Nullarbor
Der Eyre-Highway führt von Norseman in Western Australien nach Port Augusta in Südaustralien. Interessanterweise wurde diese Verbindung zwischen Osten und Westen erst Ende der siebziegern Jahre des letzten Jahrhunderts geteert. In den folgenden Jahren wurde die Strasse zunehmend benutzt, zunächst sind etwa 100 Autos oder road trains pro Tag durchgefahren, heute sind es etwa 500 pro Tag. Wir haben vorallem die grossen Roadtrains und viele Australier mit grossen Wohnwagen angetroffen. Touristen aus Übersee haben wir kaum angetroffen. Die meisten Australier fahren die Route in zwei, maximal drei Tagen. Das heisst früh aufstehen, losfahren, kleine Pausen und am Abend an einem der Raststätten campen. Man liest ja auch überall, dass die Ebene völlig langweilig sei. Nullarbor stammt vom griechischen ab und heisst "keine Bäume". Aber die Strecke, die wirklich ganz flach und ohne sichtbare Bäume ist, macht den kleinsten Abschnitt der eigentlichen Nullarborstrecke aus. Die Gegend steckt voller Geschichte, dessen Spuren überall zu sehen sind ( Telegraphenmasten, -stationen, Denkmale, Strassen, Bahnlinien,...). Zudem ist die Landschaft abwechslungsreich und spannend: Strände, Klippen, Dünenlandschaften wie zum Beispiel in Eucla. Also wir sind sicher, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt diesen Trip nochmals machen werden, aber dann der Küstenpiste folgen werden. Leider ist es noch etwas zu früh um zusätzlich von den Klippen aus zuzusehen wie die Wale auf ihrem Weg von Norden nach Süden sich gemütlich im südlichen Ozean tümmeln. Dies muss auch sehr eindrücklich sein.
Und endlich haben wir es geschafft ein Photo des beliebten Roadsigns (siehe Photo) zu machen. Diese dreiteiligen Roadsigns gibts, soviel ich weiss, nur auf dieser Strasse! nun ja! Jeder hat so seine Träume und Ziele im Leben!
In Ceduna angekommen haben wir uns wieder mit Lebensmitteln eingedeckt, unsere Reserven waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich geschrumpft, nachdem wir über zwei Wochen keine Möglichkeit zum Einkaufen hatten.
Die nächste Nacht wollten wir in Streacky bay übernachten, der Campingplatz war aber dermassen überfüllt, dass wir weitergefahren sind. Im Sceale bay conservation park haben wir wieder Mitten in den Dünen ein wunderschönes Plätzchen gefunden.
Den eigentlchen Plan noch die ganze Eyre Peninsula zu erkunden haben wir fallen lassen. Die Zeit wird langsam knapp und wir möchten unbedingt die Flinders Ranges in Ruhe geniessen können. Deshalb entscheiden wir uns für den direktesten Weg nach Port Augusta um uns dort wieder mit dem Nötigsten einzudecken, neue Pneus zu kaufen und Handschuhe zu kaufen, denn die Nächte werden langsam kalt. Die letzte Nacht vor Port Augusta haben wir auf einer Schafsfarm verbracht! Beeeh, Beeeeeh, Beeeeeeh die ganze Nacht durch und über den Zaun sind sie nie gesprungen.

 
Bilbunya Dunes
Von Israelite bay sind wir der alten Telegraphenpiste ( old telegraph track = OTT ) Richtung Norden gefolgt. Aktuell war diese so ziemlich in Ordnung, meistens harter Untergrund mit einigen sandigen Passagen. Bei Regen sieht das sicherlich anders aus gemäss alten Spuren. Der Track windet sich der Küste entlang durch viele kleinere und einige grössere Salzpfannen, die aber trocken sind. Auf der rechten Seite immer begleitet von kleinen Sanddünen. An der Seite des Tracks stehen noch einige alte Telegraphenstangen, die dem Zahn der Zeit zu trotzen scheinen. Sie lassen die Phantasie schwelgen, wie es wohl damals gewesen ist, als diese Stangen errichtet wurden in dieser kargen Landschaft. Sie stammen aus dem späten 19ten Jahrhundert wie auch die alte Telegraphenstation in Israelite Bay und in Eucla. Bevor diese Stationen errichtet wurden hat eine Nachricht von Sydney nach Perth 3 Wochen gebraucht um anzukommen, danach kam sie innerhalb eines Tages an. Das ist doch ein wesentlicher Fortschritt!
Nach einigen Kilometern haben wir wieder Sehnsucht nach Strand bekommen, sodass wir eine schöne Stelle zum campen in Strandesnähe gesucht haben. Hinter einer kleinen Düne direkt hinter einem wieder Mal ellenlangen Strand sind wir fündig geworden. Der Abend war ziemlich kühl, sodass wir froh waren ein kleines Feuer zu haben. Im campoven haben wir wieder fein gekocht und frisches Brot gebacken. Jetzt langsam haben wir den Dreh raus wie das Brot knusprig wird ohne anzubrennen. Der nächtliche Sternenhimmel war inmens, die Milchstrasse hell und das Kreuz des Südens magisch. Der Sonnenaufgang über dem Strand am nächsten Morgen war eindrücklich. Es ist sowieso ungewöhnlich am Meer zu sitzen und die Sonne geht hinter und nicht vor einem unter! Aber wir befinden uns jetzt ja am südlichen Ozean.
Was wir an dieser Küste unbedingt sehen wollten waren die Bilbunya Dünen. Diese Wanderdünen sind sehr hoch, wurden von den starken Winden an der Küste gebildet und sehen einfach prächtig aus. Dadurch, dass sie sehr schlecht zugänglich sind bleiben sie extrem schön und unberührt. Nur selten verirren sich hierher Fischer zum entspannten fischen. Solche vier haben wir am Strand angetroffen, als wir auf der Suche nach dem Weg zu den Dünen waren. Ganz friedlich sassen sie am Strand und haben gefischt. Aber nicht umsonst! Ihre Kühlboxen waren gefüllt mit riesigen Lachsen, red snapper, und und und. Der kleinste Fisch hat mindestens 1 Meter gemessen! Wow!
Wegen der Flut konnten wir nicht den Weg dem Strand entlang nehmen, um zu den Dünen zu gelangen. Wir sind dann weiter der Telegraphenpiste gefolgt und sind sozusagen von hinten zu den Dünen gelangt. Mitten zwischen diesen haben wir wieder gecampt. Wunderschöne Stimmung! Bevor wir am nächsten Tag weitergefahren sind haben wir noch die Dünen bestiegen. Die Aussicht von oben auf den südlichen Ozean und auf die Dünenlandschaft war wunderschön. oder einfach: wow!
Der weitere Weg zum Eyre Highway um über die Nullarbor zu gelangen war steinig aber machbar.

 
Das stille Örtchen
Die Buschtoilette - the pit oder auch dunny genannt - immer ein spezielles Erlebnis im australischen Bush! Die Bushtoilette gehört zu Australien wie der Uluru zum Red centre oder die Opera zu Sydney. Kleine meist winddurchlässige Wellblechhäuschen, die interessanterweise auch im äussersten Bush immer mit mindestens einer Rolle Klopapier ausgestattet sind. Meistens äusserst sauber, obwohl dies doch stark von den Benutzern abhängt, da sie ja nicht regelmässig gereinigt werden. Trotzdem ist man im Bush immer wieder froh, wenn man einen Dunny antrifft. Diese Dunnies gibt es selbstverständlich nur an Orten, die zum picnicen oder zum campen vorbereitet sind. Wenn man wirklich ganz im Bush campt, dann muss man schon auf die Schaufel zurückgreiffen. Dies ist aber manchmal auch ein ganz besonderes Erlebnis! Oder wer kann vom stillen Örtchen aus schon einen türkisfarbenen Strand von der Düne aus sehen, oder den milky way an einer sternklaren Nacht bewundern?
Ganz witzig war aber folgende Szene vor einigen Tagen in Esperance. Esperance ist eine mittelgrosse Stadt im Südwestenvon Australien, welche direkt am Meer liegt an einer wunderschönen Küste mit unendlich viele wunderschönen Stränden und somit immer mit vielen Touristen gefüllt. Nun auch wir sind dort gelandet. Da wir etwas spät unterwegs waren, hatten wir keine Lust mehr selber zu kochen und sind somit losgezogen, um ein Restaurant zu suchen. Wir haben natürlich auch eines gefunden, wo wir sehr feinen Fisch und Meeresfrüchte gegessen haben. Zu später Stunde nach einem feinen "long macchiatto" sind wir noch vor dem zurücklaufen auf die Toilette gegangen. Zuerst di Dame natürlich! Das ging dann auch ihne Probleme: hinter der weissen Türe war eine enge saubereToilette mit Flush und Papier, danachwie üblich Wasser um die Hände zu waschen. Nun, als Markus von der Toilette zurückkommt hat er so ein schräges Lächeln auf den Lippen. Also....hinter der blauen Türe war eine weisse Türe mit "gents" angeschrieben. Er macht die Türe auf und dahinter steht er im Garten unter einem klaren Sternenhimmel. Als getrimmter Bushgänger denkt er natürlich interessant und will gerade den Gürtel aufmachen, als er auf der rechten Seite noch eine weitere Türe sieht, erneut mit "gents" angeschrieben!

