Whitsundays

Wir sind doch in den Whitsundays gelandet. Aber wie es halt so ist in Australien: es ist immer etwas! Entweder Moskitos oder Sandfliegen oder Fliegen oder Blutegel. Und wenn nichts von dem....dann Touristen! So wie Airlie Beach stell ich mir Rimini vor! 

Naja, Augen zu und durch! Schlussendlich sind wir mit dem Heli drüber geflogen! Waren aber eher etwas enttäuscht. Dies aber wahrscheinlich, weil in der Werbung immer alles übertrieben schön beschrieben wird! Aber schaut doch selbst! 

 

 

 
3 Tage Dauerregen in Eungella

 

 

 

 

 

 
Eindrücke

Können Wombats nicht hässlich sein? 

 

Wildlife konzert 

 

Können Kookaboorras nicht frech sein? Oder eher eitel und fotogen? 

 

Können Känguruhs nicht süss sein? 

 

Können Enten nicht pitoresk sein? 

 

Und: Jaaaaa! Wir haben den absolut süssen Platybus gesehen :-) 

 
Hilfe beim Abwasch
Hatten heute Abend feine Hilfe beim Abwasch!
 
Regenwetter
Nach Cape Palmerston haben wir einen Traumstrand gefunden am Notch Point. Schöner Sandstrand ohne Mangroven drumherum (wo die meisten Mücken sitzen). Oberhalb der Düne haben wir unseren Camper hingestellt und den Tag genossen, samt kurzer Sprung ins mässig kühlende Wasser. Ein feiner Wind hat unsere Haut gestreichelt und uns das Gefühl von einem kühlenden Wohl vermittelt.
Um einige Dinge einzukaufen sind wir dann am nächsten Morgen nach Mackay gefahren, eine kleine Stadt am Pioneer River. Eigentlich noch mit einem Hauch Charme. Aber der Charme hat nicht ausgereicht, dass wir länger geblieben sind. Nach einem feinen Mangosmoothie in der Maria' s Donkey tapas bar sind wir weiter Richtung Norden gefahren.
Am Cape Hillsborough haben wir die nächste Nacht verbracht. Ein wunderschön gelegener Campingplatz direkt am Strand, aber doch Mitten in einem subtropischen Regenwald: viele Palmen und jene Menge Lianen, die da herumhingen. Schön. Wir haben am Abend noch Besuch von drei Kookaburras bekommen. Die waren richtig fotogen, wahrscheinlich haben sie gehofft, etwas von unserem Nachtessen zu erhaschen! Der Abend war dann doch etwas anstrengend, weil wir unseren Platz verteidigen mussten. Der Feind: eine ganze Armee Bremsen! Stechfreudig natürlich! Das Laufen um den Cape herum am nächsten Morgen war dementsprechend auch etwas anstrengend und herausfordernd. Markus hat von der Gegend wenig gesehen, da er uns vor diesen stechwütigen Insekten verteidigen musste. Kaum geduscht, umgezogen und im Auto abfahrbereit für neue Abenteuer hat der Regen wieder eingesetzt! Nächster Halt: Eungella NP!
Etwa eine Stunde entfernt von Mackay Richtung Westen befindet sich die Clark Range - doch etwa 800 - 1250 Meter hohe Berge, die dafür sorgen, dass ein anderes Klima herrscht! Viel Regen, viel Nebel, Regenwald und angenehme Temperaturen! Und: ja genau! Hier gibts den süssen Platypus zu sehen! Wir sind ja schön gespannt, ob wir ihn zu Gesicht bekommen! Schliesslich ist eigentlich er der Grund, dass wir diese Reise in den Osten Australiens gewagt haben! 
In Eungella angekommen regnet es immer noch, und das kleine Städtchen wird von einem dicken Nebel umhüllt! Als Aargauer füllt man sich hier sogleich wie daheim! Wir sind deshalb gleich weiter gefahren in die Sektion des Nationalparkes, nach Broken River: dort haben wir am Eingang an einem Kiosk halt gemacht. Lustigerweise wird der Kiosk von einem Oesterreicher geführt, welcher mit einer Schweizerin aus Schönenwerd verheiratet ist. Sie sind aber beide schon seit über 20 Jahren in Down Under.  Wir konnten einen feinen Cappuccino samt Bananencake geniessen. Und nach dem wir unser Zelt aufgebaut haben auf dem Campingplatz des Parks sind wir zum Nachtessen nochmals runter, wo wir wieder verwöhnt wurden!

 
Happy New Year 2015!

Es ist Silvester und bei Euch in der Schweiz liegt eine weisse Schneedecke. Hier im Osten von Australien ist es nach wie vor ziemlich heiss! Wir sind in der Zwischenzeit am Meer angekommen. Mit Haien, Krokos oder Quallen haben wir keine Probleme, was wir ja befürchtet hatten. Aber...ja immer wieder das grosse ABER! Hier wimmelt es von Mücken! Und das teilweise an diesen einsamen Stränden, sodass das Geniessen nicht immmer einfach ist. Die Mangobäume sind voller reifer Mangos, was eir wiederum sehr geniessen. Jeden Tag frische Mangis zum Früshstück und dazwischen frische Mangosmoothies zur Erfrischung.

