock route ist wieder ein ganz anderes Kaliber. Zu Beginn sehr steinig, dann natürlich dünig, Düne hoch, Düne runter, Düne hoch, Düne runter, aber die Farben sind unglaublich. Am ersten Tag treffen wir einen einzelnen Motorradfahrer, der uns entgegen kommt, und sonst niemanden. Am 2. Tag kommen uns sicherlich insgesamt 10 Autos entgegen. Uebernachten können wir immer alleine, aber unter Abermillionen von Sternen. Wir können immer ein gemütliches Feuer machen, um eine kleine Suppe zu kochen und uns zu wärmen. Viele Erinnerungen kommen hoch von unserem Trip mit Tash und Bruce 2018. Aber die Gegend erscheint uns viel grüner und üppiger Bewachsen als 2018. Ob das wirklich so ist oder nur in unseren Köpfen?
Wir kommen an einigen Aboriginal Communities vorbei (Papunya, Mount Liebig, Kintore, Kunawaritji, Kiwirrkurra und Parrngurr). Hier haben wir meistens kurzzeitig Telefonverbingung und können in dem jeweiligen Community general Store einkaufen. Wir sind überrascht über die Möglichkeit hier in der Wüste Gemüse, Früchte zu Preisen wir in Alice Springs einkaufen zu können. Dies wird seit einigen Jahren gefördert, damit die Leute hier Zugang zu gesundem Essen haben. Sehr sinnvoll!
Bevor wir Richtung Westen fahren, machen wir einen Abstecher nach Newhaven, nördlich von Papunya. Dies war früher eine Farm – nun wurde vor Jahren ein Wildlife Sanctuary draus gemacht. Das Ziel ist es die einheimische Fauna (und Flora) zu fördern und vom Aussterben bedrohte Tiere wieder eine Chance zu geben. Der Grund für die Bedrohung sind die eingeführten Tiere, die durch die «Weissen» einführt wurden: Katzen, die nun verwildert sind, Dromedare, Füchse, Dingos…. Diese Tiere ernähren sich von den kleinen Tierchen, die sonst diese Wildnis bevölkern sollten: Echsen, Bilbies, kleine Känguruhs, Mäuse….Nun wird langsam versucht mit einem grossen Zaun diesen Tieren wieder eine Chance zu geben. Grossen Unterfangen!
Eine letzte Nacht verbringen wir noch in der Nähe von Alice Springs zusammen mit Brian und Regina. Lustigerweise machen wir dieses Jahr die gleiche Strecke, die Brian und Regina in dem Jahr gemacht haben, als wir uns kennengelernt haben: 2010. Damals hatten wir uns im Finke River National Park kennengelernt und einige Nächte zusammen gecampt. Nun kennen wir uns schon seit 15 Jahren und immer wieder treffen wir uns um einige Nächte zusammen zu campen, meistens in Alice Springs. Ansonsten sind wir immer auf Whatsapp oder auf Facebook in Verbindung und Regina und ich teilen immer unsere neueste Strickwerke. Sie ist die absolute Strickerin. Socken und Beanies sind ihre Passion. Und ihre Beanies müssen momentan überall auf dieser Welt anzutreffen sein, denn sobald sie einen Backpacker ohne Beanie (vorallem im Winter) antrifft beschenkt sie diesen mit ihren letzten Schönheiten. Sobald ich in Alice Springs angekommen bin, wurde ich von ihr auch wieder reichlich beschenkt. Und die schön warmen Socken wärmen meine Füsse in herrlicher Weise. Auch Markus durfte ein Beanie aussuchen, welchen er jeden Abend und jeden Morgen trägt.
Alice Springs ist eine unglaubliche Stadt, klein (ca 40 000 Einwohner), multikulti (es leben hier Leute aus aller Welt, zumindest für eine kurze Zeit), Künstler finden den Weg irgendwie auch hierhin, meistens Leute mit spezieller Ader. Im Juni findet hier ja immer das Beaniefestival statt, und viele andere Musik und Filmfestivale finden ebenfalls hier statt. Leider ist es aber auch so, dass man immer merkt, dass das Leben in Alice Springs doch sehr anstrengend sein kann, die Leute kommen, bleiben kurz und entscheiden sich meistens doch wieder zu gehen. Die Temperaturen im Winter, vorallem in der Nacht, können ganz schön tief sein (um 0 Grad Celcius) und die Häuser sind sehr schlecht isoliert und nicht immer beheizt. Die Temperaturen im Sommer sind häufig über eine lange Zeit konstant über 40 °C, was von den Bewohnern seinen Tributt fördert.