 
Paradies ohne Ende
Albany haben wir nach einem kurzen Besuch auf dem Gemüsemarkt hinter uns gelassen. Und übrigens gibt es in Australien auch ganz viele Kürbisse zu kaufen. Wir haben in dieser Zeit hier unten eine ganze Menge vorallem Butternut-Kürbisse grilliert. Und nein liebes Schwesterherz wir sind immer noch nicht orange angelaufen! von Albany sind wir nach Bremer Bay gefahren und von dort aus in den Fitzgerald NP. Dies ist ein noch sehr unberührtes Stück Erde mit wunderschönen Buchten und Sandstränden, aber auch mit drei kleinen Hügelchen, von welchen man eine wunderbare Aussicht über die gesamte Ebene hat. Leider konnten wir nur den westlichen Teil des Parkes sehen, da der mittlere Teil unzugänglich und der östliche Teil vorübergehend geschlossen wurde. An diesem schönen Sandstrand hat sogar das Fischen Spass gemacht! Ich habe Mal versucht die Angel zu schmeissen und siehe da! Ich habe tatsächlich zwei Heringe gefangen. Mit den weiteren zwei von Markus hatten wir doch ein feines Fischgericht zum z'Nacht! Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen am Strand mit den Hügeln im Hintergrund hat einmalig ausgesehen.
Auf dem Weg nach Esperance sind wir noch über Houptoun gefahren, haben dort unterwegs an einem weiteren Strand übernachtet, wo es wieder Fisch ab. Quangi Beach hatte auch einen sehr schönen Platz zum übernachten, die Wellen waren jedoch dermassen hoch und wild, dass kein fischen möglich war. Wir wollten eigentlich etwas länger bleiben, aber es hat zu regnen angefangen, sodass wir nach Esperance weitergezogen sind.
Esperance ist eine kleine Stadt mit etwa 14000 Einwohner. Die Stadt hat so alles was man benötigt um sich für die Weiterfahrt einzudecken, was wir natürlich gemacht haben. Einschliesslich ganz chicken Coiffeurs. Markus und ich sind diesmal zusammen zu der selben Coiffeuse gegangen, eine junge Dame ganz in schwarz mit rot-orange gefärbten Haaren, in Esperance aufgewachsen und welche keinerlei Angst hat mit Haien zu schwimmen ( hat sie uns erzählt ). Markus meint zu diesem gemeinsamen Besuch beim Coiffeur, dass es für einen Mann schon eine spezielle Erfahrung sei so in die Geheimnisse der Schönheit der Frauen einzudringen. Auf jeden Fall hat er seine Freude gehabt beim Zuschauen wie mir die Haare getönt wurden. Naja, also aus meiner Sicht muss ich schon sagen, dass der regelmässige Besuch bei Susanna etwas entspannender ist:-)
Nun fein herausgeputzt sind wir bald wieder weitergezogen. Immer noch in Richtung Osten. Esperance und die Umgebung ist bekannt für die schönsten Strände. Sie sind weiss, lang, unberührt und sie squeezen. Wenn man durch den Sand schlurpft, dann quitscht dieser. Anscheinend weil der Sand dermassen fein ist. Macht Spass schlurpfend durch den Strand zu laufen. Der weltbekannteste Strand ist Lucky bay im Cape Le Grand NP. Dort sollen manchmal sogar willde Kanguruhs am Strand sitzen. Wir wollten in diesem NP einige Tage bleiben und etwas laufen gehen, aber die Berühmtheit der Strände hat bewirkt, dass beide Campingplätze ausgebucht waren, obwohl es geregnet hat. So sind wir auch da weitergefahren. Ein spezielles Erlebnis war die Fahrt 22 km lang dem schönen Strand entlang von Cape Le Grand langsam zurück nach Esperance. Der Strand war ganz flach, es war ebbig, und der Strand leer wie immer.
Nun nachdem wir nicht im Cape Le Grand NP bleiben konnten,fassten wir den Plan zum Cape Arid NP weiterzufahren, ca 120 km östlich von Esperance. Wir wollten dort ein paar Tage zu verbringen, dann zurück nach Esperance fahren, uns wieder mit dem Nötigsten eindecken um von Esperance aus u fahren über die Nullarbor nach Südaustralien zu fahren. Dabei geht es um eine Strecke von etwa 1400 km! 
Nun, das war der Plan! Wie immer bei uns kam es aber anders! Auch gut! Die Strecke von Cape Arid weiter der Küste entlang gegen Osten war so schön, dass wir immer weiter und weiter gefahren sind, sodass es sich irgendwann einmal nicht mehr gelohnt hat zurückzufahren. Wir sind schlussendlich etwa 200 km östlich von Norseman auf dem Eyre Highway gestossen. Und zwar auf dem Stück Highway, das sich schimpft die längste Gerade von Australien zu sein! Ganze 146.6 km lang KEINE Kurve. 
Cape Arid ist wunderschön! Wiederum einsame Sandstrände, türkisfarbenes Meer, unberührte Landschaft und viele 4WD-Pisten zum fahren! Am zweiten Tag dort hatten wir wieder Mal einen Plattfuss, sodass wir das Rad wechseln mussten. Das ging aber ruckzuck, sodass wir bald wieder witerfahren konnten. Vor der nächsten Sandpiste haben wir angehalten um das Fahrwerk zu optimieren und Luft aus den Pneus zu lassen. Schliesslich wollen wir nicht im Sand stecken bleiben! Nun hat sich wieder eine dieser lustigen Begegnungen mit den Aussies ereignet! Als wir da so um das Auto stehen und Luft rauslassen, kommen drei Autos auf uns zugeschossen, halten kurz hinter uns an, und alle Fahrer steigen aus und kommen auf uns zu. Nach dem üblichen " hi, how are you?" haben wir herausgefunden, dass wir alle das gleiche Ziel haben: Israelite Bay. Kein Wunder, denn der Weg führt praktisch nur dorthin. Die coolen Aussies haben entschieden keine Luft rauszulassen, der Weg sei sicher soweit ok! Und los gings! Wr haben die Luft wie geplant noch fertig rausgelassen, haben sie durchfahren lassen und sind einige Minuten später losgezischt. Und wer steht keine 5 km später mitten auf der Piste mit allen Pneus im Sand eingegraben und kann weder vor noch zurück? Lustig, lustig! Wir haben dann das hinterste Auto mit der Winde rausgezogen. Nachdem der Fahrer die Luft in den Pneus angepasst hat, war die Weiterfahrt gut möglich! 
Hhmmm als Markus dann weiterfahren wollte ist das Auto nicht mehr angesprungen! ups! Die Winde braucht ja Power, und wenn der Motor nicht an ist, dann holt sich die Winde die Power von......richtig! Von der Batterie! Mist! 
Also rekapituliere: alle sind froh doch noch irgendwie losgekommen zu sein, wir sind das hinterste Auto und stehen mitten auf einer Sandpiste, und unser Auto springt nicht an. Schon seit vielen km keine Telefonverbindung mehr.....Radio sei dank! Da haben wir gedacht, wenn wir denen schon geholfen haben, dann dürfen sie uns auch helfen, was sie natürlich gemacht haben! Ben, der Fahrer des letzten Autos hat kehrt gemacht, und wir konnten die Batterie überbrücken! Im weiteren Velauf des tracks ist nochmals eines der drei Autos stecken geblieben. Zunächst haben sie es dann mit schaufeln versucht, aber bis sie sich entschlossen haben die Luft aus den Pneus herauszulassen ist nichts gegangen. Danach gings ohne Probleme weiter. Haben wir doch schon ganz zu Beginn im Offroaderkurs gelernt! Sandfahren bedeutet Luftdruck herunter auf 15 psi oder 1.2 bar! Basics! Naja, schlussendlich haben wir für die 60 km etwa 4 Stunden gebraucht! Am Strand angekommen sind wir dann alle zusammen geblieben für die Nacht. So schliesst man in Australien Freundchaften! 2 Pärchen mittleren Alters, eines davon mit einem behinderten Huhn unterwegs, welches sich seit ein paar Tagen geweigert hat zu laufen, ohne weitere Krankheitszeichen zu haben. Und dann noch ein junges Pârchen, ein Australier von der Nähe von Perth und eine "aupair"-Schülerin aus Boston USA. Der Abend hat sich zunächst ganz gemütlich entwickelt. Ein grosses Lagerfeuer wurde entfacht und gemeinsam gekocht. Dann als alles aufgestellt war hat Markus ein Bierchen genommen, und ich habe von Ben einen Rum bekommen, so einen von diesen feinen süssen Rums, die es gibt. Als ich eine halbe Stunde später, aber noch vor dem Nachtessen, einen zweiten Rum wollte, war die erst gerade geöffnete 700 ml Flasche leer! "ohoh!" dachte ich ganz spontan, aber die AustralIer sind ja standhafte Trinker. Hmmm dabei habe ich aber die Amis vergessen! Wir haben dann den restlichen Abend damit verbracht eine bewusstlose Jugendliche davor zu bewahren an ihrem Erbrochenen zu ersticken. Kein Wunder, dass wir trotz grosser Verbundenheit uns am nächsten Morgen entschlossen haben alleine weiter zu zuziehen!

 
Strände nonstop
Der Südwesten, sein Wald und das Meer. Dies könnte man so als Zusammenfassung über den ersten Teil des Südwesten stehen lassen. Aber dann wâren wir der Gegend doch nicht ganz gerecht geworden. Es gibt nämlich noch ganz viele Weinberge! Wir haben zufälligerweise sogar auf unserer Irrfahrt durch das Land die Besitzer einer der Weinberge von Margaret River kennengelernt. Ihnen gehören die Weinberge von Rockfield Estate Vinyard. Im Leeuwin-Naturaliste NP haben wie einerseits eine wunderschöne Waldlandschaft und andererseits wunderschöne, wilde Strände angetroffen. Leider war das Wasser zum baden und schwimmen viel zu kalt. Oder vielleicht auch zum Glück, denn so kann man dem gefährlichen Wasser besser widerstehen. Vor einigen Tagen wurde in der Nähe ein junger Mann von einem weissen Hai zerrissen! Es ist schon fast unwirklich, dass so schöne Strände soooo gefährlich sein können! In Augusta haben wir sogar Fisch zum z' Nacht gehabt! Und am nächsten Morgen bevor wir losgefahren sind haben wir wieder Mal einen so richtig feinen Capuccino vom Italiener geniessen können.
Richtig spannend wurde es auf dem Weg zum D' Entrecasteaux NP. Unterwegs mitten in einem Wald taucht plötzlich eine Sanddüne auf. Und die Strasse hat mitten durch die Düne geführt! Interessant und spassig, aber nicht für jedes Auto möglich. Wir haben es aber sowohl hin wie auch wieder zurück mit Bravour gemeistert! Vom Strand her haben wir zugeschaut wie andere Ihre grosse Mühe damit hatten über die Düne zu kommen! Was wir auf der anderen Seite der Düne angetroffen haben war auch wunderschön. Wieder einmal ein grosser, unberührter, kilometerlanger Sandstrand. Und das witzige daran war, dass an diesem Tag ein Auto neben dem anderen am Strand stand, davor jeweils 1-2 Fischer mit jeweils wiederum 1-2 Fischerruten am fischen. In der Hand natürlich jeweils ein Bierchen. Am Abend haben wir sogar einen wunderschönen Lachs geschenkt bekommen. Der war auch superfein! Den Abend haben zusammen mit Jason, Todd und John aus Bunbury verbracht, welche zusammen zum Fisch-Wochenende dort campten. Hier haben wir auch den Oz-pig kennengelernt. Wer Lust hat kann das mal googeln, ist eine australische Art von Schwedenofen, aber für unterwegs. Ganz clever! Und ich bin fast sicher, dass wir früher oder später so eines haben werden. Ich kenne da jemanden, der ganz begeistert war!
Der Wald ist hier etwas speziell. Man hat hier das Gefühl, dass überall Wald ist, aber in Wirklichkeit ist nur 1% der Fläche von Australien bewaldet, was insgesamt nicht gerade viel ist! 
Der Wald hier im Südwesten besteht vorallem aus Karri-, Marri- und aus Jarrah-bäume. Dies sind alles Eukaliptusbäume, die sehr gross und alt werden. Die Höchsten werden etwa 90 Meter hoch. Früher hat man einige dieser hohen Karribäume als Aussichtspunkte gebraucht um zu schauen, ob es irgendwo brennt. Einige dieser Aussichtstürme wurden nun für Touristen freigegeben. Als wir dort waren hat es geregnet, sodass die Sprossen zum klettern ziemlich rutschig waren, sodass wir uns nicht getraut haben rauf zu klettern!
Ostern haben wir ganz gemütlich im Shannon-NP verbracht. Mitten im Wald haben wir gecampt und einige Spaziergänge gemacht und ganz nette Australier kennengelernt mit denen wir viel Zeit verbracht haben. An der Küste war so ziemlich alles ausgebucht, was irgendwie buchbar ist. An Ostern gibt es ein verlängertes Wochenende und die halbe Bevölkerung von Perth wandert mit Zelt oder Wohnwagen, mit Boot und Fischerrute in den Südwesten. Kennen wir ja auch! Ostern wird ja bei uns im Tessin gefeiert!
Nach den Tagen im Wald haben wir uns wieder auf die Küste gefreut - Bancsia camp - Parry beach - Shelley beach - Albany. Fast unmöglich zu sagen, welcher Strand am schönsten ist. Überall weisser Sandstrand, immer kristallklares Wasser, türkisfarben, ab und zu werden die Buchten von Delfinen besucht. Herrlich!
Beim campen am Shelley beach haben wir eine junge Schweizerfamilie kennengelernt, die seit zwei Jahren in Perth lebt und auch unterwegs im Südwesten waren um die Osterferien zu verbringen.
Und dann haben wir natürlich noch Annelies vom Emmental kennengelernt: sie hat mit ihrem englischen Ehemann zusammen einen Laden eröffnet mit dem interessanten Namen Choco late Swiss Annies's finest chocolates! Naja ihr kennt ja Markus! Da mussten wir hin und "Annie" ist wirklich cool. Schade, dass es nicht viel mehr feine Schoggi gibt, sondern eher ein wild durcheinander gewürfeltes Sortiment von Schoggi, Bier, Wein, Konfi und Likör.

 
Happy Easter
Wir wünschen Euch allen schöne Ostertage, und viel Spass beim  Eier suchen.
 
Kookaburra
Kein Vogelruf ist für Australien typischer als das schallende Gelächter des Kookaburras. Es ertönt vor allem in den Morgen- und Abendstunden und stellt das "gewöhnliche" Gezwitscher der anderen Vögel weit in den Schatten. Der ungewöhnliche Ruf dient der Territoriumsmarkierung, weshalb Kookaburras aus angrenzenden Territorien oft in das Gelächter einfallen. Kookaburras leben streng territorial. Jeweils ein Pärchen samt Nachwuchs beansprucht das Gebiet. Nachdem die Jungen flügge geworden sind, bleiben sie bis zu vier Jahren bei den Altvögeln, um bei der Territoriumsverteidigung und der Aufzucht nächster Generationen zu helfen. Kookaburras gehören zu der Familie der Eisvögel und ernähren sich von Insekten und Kleintieren wie Schlangen, Skinken und Mäusen. Sie sind aggressive Jäger und furchtlose Essensdiebe auf Picknickplätzen und Campsites. Sie werden bis 45 cm gross. Das haben wir auf einer der Campsites im Leeuwin-Naturaliste NP im Südwesten live erleben können. Beim "z' mörgele" hatten wir grossen Mühe unser Essen zu verteidigen. Ein kleines Stück Brot, welches uns runtergefallen ist, wurde promt vom frechen Vogel geholt, zwischen den Beinen hindurch! Aber dafür konnten wir einige schöne Fotos machen!

 
Perth
In Perth angekommen haben wir schon Mal kurz Panik bekommen als wir die vollen Strassen und die vollen Caravanparks gesehen haben, sodass wir kurzum witer nach Fremantle gefahren sind. Dort haben wir einen Campground fast am Strand gefunden, wo wir zwei Nächte gebucht haben. Gleich am ersten Abend haben wir natürlich einen Spaziergang am Strand gemacht und gewartet bis die Sonne am Horizont verschwindet, als wir in der Bucht zwei grosse Delfine gesehen haben! Sooooooo schön!
Am nächsten Tag haben wir Tim besucht. Das ist der Verkäufer, der uns das Auto verkauft hat. Naja der typische Verkäufer eben: aus den Augen, aus dem Sinn! Und immer ein "no worries" auf den Lippen, alles ist möglich und kein Problem....bis zur Unterschrift, nachher müsst ihr selber schauen! Naja. Er hat damals im Dezember für uns die Autonummer beim Vekehrsamt organisiert, welche Ende März nun abläuft und neu einbezahlt werden muss. Er hatte uns angeboten die Bezahlung zu übernehmem, sobald die Rechnung zu ihm kommt (da wir keine fixe Adresse in Australien haben). Danach wollte er uns eine Mail schreiben, damit wir ihm die Kosten überweisen können. Nun ja! Wir haben nichts von ihm gehört, sodass wir vorbeigegangen sind. Und dabei ist herausgekommen, dass niemand eine Rechnung bekommen hat und eigentlich keiner sich gekümmert hat. Wie gesagt: aus den Augen, aus dem Sinn! Wir haben ihm eine Flasche Wein vorbeigebracht - und auf die Frage, ob er Rotwein trinke, war seine, für Verkâufer so treffende Antwort: "ich trinke alles!"
Etwas vor Wut kochend und mega entnervt haben wir uns auf den Weg zum Strassenverkehrsamt gemacht. Dies um 15:00! ich hab mich schon gesehen, wie wir die ganze Woche in Perth sein müssen, um dies zu erledigen. Zum Glück war das Amt gerade um die Ecke! Dort Mal ne Nummer ziehen: J 252! und dann mal warten! Aber gestaunt haben wir, als wir doch schon etwa 40 Minuten später aufgerufen wurden. Und nun alles auf Englisch erklären! Da fragt die nette Dame am Schalter: Seit wann leben sie denn nicht mehr in Kununurra? In Kununurra? Naja eigentlich haben wir noch nie da gelebt! Hhhmmmm da blinkt bei Markus ein Lämpchen auf! Ja, genau! Damals im Jahr 2009 haben wir dort eine Vekehrsbusse bekommen, weil Markus sich kurz nicht angeschnallt hatte! (schön saftige 500 AUD!). Zum Glück haben wir damas die Busse beglichen, sons hätten wir womöglich jetzt Probleme gehabt! Also langer Rede kurzer Sinn: wir konnten die Rechnung direkt beim Strassenverkehrsamt begleichen und trotzdem weiterfahren! Ufff! Zur Belohnung gabs danach eine feine Pizza am Strand. Und am nächsten Tag: nichts wie los! Weg von der Stadt!

 
Holland Track
Nach Kalgoorlie sind wir dem "green trail" gefolgt und zunächst zur Cave hill nature reserve gefahren, wo wir dann auch gecampt haben. das ist eigentlich nichts anderes als ein riesiger Granitstein, der einfach so in der Gegend steht. Der ist so riesig, dass sie früher um Wasser zu sammeln Dämme auf dem Stein gebaut haben. Die bestehen noch. Jetzt haben die Tiere ihre Freude dran. Nach einem kurzen Abstecher beim Burra Rock Conservation park (auch ein grosser Granitstein mit Damm drauf) und zu einem feinen Kaffee in Coolgardie sind wir zum Victoria Rock Nature Reserve, wo wir wieder Mal feines Brot backen konnten. Leider hat es in der nächsten Nacht angefangen zu regnen - dies noch so als Abschweife vom Zyklon Lua, welches am Tag zuvor als Kategorie 4 Zyklon durch die Küste gefegt hat und das Pardoo Roadhouse zwischen Port Hedland und Broome verwüstet hat. 
Nun wir hatten vor als nächstes den Holland track zu fahren. Dieser Track wurde von John Holland im Jahre 1893 gemacht als kürzeste Verbindung zwischen dem Südwesten des Landes und dem "goldenen" Land weiter im Nordosten. Nun besteht der Track nach wie vor, aber eben nur so als Piste. Und es war am regnen. Nun ja, da es nur sehr fein regnete haben wir es versucht. Der Track war zu Beginn sehr sandig und somit kein eigentliches Problem zu fahren, einige grosse Löcher haben aber die langsame Geschwindigkeit festgelegt, sodass wir nur langsam forwârtsgekommen sind. Für die ersten knappen 100 km haben wir etwa 6 Stunden gebraucht. Da das Ende noch nicht absehbar war haben wir einfach neben dem Track gecampt, immer noch im Regen. Der Abend war sehr gemütlich trotz dem Regen - und ab und zu hat ein Känguruh vorbeigeschaut. Mitten in der Nacht hat der Regen aufgehört, sodass wir am Morgen gemütlich draussen frühstücken konnten. Wir waren ganz gespannt darauf, wie der Track nach dem vielen Regen beschaffen war. Ziemlch schlammig zeigte sich. Wir sind auf dem Track mehr gerutscht als gefahren. Und für die nächsten etwa 40 km haben wir doch auch relativ lange gebraucht! Den letzten Stück des Tracks haben wir dann doch ausgelassen, nachdem wir die grossen Löcher, nun mit Regenwasser gefüllt, nicht mehr wirklich einschätzen konnten und die Pneus von einem Schlammmantel umgeben war.
Nächste Station: wave rock in Hyden. Dies ist wieder so ein Granitblock mit am einen Ende einer Wand, welche dermassen erodiert wurde, dass sie jetzt wie eine riesige Welle aussieht. Nice to see, abercdas ist auch schon alles.
Viel interessanter war der weitere Weg Richtung Perth. Dieser führt durch den Tin Horse Highway. Auf etwa 10-20 km stehen am Rand der Strasse Pferde, gemacht von den Farmer aus lauter Dingen, die auf so einer Farm rumstehen und nicht mehr gebraucht werden. Sehr lustig und teiweise künstlerisch gar nicht übel! Insgesamt sind mehr als 40 solche Pferdeskulpturen bis Kulin anzutreffen? Die allerbeste ist die mit dem Pferdelein auf dem Klo. Man achte darauf, was es liest!:-)
Damit der Kulturschock etwas kleiner wird bei der Ankunft im zivilisierten Perth haben wir noch einen letzten Zwischenstopp im Dryandra Woodland Park eingelegt, wo wir am Morgen von den schönen Stimmen von bunten Papageien geweckt wurden, und wir einen schönen Morgenspaziergang durch den Wald machen konnten.
Danach gings doch unwiderruflich wieder kurz in die Grosstadt Peth!