Auf unserer Fahrt gegen Western verbringen wir die erste Nacht in einer kleinen, sehr schönen Schlucht, der Roma gorge. Am nächsten Tag möchten wir auf den Mount Sonder laufen, was wir auch tun. Weil der Tag jedoch sehr windig ist laufen wir bis zum Sattel und drehen dann wieder um, bevor es uns davonwindet.
Für Ende Woche ist etwas Regen angesagt, sodass wir nicht zu rasch auf unbefestigte Strassen fahren möchten. Diese können sich bei Regen in schreckliche Schlammstrassen verwandeln, die ein normales Fahren verunmöglichen. In der Nacht auf Freitag regnet es tatsächlich und ein deftiger Wind kommt auf, wir beschliessen am Morgen dann noch eine kurze Schleife nach Palm Valley zu machen, bevor wir die Stecken nach Papunya in Angriff nehmen. Dies ist ein sehr weiser Entscheid, denn der unbefestigte Track nach Papunya ist am Tag darauf immer noch ordentlich feucht, aber nun befahrbar.
In Palm Valley waren wir auch schon sicherlich zweimal, aber diese Schlucht ist so wunderschön, dass es sich allemal lohnt den anspruchsvollen Weg dorthin erneut zu wagen. Es geht dem Flussbett vom Finke River entlang, sodass der Boden sehr sandig ist. Zum Schluss kommen steinige Abschnitte, die man befahren muss. Es ist eine langsame Fahrt. Am Ende der Schlucht erwarten einen wirklich Palmen! Wer`s glaubt: Palmen in der Wüste! Hier gibt es die sogenannte Marienpalme (Red Cabbage Palm), welche bis zu 26 Meter hoch werden kann, und ihren Ursprung im Asien vor 5000 Jahre hat. Wir sind tatsächlich alleine in dieser wunderbaren Schlucht, die Regenwolken verschwinden langsam und die Sonne beleuchtet die Schlucht, als wir unterwegs zu Fuss diese erkunden. Wir haben hier auch schon Warane an der Sonne gesehen. Heute scheint es aber noch etwas zu kalt für die Warane zu sein. Auf der Fahrt raus aus der Schlucht übernachten wir am idyllischen Flussbett vor von der untergehenden Sonne beschienenen roten Felswänden. Wir machen ein Feuer um uns etwas wärmen zu können und essen eine wunderbare Gemüsesuppe aus dem Campoven. Am Himmel erscheint der Milky Way mit dem Kreuz des Südens. Der Mond ist schon untergegangen, früh am Abend.
Nach Melbourne sind wir nach Alice Springs geflogen, wo unser Turtle auf uns gewartet hat.
Gleich am Flughafen angekommen konnten wir die Schlüssel in Empfang nehmen und das Auto stand tatsächlich auf dem Parkplatz, blitzblank und vollgetankt, so wie immer.
Auf Gepäck gewartet und ab ins Auto, Taschen rein, einsteigen und wie immer auf den richtigen Ton warten, damit wir uns wirklich in den Ferien fühlen. Schlüssel rein…aber…ausser Lärm nichts gewesen. Unser Turtle springt nicht an. Echt? Das kann nicht sein! Was ist nur los.
Kurzer Anruf mit Hilferuf an unser Geheimmechaniker. Sofort kommt seine Idee, wir sollen einen anderen Schlüssel versuchen. ? Wie bitte? Einen anderen Schlüssel? Das kann es ja wohl nicht sein: Aber doch! Wir nehmen den anderen Schlüssel und siehe da: unser Turtle springt an. Was für eine Erleichterung. Verstehen tun wir es nicht, aber im Moment egal, wir können losfahren.
In Alice Springs scheint die Sonne, herrliche Temperaturen so um 20 Grad und die Vögel zwitschern!