 
Kalgoorlie
Kalgoorlie-Boulder ist eine Zwillingsstadt etwa 600 km östlich von Perth - das Zentrum der Goldfields - Dank der Goldfunde vor etwa 100 Jahre ist die Stadt sehr rasch entstanden, und konnte ihre Bevölkerung als einzige Stadt der Goldfields auf einem konstanten (hohem) Niveau von etwa 30000 halten. Viele der restlichen Städte sind zu Geisterstädten geworden. Das schönste Beispiel dafür ist Gwalia, 2 km neben Leonora. Da stehen noch viele der alten Schuppen herum mit vielen Originaleinrichtungen. Es macht richtig Spass durch die kleinen Häser zu ziehen und die Fantasie laufen zu lassen. Wie das wohl war früher?
Die Hauptstrasse von Kalgoorlie ist immer noch von den alten Häusern umrahmt, was der Stadt einen gewissen Abenteuerzauber verleiht. Leider findet man hinter der schönen Fassaden die üblichen Läden wie überall sonst. 
Unmittelbar an die Stadt angrenzend, sozusagen "gleich über die Strasse" steht die grösste Goldmine der Welt, die sogenannte Superpit. Noch heute wird hier im Tagebau 24 Stunden an Tag, 7 Tage die Woche nach Gold gesucht - und natürlich auch gefunden. Es ist ein unwahrscheinlich grosses Loch, welches da entstanden ist und von Tag zu Tag grösser wird. Es wird geschätzt, dass das Gold noch etwa bis 2018 reicht. Hmmm und dann? Also es gibt kein Wasser, bzw das müssen sie sich von Perth via Pipeline herüberpumpen lassen, der Boden ist so ziemlich unfruchtbar, keine Agrikultur möglich. Wir sind ja gespannt was aus der Stadt wird in den nächsten Jahren!
Ach ja! Wir waren dann noch im Questa casa, dem über 100-jährigen, noch aktiven Puff. Wahrscheinlich sind wir alle mit sehr verschiedenen Vorstellungen dort rein - geboten wurde uns die Geschichte von Kalgoorlie und damit verbunden die Geschichte des Bordells über die letzten mehr als 100 Jahre! Und dies erzählt von der "Puffmutter" persönlich, die sich jedoch nicht als solches bezeichnet, dies des Gesetzes wegen. Sie "vermietet" keine Frauen an Herren für Sex, sondern sie vermietet Zimmer an Frauen, die dort drin machen können was sie möchten. Der Preis? Ca. 120 AUD die Stunde. Also dies ist der Preis, den die Frauen an die "Puffmutter" bzw an die Vermieterin bezahlen müssen! naja ich lasse dies jetzt so stehen. Übrigens es war meine Idee dort reinzuschauen, und ja! Markus hat sich sogar gelangweilt. Auch dies lasse ich jetzt so stehen!

 
Back to the roots
In Alice mussten wir entscheiden wie weiter. Ursprünglich hatten wir geplant langsam südwärts zu fahren, den Süden ausführlich zu geniessen um wieder in den Westen zu gehen. Der viele Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Alice ist eine interessante und coole Stadt, aber nachdem wir schon alle Museen abgeklappert hatten und die Strassen gegen Süden immer noch gesperrt waren, musste eine Entscheidung her! Weitere Tage (oder Wochen?)warten, auf die geplante Routen durch den Outback verzichten und die ewigs gerade Strasse - den Stuart Highway - fahren oder die Route ändern? Haben uns also für Letzteres entschieden! 
Nach einem erneuten Abstecher im Rainbow valley NP sind wir Richtung Westen gefahren. Im Rainbow valley wollten wir nach dem vielen Regen wenigstens sehen wie es aussieht, wenn sich das schöne Gestein im davor angesammelten Wasser spiegelt. Ich habe mir schon vorgestellt, von wo aus ich die schönen Photos schiessen muss! Hmmm nichts da! Kaum war die Sonne da, war auch das schön angesammelte Wasser wieder weg! Schön enttäuscht war ich da!
Naja! 
Richtung Westen fahren von Alice aus bedeutet natürlich unumgänglich Uluru zu besuchen! Was wir natürlich gemacht haben. Natürlich mit dem damit ebenfalls unumgänglich verbundenen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang! Den Untergang haben wir diesmal aber bei den Olgas verbracht! Und oh Wunder wir waren ganz alleine dort! Und es ist nicht nur die Sonne untergegangen und at dabei die Olgas in einem wunderschönen Orange leuchten lassen, sondern zur gleichen Zeit ist hinter den "Köpfen" der Mond aufgegangen! Ein sehr schönes Naturschauspiel, das wir da erleben durften.
Witzigerweise sind wir fast zu spät zum Sonnenuntergang gekommen, weil wir auf dem Weg mehrere kleine Echsen entdeckt haben, die wir bisher nur von Tierparks kannten. Die Echsen sind ganz klein und sowas von süss tappig und so megahässlich, dass sie schon wieder supercool sind! Hier heissen sie: thorny devil!
Am nächsten ganz frühen Morgen mussten wir natürlich - wie tausend andere auch - den Sonnenaufgang beim Uluru anschauen gehen. Prächtig! Und trotzdem mit bitterem Nachgeschmack da sich dort Bus an Bus reiht, um das Gleiche zu sehen! Und kurz nach einem kleinen Abstecher in die Nähe des Ulurus sind wir von den Massen geflüchtet und haben die great central road Richtung Westen in Angriff genommen. Ganze 4 Tage haben wir gebraucht um in Laverton anzukommen. Es war relativ warm, aber nicht zu heiss, und die Gegend war sehr schön und abwechslungsreich. Leider durften wir keine grossen Abstecher machen, weil dieses Land den Aboriginies "gehört" und wir nur die Erlaubnis hatten die Strasse zu benutzen. 
Im Westen angekommen haben wir und gleich wohl gefühlt! Die Gegend wird "goldfields" genannt - die Goldfelder - hier wurde Ende des neunzehnten und Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts ganz schön fleissig nach Gold gebuddelt. Die meisten Minen sind jetzt jedoch verlassen und viele kleinere Orte sind zu Geisterstädte geworden, viele der damals grösseren Orte leben jetzt nur noch vom damaligen Ruhm und vom Tourismus. da wir ja nicht gerade die grossen Historiker sind und sich die Geschichte in fast jeder Stadt wiederholt hat, sind wir zwischendurch noch zum Lake Ballard gefahren: dies ist ein riesiger Salzsee in der Nähe der Stadt Menzies, welcher vom britschen Künstler Gowlers auf eine spezielle Art und Weisebereichert wurde! Ganze 51 Skulpturen hat er auf den See gestellt. Als Vorlage dafür hat er Bewohner aus Menzies genommen, sie mit Laser gescannt und sie, leicht künstlerisch verändert, aus Eisen auf den See gestellt! 
Ups! Während dem wir hier bei Regen in einem Wäldchen gemütlich im Auto sitzen, hoppselt ganz gemütlich ein graues, grosses Känguruh durch, haltet kurz vor dem Auto an, schaut uns mit grossen Augen an - und hoppselt frisch fröhlich weiter! 

 
Alice Springs
Ich glaube, ich hatte Hunger als ich den letzten Eintrag geschrieben habe! Das heisst natürlich nicht McDonalds sondern MacDonnell Ranges. Auf unseren letzten Trips durch Australien waren wir bisher nie im östlichen Teil der Ranges. Dies haben wir jetzt nachgeholt und es war genial schön! Auf der eigentlich kurzen Fahrt dorthin war das Wetter etwas grau, aber am nächsten Tag hatten wir wunderbares Wetter mit blauem Himmel, sodass wir wieder zu Fuss auf Erkundungstour gingen. Die erste Nacht haben wir in der Trephina gorge verbracht, wo wir am Abend endlich wieder ein Feuerchen entfachen konnten. Bisher war die Feuergefahr zu gross gewesen und es war nicht erlaubt Feuer zu machen. Endlich konnten wir wieder feines Brot backen in unserem camp oven:-) (siehe Foto!). Man kann sich gar nicht vorstellen wie das Leben ohne richtiges Brot ist! Wir in Europa sind sowas von verwöhnt! Hier in Australien bekommt man zwar mindestens 20 verschiedene Arten von Toastbrot, aber KEIN richtiges knuspriges Brot! Und schon gar nicht dunkles Brot! Schrecklich! Naja wir versuchen immer wieder unterwegs unser Brot zu backen! Je nachdem wie einfach es ist Feuer zu machen wird es besser oder schlechter. Aber das Schlechteste ist immer noch besser als das beste Toastbrot!
Um Weihnachten letztes Jahr hat es hier im roten Zentrum um Alice Springs herum grosse Brände gegeben. Die ganze Vegetation hier in den Ranges ist abgebrannt und alles sieht etwas desolat aus. Und trotzdem geht eine besondere Schönheit von der trostlosen Landschaft aus. Auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt haben wir stundenlang den farbenfrohen, kleinen "bee eater" zugeschaut. Kleine schrille Vögelchen mit grünem Kleidchen und verspielt lauter Stimme, welche von Baum zu Baum geflogen sind!
In einem kleinen Nebental haben wir weitere 2 Nächte verbracht, John Hayes Rockhole genannt. Dort war der Ausflug durch die Schlucht wunderschön! Wir haben sogar die ganz scheuen Rockwallabies sehen können. Es sieht so elegant aus, wie schnell sie über die Steine entlang der Schlucht springen können. Und gleichzeit ist es ein Wunder, dass sie nicht herunterfallen! 
In der zweiten Nacht in dieser Schlucht hat es nur ein einziges Mal geregnet, durchgehend vom Abend an bis am nächsten Morgen. Wir haben im Zelt geschlafen und sind etwas nass geworden. Naja. Auch im Auto hat es etwas reingeregnet, weil das Dach leider von Kea etwas eigenartig repariert wurde. Sie haben etwas zu lange Schrauben benutzt, welche durch das Dach dringen und oben kann das Wasser bei Regen schön langsam reintropfen. Wir haben jetzt länger gebraucht um das herauszufinden, weil es ja nicht häufig regnet. Ich glaube Kea hat auch darauf spekuliert, dass Touristen nur Wege fahren, wo kein Regen fällt. Dass es aber ins Auto reinregnet muss doch schon etwas länger passieren, denn das Holz, welches das Bett ausmacht ist schon ganz langsam morsch, sodass wir uns gar nicht mehr getrauen darauf zu liegen (das ist natürlich auch der Grund weshalb wir die letzte Nächte im Zelt verbracht haben)! Dieses Problem konnten wir aber jetzt in Alice hoffentlich lösen. Silikon sei Dank! Und das Bett konnte ein Schreiner hier mit Aluminium schön verstärken! Juhu! Wir können wieder zuhause schlafen!
Nun die Fahrt hat uns danach zu Ruby gap geführt, ein unberührtes Stück Natur entlang dem Hale River, wo Pioniere vor zwei Jahrhunderten gedacht hatten, dass Rubine im Sand liegen, bevor sie danach herausgefunden haben, dass es wertlose Granate waren! In der letzten Nacht hat es um das Tal angefangen zu stürmen, sodass wir am Morgen wieder nach Alice aufgebrochen sind. Wir waren diese zwei Tage ganz alleine dort neben diesem Fllussbett und anscheinend kann das Wasser bei Regen sehr rasch fliessen, sodass es uns dort etwas mulmig wurde. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch das Flussbett trocken. In Alice angekommen hat es angefangen zu regnen....und es regnet immer noch! Alle Strassen rund um Alice, die nicht geteert sind, wurden geschlossen. Sowohl gegen Süden, Osten und Westen. Es ist somit momentan kein entkommen mehr möglich! Sehr interessant ist, dass momentan sogar Wasser im sonst immer trockenen Stadtfluss, dem "Todd"-fluss, fliesst. Zuletzt hatte dieser vor 18 Monate Wasser! Jetzt haben wir auch Mal sehen und erleben können wieso man zu keinem Zeitpunkt in einem Flussbett campen soll! Das Wasser kann innerhalb von wenigen Stunden plötzlich fliessen!

 
Alice wir kommen
Der Ausflug zum Ubirr war wunderschön, auch wenn zu Beginn etwas improvisiert. Die einzige Möglichkeit die Aussicht vom Ubirr aus geniessen zu können im wet besteht darin diese Tagestour zu buchen, welche von Aboriginies geführt wird. Am Morgen früh wurden wir vor dem Campground abgeholt. Dies um 7:00! Und dann war als erstes auf dem Programm eine Stadtführung im Auto durch Jabiru. Das ist eine kleine von der Uranmine aufgestellte Stadt mit etwa 5 Strassen! Naja, dann sind wir einmal um die Mine gefahren und wurden dann für eine Stunde in einem Visitor Center abgegeben, wo wir eine Ausstellung anschauen konnten. Naja zum Glück gabs da auch Kaffee!
Die eigentliche Tour hat erst danach begonnen. Also ausschlafen wäre auch gegangen. Zuerst mit dem Boot über die verschiedene billabongs (Wasserlöcher), die jetzt durch das viele Wasser zu einem Fluss verbunden sind. Dann sind wir zum Ubirr Gefahren wurden ,wo wir leider nur eine kurze Zeit bleiben konnten. Aber die Aussicht über die saftig grüne Fläche im 360 Grad Winkel war wunderbar!
Am Abend haben wir uns nicht getraut draußen zu kochen wegen den vielen Mücken, deshalb haben wir uns vom dortigen Restaurant verwöhnen lassen. Am nächsten Morgen haben wir dann den kakadupark mit vielen neuen Eindrücken endgültig verlassen - für dieses Mal? Eine Rechnung haben wir ja noch offen mit dem Kakadu: wir haben es immer noch nicht geschafft zu den Jim Jim falls zu fahren. Die Strasse dorthin war immer zu, wenn wir im Park waren.
In Katherine haben wir wieder unser Kühlschrank gefüllt uns sind dann an nächsten Tag in die Katherine Gorge gefahren, wo wir trotz der Hitze bis zum Black rockhole gelaufen sind. Dort konnten wir uns im oberen Pool wunderbar abkühlen und Kräfte tanken für den Rückweg. Die Aussicht über den Katherine Fluss war ganz imposant. Am Abend auf dem Campingplatz hatten wir hohen Besuch: eine ganze Horde von Känguruhs hat uns umgeben. Schön ihnen beim grasen und spielen zuschauen zu können! Hhhmmmm weniger lustig war der Anschlag auf der Toilette: großes Photo einer Python: Hallo, ich bin Esmeralda, ich lebe hier und komme manchmal Frösche jagen in diese Toilette. Habt keine Angst, lasst mich einfach in Ruhe und ich tu euch nichts! Haha! Wer' s glaubt! Ich habe den ganzen Abend keinen Schluck getrunken!
Nach Katherine hatten wir keine Lust dem Stuart Highway entlang zu fahren, sodass wir einen kleinen Umweg über Top Springs gefahren sind. Das ist eigentlich nur ein Roadhouse an der Kreuzung zwischen dem Buchanan und dem Buntine Highway. Es wurde ein wunderbar ruhiger Abend auf dem einsamen Campingplatz. Auch hier hatten wir unerwarteten Besuch, diesmal aber weniger vergnüglichen! Nach Sonnenuntergang wimmelte es von diesen schrecklich hässlichen Agakröten - wieder so eine der Katastrophen, die die Australier importiert haben. Sie wollten in Queensland die Rohzuckerplantagen vor Insekten schützen, haben die hässliche Kröte importiert und haben jetzt nichts als Probleme damit: sie hat keine Feide, vermehrt sich ungemein und ist auch noch giftig, sodass sie praktisch alle Tiere umbringt, die sie fressen! Die Süsswasserkrokodile leiden ziemlich. Und von Queensland hat sie schon ziemlich eine große Fläche erobert: sie ist schon in den Kimberleys angekommen! Schrecklich ! Aber ein ähnliches Problem haben die Aussies mit Katzen, Eseln, Dromedare, Füchse, Büffeln, Kaninchen und wahrscheinlich auch noch mit anderen Tieren!
Nach einem kurzen Abstecher in Daly waters sind wir wieder dem Stuart Highway nach Süden gefolgt. Nach den Devil's Marbles wurde uns der Highway zu langweilig und wir sind wieder etwas auf die Suche nach diesen "dirt roads" gegangen: entlang dem binn's track sind wir dann langsam nach Alice springs gefahren. Schon am frühen Morgen bei den Marbles hat Markus die Nase gerümpft wegen der Luft in einem der Hinterpneus: da schien nicht mehr ganz so viel Luft drin zu sein wie am Abend. naja, das hat sich dann natürlich auch bestätigt. Am Abend mussten wir, bzw Markus das Rad wechseln! Das allererste Mal in den vielen Monaten im Outback! Das ging auch wie am Schnürrchen! er war sogar schneller, als ich mit kochen!
Nun sitzen wir in Alice, wo unser "turtle" gestern im Service war. Alles in Allem ist soweit alles okidoki! Und nun können wir uns wieder dem Vergnügen widmen. Es geht nun los Richtung East McDonalds Ranges!

 
Kakadu und Darwin
 In Fitzroy crossing hat Markus sich über seine nun schon längere Haare beklagt, sodass wir auf die Suche nach einem Coiffeur gingen! Wir haben dann beim Visitor Center eine Telefonnummer bekommen. Wir haben auch noch am selben Tag um die Mittagszeit einen Termin bekommen: Treffpunkt war der Flughafen! Nein, nein sie müsste nicht eingeflogen werden! Sie hat dort in einem Wohnwagen gelebt. Ihr Freund ist Pilot, deshalb beim Flughafen! Und sie ist eigentlich Krankenschwester und arbeitet in Fitzroy im Spital. Und nebenbei verdient sie noch was als Coiffeuse! Naja! Markus war es nur halbwohl dabei, sie hat ihm auch noch ins Ohr geschnitten. Aber keine Angst: er sieht noch nicht aus wie Van Gogh! Liebe Angi, keine macht's besser als Du!
Die geteerte Strasse von Fitzroy crossing nach Halls Creek war etwas langweilig, sodass wir ab Halls Creek wieder eine dirt Road gewählt haben: die Duncan road, am Anfang gabs bereits wunderbare Schluchten, wo wir campen konnten, die erste Nacht in der sawpit Gorge, die zweite Nacht in der wunderschönen und einsamen morella gorge. Um in diese gorge zu fahren müssten wir die Erlaubnis der Flora Valley Station haben, denn die Gorge gehört zu ihrem Grundstück. Man stelle sich dies mal vor: einem gehört nicht nur ein Riesenstück Land, sondern man hat gerade noch die Freizeitbeschäftigung dazu: Pool und SPA in einem.
Naja einige Kilometer nach der Schlucht hat die Strasse nicht viel befahren ausgesehen: eher eng, die Seiten von Grass bewachsen und teilweise sehr rutschig, da es kurz vorher geregnet hatte: das ist bis kurz vor Ende der Strasse gut gegangen. Hmmmm und dann sagt Markus plötzlich nebendran: wir stecken fest, die Räder drehen durch. Super! Um uns herum lauter Kühe, die uns dumm angucken (will gar nicht wissen, was die gedacht haben!). Es war also kein Witz, wir saßen mit dem Auto in so einer Art Schlammpackung fest und die Räder haben keinen Halt gehabt. Am Anfang habe ich es ja noch lustig gefunden, aber mein Retter in der Not hatte keine superschnelle Lösung, sodass ich auch noch aus dem Auto aussteigen musste: ich sage nur eines: ich stehe voll auf Schlammpackungen (aber eher beim Spa in Österreich mit danach Whirlpool und Massage!).
Aber gut hat Markus beim Kauf vom Auto noch eine winch (winde) einbauen lassen: mit der konnten wir uns dann aus dem Schlamm ziehen. Irgendwie hatte ich das dumpfe Gefühl, dass die Kühe ein schelmisches Lächeln auf den Lippen hatten?!