Wir werden wieder von allen unseren Freunden willkommen geheissen. Einige Tage verbringen wir im Hause von Sagi und Deep und der kleinen 4jährigen Eyrum. Wir werden mit indischem Essen verwöhnt: Tandoori chicken, Kadai chicken, Mah-chana Dal, Palak Paneer (zuhause frisch zubereiteter Frischkäse = Paneer mit Spinat, Mattar Paneer (diesmal mit Erbsen) und und und…ach ja klar und Butter chicken. Am liebsten würde ich hier einen Kochkurs machen über mehrere Wochen. Es gibt so vieles zu lernen und probieren: Am Sonntag Morgen gabs Kartoffel-Parathas (Rotis gefüllt mit Kartoffeln). Yummi!
Wir haben natürlich auch Regina und Brian getroffen. Unsere Freunde aus der Ostküste, die nun seit ca 15 Jahren mit ihrem Defender durch Australien reisen und immer wieder einige Wochen finden, um Europa oder Asien zu bereisen. Den Sommer verbringen sie meistens in Tasmanien, den Winter sehr gerne in und um Alice Springs. Campen mit ihnen macht immer Spass!
Nun mussten wir doch noch herausfinden, weshalb unsere Autoschlüssel zwar die Türen am Auto öffnen können, aber das Auto nicht starken können. Komisch oder?
Schlussendlich muss es so gewesen sein, dass diese Schlüssel vom örtlichen Schlüsseldienst deaktiviert wurden, nach einem Vorfall vor zwei Jahren. Nach unseren Ferien 2023 haben unsere Freunde, die zum Turtle schauen, Bruce und Tash, unsere defekte Windschutzscheibe auswechseln wollen. Dafür haben sie das Auto zum Windschutzmechaniker gebracht. In der Nacht wurde jedoch bei diesem Mechaniker eingebrochen und alle Autoschlüssel wurden gestohlen, zum Glück nicht die Autos!
Nach diesem Vorfall wurden alle Schlüssel deaktiviert. Scheinbar. Wie auch immer. Der langen Rede kurzer Sinn nach zwei Wochen hin und her und verschiedenen Versuchen und immer wieder das Problem auf Morgen zu verschieben, haben wir nun neue Schlüssel, die funktionieren. Dies ist für uns der definitive Ausschlag für uns, uns auf den Weg zu machen.
Wir verlassen nun Alice Springs, verbringen einige Tage in den West MacDonnell Ranges und fahren dann langsam los Richtung Westen. Wie wir auf diesem Weg Verbindungen haben werden, wissen wir nicht so genau.
Hallo Zusammen
Wir haben Melbourne erreicht und nach ein paar Tagen war der Abschied auch schon wieder da. Doch es waren wunderbare Tage bei unseren Freunden in Melbourne.Wir wurden nach indischer Art bekocht und einfach nur verwöhnt. Dabei ist doch mein grosses Ziel etwas an Gewicht zu verlieren. 😊.
Wir hatten auch die Ehre einen neuen Unterstand im garten einzuweihen. Das war eine kurze Nacht.
Auch Ausflüge wurden gemacht. Wir waren am Meer, dass wir so vermisst haben, aber auch etwas im Hinterland in den kleinen Bergen.
Nun sind wir in Alice und bereiten unseren Turtle vor. Das Auto wurde hervorragend präpariert, nun geht es darum, es auch noch mit anderen Sachen zu vervollständigen. Vieles wurde bei anderen Trips, schon ziemlich strapaziert.
Natürlich wird auch hier vieles mit Freunden unternommen. Eigentlich vergeht die Zeit unglaublich schnell. Alle haben so viele Projekte schon realisiert, die es zu bestaunen gibt. Aber es werden auch gleich neue Träume geschmiedet…….
Und Entschuldigung für das späte Melden, unser Server ist auch etwas in die Jahre gekommen. Wir hoffen er hält durch. 😊
Es ist soweit. :-)
Es geht an das nächste Abenteuer in Australien. Der Start ist die Gary Junction Road, und das in einem Tempo das noch niemals jemand gemacht hat.