Nach einer Nacht am Lake Argyle ( der Pool mit Aussicht über den See ist einfach nur WOW! ) haben wir noch einige Tage in Kununurra verbracht. Dort hat es leider die ganze Zeit geregnet, sodass wir nicht vieles unternehmen konnten. Wir haben sogar wieder einen Ausflug nach Wyndham unternommen, aber wir konnten an der Stadt einfach nichts schönes finden! Der five rivers lookout ist zwar da und die Flüsse sieht man, aber das Ganze sieht einfach hässlich aus, alles nur eine erneute Schlammpackung, da ja alles voller Mangroven ist und die Mündungen voller Schlamm sind. Aber interessant! Sieht anders aus Flussmündungen in Europa! 
Und auf der Gibb River Road hat der Pentecoast River wirklich ziemlich viel Wasser geführt, sodass wir uns auch nicht getraut hätten rüberzufahren. Ja, klar müssten wir schauen gehen! wir glauben schliesslich nicht alles was die Polizei sagt!
Auf dem Weg nach Katherine waren leider alle möglichen Abstecher gesperrt wegen dem Hochwasser (keep river NP, Flora River Conservation Park, Gregory NP). Wir haben also Western Australia verlassen und sind ins Northern Territorium rüber. In Katherine wollten wir die hot springs, eine heisse Quelle nben dem Katherine river genießen. Hmmmmm die waren vom Fluss eingenommen worden, der Fluss ist über die Ufer getreten und hat die hot springs überflutet. Jetzt dort zu baden wäre Selbstmord! Im Katherine river hat es die gefährlichen Salzwasserkrokodile! Auf dem Weg zurück haben wir am Ufer ein klitzekleines megasüsses, schwarzes Kätzchen mit megablauen Augen gesehen, das ganz einsam und verlassen spazieren ging. Ob das noch lebt oder ob es als Häppchen für ein Kroko geendet ist? 
Auf dem Weg nach Darwin mussten wir natürlich wieder einen Abstecher zum Kakadu NP machen: jetzt in der wetseason sind zwar fast alle Strassen gesperrt, da unter Wasser, aber die Dinge, die man sehen kann sind umso intensiver. Die ganze Vegetation sprüht vor Leben, alles ist grün und überall liegt Wasser. Es wimmelt von Vögeln, aber natürlich auch von Krokodilen. Viele Dinge kann man nicht sehen, aber andere Dinge beginnen erst jetzt zu leben: dort wo sonst kein Wasser ist fallen jetzt prächtige Wasserfälle, dort wo nur Steine standen gibt es jetzt gemütliche erfrischende Pools, in denen man natürlich nur baden kann, wenn es keine Krokis drinn gibt! Also immer sich vorher vergewissern oder aber sein lassen!
Natürlich haben wir wieder unsere heiß geliebte Yellow River Cruise gemacht, diesmal die kurz vor Sonnenuntergang. Hhmmmm eindrücklich wie hoch das Wasser stand und wohin das Wasser reichte, aber Tiere haben wir viel weniger als sonst gesehen. Meiner Meinung nach, weil jetzt überall Wasser ist verteilen sich die Tiere auf eine viel größere Fläche. In der Nacht auf dem Campingplatz hat mich noch Markus geweckt und ganz aufgeregt gesagt, dass draußen eine Horde wilde Pferde durchrennt, oder habe ich das geträumt?!
Übrigens waren auch hier im Kakadu wir jeweils die einzigen Camper, nicht aber die einzigen Besucher. Die anderen Besucher haben allen in vollklimatisierten Hotelräume übernachtet! Pöh! Wir wollten auch diesmal wieder auf den Ubirr, ein Teil des Escarpments vom Arrhemland. Leider stehen jetzt aber die Strassen dorthin unter Wasser, sodass wir nicht mit dem eigenen Auto hin konnten. Die einzige Möglichkeit zu dieser Jahreszeit auf den Ubirr zu gelangen ist via einer Tour von Aboriginies geführt, welche einen mit dem Boot über das viele Wasser fahren. Hmmm haben wir gemacht, müssten aber eine knappe Woche warten, da bis dahim die Touren ausgebucht waren, oder aber ausfielen. Na gut! Wir haben aber die Wartezeit nicht im mückenverseuchten Kakadu, sondern in Darwin verbracht. Dort haben wir einfach etwas rumgelungert und ganz viel am Pier gefischt. Dabei hat Markus auch einen wunderbaren Hai gefangen (siehe Foto!). Übrigens falls jemand mal Lust hat Digdemusik zu hören : unbedingt hörenswert: emdee alias Mark Hoffmann. Wollten in Darwin in einem kleinen Didgeridooladen unbedingt wieder eine CD von ihm holen, denn von der Schweiz aus hatte ich es bisher nicht geschafft. Auch nicht via amazon! Aber ach du Schreck! Der Laden war weg und keiner konnte uns sagen, wo wir CDs von ihm bekommen. In dem einzigen CDladen der Stadt im Stadtteil Casuarina haben sie ihn nicht einmal gekannt! Da hat Markus wohl zum Spass gesagt, ich solle ihm eine Email schreiben. Na gut! Gesagt, getan! Und ein halber Tag später habe ich bereits die Antwort: bin Dienstag und Mittwoch in Darwin, würde mich freuen euch zu treffen. Wwwwwaaaass? Öhm naja eine CD hätt's auch getan, bin schließlich kein Grouppie! Jetzt ein Rückzieher wäre ja auch doof! Naja, es war auf jeden Fall sehr angenehm ihn kennenzulernen und die CDs haben wir jetzt auch! Aber hört's euch doch selber mal an! (http://www.rawdidge.com/)

 
Norden erreicht
Nun nach Tom Price war unser Plan via Newman nach Marble Bar zu gelangen, also via der Inlandroute. Kurz vor Newman hat es jedoch angefangen zu regnen - und es hat die ganze Nacht wie aus Kübeln geschüttet, sodass die Strasse über Nacht unpassierbar wurde und am frühen Morgen vor unserer Nase geschlossen wurde. Nun mussten wir trotzdem den Küstenweg wählen und einen Stück der Strecke somit wieder zurückfahren. Die Fahrt zurück war jedoch eindrücklich - viele der floodways, die am Vorabend trocken waren standen nun unter Wasser, ein großer Lastwagen ist auf der Strecke, auf einer Seite stecken geblieben. Eindrücklich wie schnell das Wasser hier alles unpassierbar machen kann. Wieder bei Sonnenschein sind wir dann am Abend in Port Hedland angekommen. Dort haben wir auf dem Campingplatz erfahren, dass vor der Küste sich ein "Tief" zu einem Zyklon zusammenbraut, und dass in der Nacht starker Wind erwartet wird. Hhhmmmm warten? Weiterfahren? Norden oder Süden? Von Osten sind wir ja schon gekommen, da ist nix als Wasser, im Süden ist die Hauptverkehrsachse wegen einem Buschbrand in der Gascogne gesperrt! Na dann nix wie ab in den Norden! Haben uns entschieden noch am gleichen Abend loszufahren. Ursprünglich wollten wir noch am Cape Kerauden campen, aber dies war zu diesem Zeitpunkt zu riskant, sodass wir weitergefahren sind. Schlussendlich haben wir auf dem Parkplatz vom Sandfire Roadhouse geschlafen. Es hat etwas geregnet, aber sonst haben wir soweit oben vom Zyklon "Heidi" nichts mehr mitbekommen.
Die nächsten paar Tage haben wir dann friedlich - aber doch noch mit einigen mm Regen in Port Smith verbracht. Dort hüpfen auf dem Campingplatz immer einige Känguruhs rum und amüsieren die Gäste, also diesmal uns...wir waren die einzigen Gäste in dieser feuchten Zeit. In den wenigen Momenten, wo der Regen aufgehört hat ist Markus in die schöne Lagune fischen gegangen. Ich habe mir in der Zwischenzeit Einfallen lassen, was wir ohne Fisch zum Nachtessen kochen sollen! Am zweiten Abend hat Markus beim Heimkommen wohl so enttäuscht ausgesehen, dass wir ein großes feines Barramundifilet vom Campingsplatzbesitzer bekommen haben! Mhhhmm das war super fein! leider hat sich unser Fischer statt Fische in der Lagune einige Mückenstiche geholt, die ihm ein paar schlaflose Nächte bereitet haben!
In Broome haben wir dann wieder die Annehmlichkeiten einer Stadt genossen: im Pool des Campingplatzes haben wir die vielen Mückenstiche nicht mehr so gespürt, am Abend der immer wieder wunderbare Sonnenuntergang am Cable Beach, dabei einen wunderbar zubereiteten grillierten Barramundi geniessend. In der stadteigenen Brauerei ein kaltes Bier - Matson's machen ganz spezielle Biere - da hab ich sogar ein Bier getrunken - ein Mangobier. Durststillend und fein im Abgang:-)
Aber lange haben wir es nicht ausgehalten in der Zivilisation, da sind wir gleich auf die Dampier Peninsula abgedüst. Erster Halt in Middle Laggon, eigentlich ein Campingplatz von Aboriginies geführt, wir wurden aber von einem blonden Lebenskünstler empfangen. Wir waren wieder Mal die einzigen Gäste, sodass wir auch den schönsten Platz auswählen konnten, direkt oberhalb eines Hügelchens mit Aussicht über die ganze Bucht. Das Nachtessen bei Sonnenuntergang über der Bucht war schon fast etwas kitschig! In der Nacht hat es dann ziemlich geregnet, sodass es am frühen Morgen leider nur so von Mücken gewimmelt hat, sodass wir nach einem kurzen Frühstück ziemlich rasch weitergezogen sind.
Auf der Suche nach unserem kleinen Paradies Cape Leveque mussten wir aber sehen wie sich die Dinge so langsam verändern. Verglichen mit unserem ersten Besuch vor 4 Jahren ist nun die Strasse von Middle Lagoon aus bis zum Cape Leveque asphaltiert, es gibt beim Eingang zum Cape ein neues sehr modernes Restaurant, welches aber nur von April bis Oktober offen hat, während der Hauptsaison. Fast täglich werden Touristen zum Morning- oder afternoontea eingeflogen, welche nach einem kurzen Rundgang und einer Abkühlung am Strand weiter fliegen Richtung Horizontal Falls und dann wieder zurück nach Broomye.
Der erste Tag war wunderschön bei Sonnenschein und Baden am Strand, hier soll es KEINE Krokodile und KEINE Box-jellyfish geben! Gute Möglichkeit vom Strand aus zu fischen ( schon wieder keiner angebissen! ). Sonnenuntergang am Western Beach. Wir haben uns entschieden einen der schönen Shelters direkt am Strand zu nehmen, damit wir tagsüber Schatten haben. Am Abend haben wir unser kleines Zelt aufgestellt, damit wir freie Sicht zu den Sternen haben. Wunderbar! der Sternenhimmel voll und im Osten ganz weit weg in den Kimberleys ein spannendes Wetterleuchten. In der Nacht hatten wir dann Besuch von einigen grünen Fröschen (treefrogs), die versucht haben unser Zelt zu erklimmen. 
Und plötzlich: "kawummm"! Und der Sturm ist da und zwar mit solch einer Wucht, dass wir das Zelt kaum halten konnten. Ist noch ein spannendes Gefühl so in einem Zelt zu fliegen:-). Innerhalb von Sekunden mussten wir unser Zelt und uns ins Auto retten. Von dort aus hat dann das ganze Gewitter spannend ausgesehen. Unendlich lange und helle Blitze und Donner, die man mehr gespürt als gehört hat. Nach wenigen Stunden war der Spuk vorbei und alles konnte in Ruhe trocknen und wir wieder den Tag im Paradies geniessen.
Ein weiterer sehr schöner Ort auf der Peninsula war der Quondong Point an der Manari Road. Wieder ein langer Sandstrand, friedlich und einsam. In den Monaten Mai und Juni kann man von hier aus zuschauen wie die großen Wale von Norden nach Süden ziehen. 
Der Abstecher nach Derby war nur kurz um einzukaufen und den coolen Jetty erneut zu sehen. Es war zu diesem Zeitpunkt nicht viel los in Derby. Die Einwohner haben die Stadt wegen den hohen Temperaturen und den häufigen Sommergewittern verlassen und sind in den Süden in die Ferien oder die Familie besuchen. Baden kann man hier im Meer nicht wirklich, einerseits wimmelt es hier nur so von Salzwasserkrokodilen und andererseits ist das Wasser dermassen braun und schlammig, dass es gar nicht einladend wirkt. Der King Sound (Bucht vor Derby) ist umgeben von Mangroven und Derby hat eine der höchsten Gezeiten der Welt (an zweiter Stelle nach Kanada), was das schlammige Wasser erklärt. Einzige Neuigkeit in Derby: ein schön großes neues Visitor Center mit vielen interessanten Informationen über die Umgebung. Dort gabs auch die neuesten Infos zu den Strassenverhältnissen: die Gibb River Road war noch offen, wenigstens teilweise, auf jeden Fall bis zur Kalumburu Road. Der letzte Teil war gesperrt, weil die Durchfahrt durch den Pentecoast River nicht mehr möglich ist. Naja die Gibb river Road haben wir ja schon einmal gemacht. Und die Strasse selber ist nicht das Highlight, sondern die Schlluchten, die man unterwegs anschauen kann. Aber viele dieser Verzweigungen sind nun im wet geschlossen. hmmmm! Klar haben wir die Strasse wieder gemacht! Wir sind bis zum Mount Barnett Roadhouse gefahren! Die Fahrt war schwierig aber problemlos möglich, viele creeks zum durchfahren, welche doch ordentlich Wasser hatten. Aber! Es war genial: die Landsxhaft blüht auf, wenn es regnet und überall sprießt es, überall fließt Wasser! Wundeschön! Am nächsten Morgen haben wir noch die Galvans Gorge besucht, welche wir fast bis zum Schluss durchlaufen konnten. Kurz vor dem Pool war alles ziemlich verwachsen. Und wir haben noch eine neue Schlucht entdeckt, die Adcockgorge: ein relativ großer Wasserfall mit einem coolen Pool, und weiter unten ein zweiter Pool voller Seerosen! Na gut! Danach mussten wir die halbe Strecke wieder zurückfahren, aber bei der schönen Landschaft war das gar kein Problem! es ging Richtung Fitzroy Crossing!

 
Pilbara
Karratha war ja vielleicht ne lustige Stadt. Ca. 12000 Einwohner, davon praktisch alle in den großen umgebende Minen arbeitend. In der Stadt gibt es natürlich alles was man so braucht außer Flair. Und die Preise! Horent! Wir wollten - wie ja schon erwähnt - nach der langen Zeit am Strand wieder anständig duschen und Wäsche waschen, weshalb wir sofort einen Big4 angesteuert haben, das ist eine grosse, "gutbürgerliche" Kette von Campingplätzen hier in Australien. Die sind normalerweise auch etwas teurer als andere, ABER wir mussten 50 (!) Dollar bezahlen. Das ist fast doppelt soviel wie auf einem guten, sauberen, freundlichen Campingplatz in Perth. Naja im Nachhinein ist man ja immer gescheiter! Es ist alles viel teurer in Karratha! Die Leute können sich das leisten, weil sie in den Minen sehr gut verdienen. Die Wohnungen kosten das 4-fache wie in Perth. Und es gibt in ganz Karratha praktisch nur Barracken. Naja eben, jedem das Seine. Nachdem wir uns dann bei McDonalds auch noch genervt haben, weil das gratis Wireless Netz ungefähr so schnell war wie eine Schnecke im Schnee, haben wir beschlossen die Stadt fluchtartig mit einem sauberen Auto und Inhalt zu verlassen. Die 3 Tage, die man gemäß Touristinformation braucht um die Stadt und Umgebung zu erkunden haben wir uns erspart. Dafür sind wir aber kurz vor der Abfahrt noch in einen Anglershop gegangen, da Markus noch Hacken, Blei und einen Schwimmer gebraucht hat. Kann ja nicht so schwierig sein. Denkste: der Laden war zwar, wie alles andere auch in so einer Barracke drin, Aber es gab mindestens - wirklich ohne zu übertreiben 100 verschiedene Hacken und 50 verschiedene Bleisorten. Naja und unser "Anglerenglisch" ist natürlich nicht gerade das Beste, sodass wir für den Einkauf doch etwas länger gebraucht haben. Perfekt ausgerüstet sind wir dann doch noch Richtung Millstream Chichester NP losgezischt, jetzt weg von der Küste ins Landesinnere. Die Landschaft wird hier wunderschön urchig: schöne Hügelchen von roter Erde mit gelbgrünem Spinifex (typisches australisches Gras) und blauer Himmel: einfach nur WOW! Und jetzt alle zusammen: 3, 2, 1: WOW. Der zweite Teil des Parks ist ganz anders, bzw durch Flüsse, welche das ganze Jahr durch Wasser führen, oder dazu führen, dass das ganze Jahr Wasserlöcher bestehen, entstehen Vegetationsgürtel, die wie eine Oase im kargen Land erscheinen. Der Fortescue river lässt einige solche Wasserlöcher entstehen. Am crossing Pool haben wir übernachtet, unter Eukaliptusbäume schön im Schatten (ein MUSS bei 45 Grad im Schatten). Der Fluss einladend um sich kurz abzukühlen und natürlich auch um zu fischen. Aber mehr davon später! Als wir angekommen sind gab es auf dem Platz nur eine Familie aus Perth und ein Pärchen aus der Schweiz. Übrigens müssen wir kurz hier einfügen, dass es unglaubwürdig ist für die Australier, dass die Schweiz tatsächlich so klein sein soll. Hier in Western Australia ist momentan ja nicht Hauptsaison der großen Hitze wegen und weil jetzt die Regenzeit ja angefangen hat. Deshalb gibt es verglichen mit der Trockenzeit sehr wenige Touristen. Von diesen sind jedoch fast alle Schweizer und Deutsche! naja irgendwie scheint Australien den Schweizern sehr zu gefallen. Also an diesem idyllischen, kleinen Ort hat Markus sich entschieden zur Entspannung wie üblich ein Würmchen zu baden. Aber denkste! Mit der Entspannung war nix gewesen. Weder für Markus noch für mich. Ich hatte gerade angefangen ein spannendes Heftchen über die Kimberleys zu lesen, als es plötzlich schon vom Ufer schreit: "ou nei, jetzt het doch scho eine abisse!" Hmm ein Fisch an der Angel und keine Ahnung, was es für einer ist, und ob er groß genug ist, um ihn rauszuholen. Hmmmm ich konnte ja auch nicht wirklich helfen, außer zu bestätigen, dass an der Angel ein Fisch hängt. Um keine Missverstädnisse entstehen zu lassen habe ich noch angemerkt, dass ich KEINE Fische filetieren kann! Ich habe dann mal bei der australischen Familie nachgefragt, ob sie auch angeln und sich mit Fischen auskennen. Das war natürlich eine rhetorische Frage. Wir haben noch nie einen Australier kennengelernt, der nicht fischt. Na gut! Mit einem Schmunzeln im Gesicht haben sie gesagt, der Fisch sei groß genug ( er war etwa 25 cm lang ) und es handle sich um einen Katzenfisch. ( Fischi: hier eine Zwischenfrage an dich: Katzenfische gibt's doch in der Schweiz auch: sind die dort auch giftig? ). Den Fisch kann man essen, aber er hat mehrere Stacheln, welche ein Gift enthalten, das sehr schmerzhaft sein soll! (schon wieder was Giftiges in Australien! Und ein Buschwitz ist es auch nicht: etwas später sind noch 3 junge Schwaben zun campen gekommen. Der eine davon hat ebenfalls ein solches Kätzchen gefangen und sich dabei stechen lassen - die Schmerzen hätten einige Tage angehalten!). Dag, der Australier aus Perth hat uns netterweise darauf aufmerksam gemacht und uns auch den Fisch seziert - öhm filetiert meine ich! Insgesamt hat Markus 2 Katzenfische gefangen, welche wir dann gut gewürzt gleich zun Nachtessen verspeisst haben. Den Abend haben wir dann gemütlich bei einem Bier mit den Aussies ausklingen lassen. Der Hitze wegen früh aufgestanden und der Fliegen wegen rasch gefrühstückt sind wir am nächsten Morgen noch den Park etwas erkunden gegangen und danach Richtung Karajini NP losgefahren. Wir haben die Strasse genommen, welche entlang der Bahnlinie der hiesigen Minengesellschaft "Rio Tinto" gehört. Dabei sind wir an einigen sehr langen Zügen vorbeigefahren. Die sind mit Eisenerz dermaßen beladen auf dem Weg von der Mine in Tom Price nach Dampier oder Port Headland zum Hafen, dass sie von 3 Lokis gezogen werden müssen. Eindrücklich! Am Nachmittag haben wir die erste Schlucht im Karajini erreicht, die Hamersley Gorge, wo wir in einem wunderbar kühlen, natürlichen Pool umrandet von hohen Schluchtwänden und kleinen Bäumen eine willkommene Abkülung genossen haben. Das ist unsere Lieblingsschlucht im Park! Morgen fahren wir bei der Weiterfahrt zum Abschied gleich wieder dorthin zum Enenrgie tanken für die heisse Weiterfahrt. Weil sie doch etwa 80 km von den anderen Schluchten entfernt ist fahren kaum Leute dorthin, sodass man den Pool meistens für sich alleine hat! Der nâchste Tag war ähnlich gestaltet. Wir haben uns diesmal für die Dales Gorge entschieden, sind am frühen Morgen runtergelaufen und haben uns als erstes gerade in den ersten Pool der Fortescue Falls fallen lassen. Nach einem gemütlichen Lauf entlang der Schlucht über Stock und Stein sind wir nach etwa 1.5 km in den nächsten Pool, den Circular Pool gefallen, wo wir die nächste Abkühlung und einen kurzen Schwatz mit einem Pärchen aus Victoria genossen haben. Als die Abkühlung gewirkt hat sind wir zurückgelaufen schön im Schatten der großen mächtigen Eucalyptusbäume, welche im Flussbett wunderbar gedeihen. Angekommen sind wir in den 3en Pool, den Fernpool geplumpst und unter den kleinen Wasserfall geschwommen. In den umgebenden Bäumen des Fernpools scheint eine kleine Kolonie von Flughunden zu hausen, die gemütlich kopfvorab an den Bäumen gehangen sind. Den Abend haben wir dann ohne weitere Abkülung überstanden und die heiße Nacht knapp überlebt. Die Kalamina Gorge am nächsten Morgen hat uns auch gut gefallen, auch wenn die Pools hier nicht zum baden eingeladen haben. Die Weano Gorge sind wir bei unserem letzten Besuch abgelaufen, sodass wir sie ausgelassen haben und versucht haben in  der Hancock Gorge den Kermits Pool zu erreichen. Wir hatten aber die Kamera und den Rucksack dabei und sollten durch einen vorstehenden Pool zu schwimmen, sodass wir nicht bis zum Schluss gegangen und wieder gekehrt sind. danach haben wir uns auf den Weg nach Tom Price gemacht um wieder zu tanken. Tom Price ist eine kleine Oase mitten in der roten Pilbara. Eigentlich auch eine Minenstadt, aber sehr wohl mit Falir. Auf dem einzigen, sehr grünen Campingplatz wimmelt es nur so von Vögeln, die praktisch den ganzen Tag für coolen Sound sorgen. Weil die verschiedenen Kakadus auch noch so verspielt sind macht es auch richtig Spass ihnen beim Spiel zuzuschauen. Also Konzert und Theater in einem zu einem sehr günstigen Preis. Eigentlich wollten wir gestern wieder Mal etwas Energie tanken und die angenehmen Temperaturen hier um den Pool genießen. Wenn doch dieser Mount Nameless nicht wäre! Und Hugo! Er hat mal so in einem Nebensatz fallen lassen, dass er diesen vom Campingplatz aus in 30 Minuten bestiegen hätte. Na, dann! Wenn Hugo 30 Minuten braucht, dann schaffen wir es auch zwischen z'vieri und z'nacht. Fragt mich bloß nicht,wie ich auf so eine dumme Idee gekommen bin! Komischerweise waren wir nach etwa 20 Minuten erst am Fuss vom Mount und dort stand 4 Stunden hin und zurück. Na, gut! Wir waren ja schon soweit! Der Berg ist zwar nur etwa 1100 Meter hoch und Tom Price liegt auf etwas mehr als 700 Meter, aber der Lauf hat es in sich gehabt! Ich sage nur zwei Dinge: 1. Der Weg war nicht rollstuhlgängig und 2. Hugo: sind deine 30 Minuten gleich lang wie unsere?. Das Nachtessen haben wir dem entsprechen 30 Minuten später als sonst gekocht! Nun sind wir ein Tag länger geblieben und sind heute am Energie tanken.
 