Die langsamste Fahrt die es jemals gab :-)
Turtle like
Wir waren wieder einmal in der Heimat von Raquel. Dieser Ort ist in Galizien in der nähe von Orense. Der Ort ist etwas abgelegen, also genau unser Ding. Wir durften etwas zu dem Haus schauen und ein paar Umgebungsarbeiten erledigen, Eigentlich habern wir Zeit für unsere Zukunft investiert. Man weiss ja nie was kommt :-).
Natürlich gab es auch ein paar Ausflüge in die Umgebung. Eogentlich war es etwas ErHolung für unsere grosse Anstehende Reise. Davon später :-)
Schon sind die Ferien wieder vorbei, höchste Zeit zurück zu schauen. Und die schöne Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen.
Zuerst einen herzlichen Dank an Dimos. Dimos hat uns diesen Ort beschrieben und uns einen einmaligen Support gegeben. DANKE. Auch für die wichtigsten griechischen Wörter. Efcharistó
Athen haben wir an den griechischen Ostern erreicht. Natürlich ist alles Geschlossen, von den Restaurants bis zu der Akropolis. Der einzige Vorteil, alle Griechen haben Athen verlassen. Die Metro war wie ausgestorben, und die Akropolis haben wir wunderschön von einem benachbarten Hügel bestaunen können.
Zu dem Thema Essen, Pizza wird auch in Griechenland geliefert 😊.
Nun aber weiter, Richtung Halbinsel Peloponnes. Auf dem Weg haben wir bemerkt, es gibt ja Berge in Griechenland. Und die sind auch wunderschön. Wälder und schöne Bergformationen, in dem ein verträumtes Bächlein seinen weg sucht.
Weiter Richtung Süden waren wir so schnell, dass uns sogar eine Landschildkröte begrüsst hat, ui war die schnell. 😊
Wir nehmen an, sie war auf der Flucht vor den vielen Schlangen. Zu diesem Thema möchte ich nur sagen: Jeder der uns immer wieder warnt, wie viele Schlangen es in Australien gibt, der soll zuerst einmal Griechenland besuchen. Wir haben an einem Tag, 8 Unterschiedliche Schlangen entdeckt!
Wir durften das ländliche Griechenland bewundern. Oliven Plantagen, Orangen Plantagen oder was sonst so alles wächst an der herrlichen Sonne. Die Strände waren sandig, aber auch meist steinig. Dafür war das Wasser so klar, einfach Hammer. Und vor allem, ohne Haie. 😊. Es hat mich sogar überzeugt, dass ich mich in das wirklich, kühle Nass begeben habe.
Die Griechen selber waren so etwas von Verständnis voll, und hilfsbereit, das hat mich schon fast beschämt.
Ach ja, unsere Unterkunft. Der Inhaber ist ein Grieche, der in Australien aufgewachsen ist. Da kann ja gar nichts mehr schief gehen. Die Unterkunft war einfach nur WOW.
Nach dieser Zeit im Süden und ein paar Ausflügen geht es wieder Richtung Norden an der Westküste entlang.
Diese Küste ist eher Touristisch und erschlossen, aber der Strand vor unserem Hotel war so etwas von Leer und wunderschön, wir wollten gar nicht mehr weg von dort.
Ich denke die Fotos sprechen für sich.
Bitte gebt acht auf Griechenland, ein Land das noch nicht überall dem massen Tourismus erlegen ist…………
Auch dieses Jahr war es Raquel und mir wieder möglich eine Reise nach Australien zu organisieren.
Die Vorfreude war gross, endlich wieder unsere Freunde in Australien zu treffen.
Die Ferien beantragt, Visa organisiert und den Flug gebucht und los ging's.
Das Ziel war Alice Springs. Hier wartet unser Turtle wie jedes Mal auf uns, um uns an die schönen Orte in Australien zu bringen.
All das wäre nicht möglich ohne unsere tollen Freunde. Sie kümmern sich um unser Auto, zeigen uns die wunderschönsten Plätze um Alice Springs, oder verwöhnen uns mit Ihren Kochkünsten. An alle unsere Freunde einen herzlichsten Dank.
Nach einer Woche Vorbereitung, und einkaufen, oder besser gesagt Auffüllen unseres Turtles, fuhren wir los, Richtung Diamantina Nationalpark.