Und plötzlich ist Neujahr!
Die Zeit vergeht viel zu schnell: kaum Weihnachten und schon steht ein neues Jahr vor der Tür! Irgendwie haben wir dazwischen was verpasst. Aber Mal der Reihe nach: Shark bay haben wir gottseidank überlebt, die Haie haben wir nur von oben gesehen (Aussichtsplattform). Haben dort einige Tage im François Perón NP verbracht, wunderbare Strände, viele Tiere und die ersten Schnorchelversuche (außer Sehgrass nichts gesehen!). Auf Monkey Mia haben wir verzichtet, hätten zwar gerne Delphine gesehen, aber am liebsten in wirklich freier Natur. 
Zufälligerweise haben wir unterwegs von Tamala Homestaid gelesen, welche auf ihrem Grund einsame Campingspots am Strand anbietet. Diese Station liegt auf dem Weg zum westlichsten Punkt Australiens. Mit diesem "Punkt", bzw. Mit dem Track dorthin hatten wir noch eine Rechnung offen von vor 4 Jahren, als wir noch Australienazubis waren: damals hatten wir nicht die nötige Ausrüstung und mussten bei diesem sandigen Untergrund auf halbem Wege aufgeben und zurückfahren. Nun dieses Mal mit etwas mehr Erfahrung und besserer Ausrüstung (turtle) sollte es ja klappen. Auf der Station haben sie uns aber geraten einen anderen Weg zu nehmen, was sich durchaus gelohnt hat: die "false entrance" war genial: superhohe Klippen mit interessanten "blowwholes" und ellenlange, wilde Sandstrände.
Die Leute von der Tamalastation leben von der Ziegenaufzucht: wir haben uns zunächst gewundert fùr was sie soviele Ziegen benötigen, haben auf dem australischen Menüplan nie gross was von Ziegen gelesen. Sie bringen die Ziegen zur gegebenen Zeit zum Schlachthof, wo diese nach koscher Art geschlachtet und nach Asien exportiert werden: da haben wir nicht schlecht gestaunt!
Nach dieser Zeit an einsamen Stränden sind wir wieder ein Stückchen nach Norden gefahren, ganz kurz Coral bay gestreift um frisches ( aber nicht wirklich feines ) Brot zu kaufen und dann wieder los via einsamen 4WD-Track zum Cape Range NP, wo es von Touris nur so gewimmelt hat. Leider mussten wir feststellen, dass auch Australien sich dem mitteleuropäischen Niveau angleicht und überall das Campen ausserhalb von offiziellen campgrounds verbietet. trotzdem hat die Strecke ihren Reiz, überall hoppeln Känguruhs umher und schauen einen ganz beleidigt an, wenn man sie von ihren schattigen Plätzen auf dem Track verscheucht.
Im Cape Range NP sind wir richtig zum Schnorcheln gekommen: jeden Tag 1-2 Mal am Ningaloo-Riff. Markus ist richtig mutig geworden! Weder die hohen Wellen, noch die Tiefe, noch die verschiedenen Tierchen im Wasser haben ihn gestresst: ich musste ihm aber das "unterwasserzeichen" für Hai beibringen: dieses hat er auch einige Male gebraucht, aber es waren meistens nur kleine, harmlose Riffhaie. Papagaienfische, Clownfische, Flötenfische, etc. Viele, viele bunte Fische und darunter auch viele verschiedene wunderschöne Rochen und Schildkröten. Einmal sind wir ganz lange mit einer lustigen kleinen, etwas tappigen Schildkröte über dem Riff geschwommen: sie war nicht aus der Ruhe zu bringen und hat uns nicht groß beachtet, sodass wir ihrenTanz um die Korallen beobachten konnten.
Nun! Wir haben uns auch mit Unterwasserfotografie beschäftigt und wir mussten feststellen, dass es gar nicht soooo einfach ist, aber von den etwa 500 Fotos sind doch etwa 2 was geworden: und wir sind ganz stolz drauf! Aber wie ihr ja schon alle vom kleinen Prinzen wisst: das Wesentliche sieht man nur mit dem Herzen.....
Beim Schnorcheln ist die Zeit so schnell vorbeigerauscht, dass wir fast Silvester verpasst haben. Diese Gelegenheit möchten wir nutzen um uns für alle guten Wünsche von Euch zu bedanken und Euch allen, zwar nachtrâglich aber nicht minder von Herzen, alles Gute für das Neue Jahr 2012 zu wünschen!
Im Moment sind wir auf dem Weg nach Karratah um wieder Mal mit Seife zu duschen, Wäsche zu waschen und wieder Mal frische Lebenmittel zu kaufen: danach geht es Richtung Karajini NP! Bis bald!

 
Merry - Xmas

Weihnachten

Wir wünschen Euch Allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Merry x-mas! Feliz Navidad!

 Raquel und Markus aus dem heißen Down Under 

 
Weiter Richtung Norden
Es gibt nicht viel Neues zu berichten. Auf dem Weg Richtung Norden haben wir wieder wunderschöne Strände gefunden: km-lang nur weißer Sandstrand und unberührte Natur, kein Mensch am Strand. Im kleinen Kaff Horrocks habe wir einen Campingplatz direkt am Strand gefunden, wo man sogar sicher ins Wasser konnte. Im general store gabs sogar einen superfeinen Cappacino (kein Verschreiber von mir!). Nun sind wir in Kalbarri, etwa 590 Km nördlich von Perth. Hier mündet der Murchinson River ins Meer, kurv vorher gestaltet er aber noch eine wunderschöne Schlucht. Heute sind wir zwei Morgenmuffel sogar um 5:30 !!! Aufgestanden um in der Schlucht einen "Walk" zu machen. Für 10 Km haben wir ca. 4.5 Stunden gebraucht. Naja das Terrain war nicht gerade eben und die Temperatur teilweise über 40 Grad! Aber es hat trotzdem Spass gemacht, und dafür hat danach der Sprung in den kalten Swimming-Pool umso mehr Spass gemacht. Morgen machen wir uns auf den Weg nach Sharkbay. Hoffentlich bis bald!:-)
 
Unterwegs nach Norden

Wir sind wunderbar in Perth angekommen, bei Sonnenschein natürlich. Den ersten Abend haben wir gleich am Strand bei "Fish and Chips" ausklingen lassen. Gleich am Montag drauf konnten wir unseren Conqueror (ab sofort genannt "turtle") abholen. Nach kurzer Papierarbeit konnten wir ihn noch am selben Morgen mitnehmen. Wir waren sehr überrascht, dass es so unkompliziert war. Nun haben wir auch ein eigenes Nummernschild von Western Australia. Bis jetzt funktioniert auch alles einwandfrei. Naja, zu Beginn hat der CD-Player nicht funktioniert! Das geht natürlich nicht! Können sonst unsere Niederdorf-Oper nicht hören. Es war aber zum Glück nichts schlimmes: kurz ausblasen lassen und alles geht wieder! Naja, sind trotzdem noch nicht dazugekommen die Oper zu hören: der richtige Augenblick wird kommen! Nun haben wir in Perth noch einige Dinge organisiert (Versicherung, Road-assistance), noch ganz viele feine Sachen gekauft und sind gleich Richtung Norden losgefahren. Im Süden hab's uns momentan zuviels Leute. Hier fangen in einer Woche die grossen und langen Sommerferien an. Zuerst sind wir natürlich in den Yanchep National Park gegangen. Hat Tradition. Dort gibt es einige wenige Bäume, wo sich etwa 12 Koalabärchen tummeln, die gehen wir jedes Mal besuchen (haben dieses Mal nur 11 gefunden). Danach Richtung Lancelin gefahren, leider habe sie dort unser Lieblings-4WD-Track geschlossen, nachdem die neue Strasse (Indian Ocean Road) fertig geworden ist! Naja, also dann via neue Strassen zu den Pinneacles, bei Vollmond versteht sich! Und siehe da: Ein paar kilometer weiter oben haben wir neue Dünen gefunden. Und dort hinter den Dünen einen einsamen Strand, wo man übernachten konnte, davor ein wunderschöner Sonnenuntergang! Jetzt verbringen wir gerade einige faulen Stunden am Strand von Greenhead, einem Kaff von 300 Seelen (wo die stecken weiß keiner, gesehen haben wir höchstens 5!)

 

First page Previous page ... 11 12 13 14 Next page Last page

About Me
E-Mail: renriquez@solnet.ch oder kusy@solnet.ch

 

Slideshow
 
Album:
 BLOG
Image title:
 

 

Synology DiskStation DS107+