Zu dieser Zeit findet wie jedes Jahr der „Finke Dessert Race“ statt. Zu diesem Event treffen sich alle Rally Fans von Australien. Also wollten Raquel und ich Alice verlassen um diesen Trubel aus dem Wege zu gehen. Wir fuhren über den Plenty Highway Richtung Osten nach Queensland. Zu unserem Erstaunen wurde diese Straße extrem verbessert. Der Plenty Highway wurde fast bis nach Queensland geteert. Somit ist diese Straße extrem begehrt um von Queenslands in das Red Center nach Ellis zu fahren. Doch es gibt immer noch auf dieser Strasse, tükische Stellen. Sogenannte „Bull Dust“ Löcher. Eine dieser Stelle wurde einem Motorradfahrer zum Verhängnis er stürzte schwer. Beim Eintreffen an diesem Unfallort konnten wir unseren Beitrag leisten. Nach 6 Stunden wurde Jim von den Royal Flying Doctors abgeholt und nach Mont Isa geflogen.
Auf dem Weg zu dem Diamantina Nationalpark erfuhren wir dass dieser noch geschlossen sei. Trotzdem fanden wir einen schönen Weg, um uns wenigstens dem Nationalpark zu nähern. Zu unserem Erstaunen waren die Straßen jedoch offen und wir konnten den Park durchqueren. In diesem Park befindet sich ein Nadelöhr des Diamantina Flusses. Hier sammelt sich das ganze Wasser. Aus diesem Grund, ist zu dieser Zeit, dieser Fleck ziemlich grün und es hat sehr viele Vögel.
Wir genossen ein paar wunderschöne Tage.
Aber die Zeit läuft. Langsam haben wir uns auf den Weg zurück nach Alice Springs gemacht.
Auf dem Weg nach Osten und wieder zurück in das Red Center haben wir wieder sehr schöne Camping Spots gefunden.
Auch die Zeitung Alice Springs herum, haben wir immer wieder schöne Spots gefunden. Man müsste meinen nach so vielen besuchen kennen wir die schöne Orte um Alice. Erfreulicherweise werden uns immer wieder neue Flecke gezeigt die wir genießen dürfen mit unseren Freunden.
Der Abschied von Alice Springs fiel uns dieses Mal ziemlich schwer.
Wir kommen wieder, versprochen…………
Die Zeit vergeht einfach zu schnell. Es ist doch schon wieder mehrere Wochen her, dass wir wieder zurück sind in der Schweiz. Höchste Zeit ein paar Worte und Fotos von unserem letzten Australien Aufenthalt zu veröffentlichen.
Es war der kürzeste Trip von allen. Wir durften drei Wochen Alice Springs und unsere Freunde geniessen. Auch hier, der letzte Trip war schon wieder 2 Jahre alt. Also höchste Zeit nach Down-Under zu gehen.
Einiges hat sich geändert, aber einiges ist so geblieben, wie wir es in Erinnerung hatten. Unser Turtle zum Beispiel hat sich nicht verändert. Treu und standhaft hat er uns herumgefahren. O.K, einen Plattfuss haben wir uns gegönnt, und auch einmal einbuddeln im Sand war dabei.
Unsere Freunde haben echt alles gegeben. Super feines Essen und herrliche Grill Abende in der Natur.
Auch wen es «nur» drei Wochen waren, Jede Minute war es Wert.
Wir sind bereit für den nächsten Trip………..
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Wir haben einfach ein Lächeln im Gesicht
Unglaublich, ein Jahr schon wieder vorbei. Wir haben dieses Jahr viele gemütliche Tage im nahen Ausland so wie in der Schweiz verbringen können. Ganz nach unserem Motto: Das "wie" und das "wo" ist nicht so wichtig, Hauptsache man macht es, und das mit Genuss!!
So bleibt uns nur noch allen frohe Weihnachten und gesunde Tage im 2022 zu wünschen übrig.
Geniesst es..........
Wir wünschen Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Es ist wohl für uns alle eine sehr spezielle Zeit. Lasst uns das beste daraus machen, und wenigstens von fremden Ländern träumen....... :-)