Den heutigen Tag (31.12.) haben wir am Cape Palmerston NP verbracht, wo wir am Strand entlang bis zum nördlichsten Punkt gefahren sind. Heute Abend feiern wir Geburtstag/Silvester mit Meeresrauschen in den Ohren und unter dem Sternenhimmel des Südens! 

Wir wünschen Euch Allen von Herzen einen superguten Rutsch ins Neue Jahr 2015! Bleibt gesund und lasst Eurem Glück immmer schön den Vortritt!


 
Photos

Just photos

 

 

 

 
Merry X-mas 2014!!
Weihnachtsgrüsse von Markus: Hohoho!

 
Ich übersetze mal: Liebe Freunde, liebe Familie, von ganzem Herzen wünschen wir Euch ein wunderbares Weihnachtsfest voller friedlicher Momente, Besinnung und glücklicher Stunden!

 
Diamantina NP

Nach einer angenehm kühlen Nacht sind wir am nächsten Tag zum Diamantina NP gefahren. Wir haben in Boulia versucht etwas über den Strassenzustand.zu erfahren, leider mit wenig Erfolg. Das Visitorcenter ist von Anfangs Dezember bis Ende Januar geschlossen, der Polizist hatte keine Ahnung, hat aber gemeint wir sollen doch den Ranger vor Ort fragen. Natürlich machen wir das...wenn wir bis zu ihm durchkommen! Am Besten ziehen wir doch los und schauen uns das Ganze an.
 
Der Diamantina River ist zusammen mit dem Giorgina River zu 66% zuständig für den Füllzustand des Lake Eyre, den grössten Salzsee Australiens mit etwa 9000 km2 Grösse. Naja, aber Lake Eyre ist ja meistens leer. Auf dem Weg zum Park, immerhin 170 km, sind wir keinem wegegnet. Im Park haben wir so ungefähr 1 Million Vögel angetroffen und eine zweite Million Fliegen, zudem noch Känguruhs, Emus und einige Kühe.  Ach, und noch ein paar Kamele, aber Menschen haben wir keine gesehen. Der nördliche Teil vom Park ist vom südlichen Teil durch diesen Fluss getrennt, bzw durch mehrere grössere und kleinere Seitenarme oder Kanäle des Flusses, man nennt diesen Teil auch channel country. Die Rangerstation befindet sich im südlichen Teil des Parks. Ahnt ihr da schon was? Den erste Seitenkanal zu passieren bereitet uns keinerlei Probleme, da die Fuhrt asphaltiert ist. Der Fluss ist jedoch eindrücklich breit und voll, und das Wasser fliesst ganz anständig. Spannnend! Kaum drüben bleiben wir jedoch mit dem Auto im Schlamm stehen, denn die Strecke zwischen den fliessenden Kanälen besteht aus einer mindestens 40 cm dicken Schlammschicht. Soviel zum Thema den Ranger zu den Strassenverhältnissen zu befragen! Unseren Plan den Fluss zu überqueren und vom südlichen Teil aus nach Winton zu fahren, mussten wir verwerfen. Wir sind den gleichen Weg wieder zurückgefahren.
Unterwegs ist langsam die Sonne untergegangen , sodass wir uns ein gemütliches Nachtlager eingerichtet haben. Und etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang: der schönste Moment des Tages: Weit und breit keine Fliegen mehr! Ist das ein herrliches Gefühl!
Wieder unterwegs nach Winton haben wir am Middleton Hotel angehalten - kleines Dorf/Pub/Hotel zwischen Boulia und Winton. Einwohnerzahl: 3!  Der Inhaber voll kultig: keine Zähne, weisses etwas zu langes Haar, Bartstoppeln, kurze Hosen mit Hilfsgurt angemacht, aber auskunftswillig. Hat uns viesles von der Gegend erzählt. Die Bedingung: ein Bier muss sein! Der Besuch eines Pubs in Australien ist nicht möglich, ohne ein Bier zu bestellen! So Begegnungen machen Spass!
 
Alice nach Boulia über den Plenty Highway
Über den Plenty Highway sind wir dann rüber nach Boulia  gefahren. Die Vorstellung eines Highways in Australien kennt ihr ja: kaum kann man die Strasse gut erkennen im Bush und ist zudem auch breit genug wird das Ganze Highway genannt. Also eine breite Lehmpiste von West nach Ost. Der Morgen zeigte sich noch ziemlich sonnig, der Nachmittag schon eher bewölkt. Und so kam es, dass wir am Abend so etwa gefühlte 100Mal unsere Campingstühle aufgestellt und wieder versorgt haben, weil es immer wieder kurzzeitig geregnet hat. Immerhin konnten wir aber in Ruhe kochen und auch das Gekochte geniessen. In der Nacht konnten wir einer wunderbaren Blitzshow zuschauen. Schlafen war aufgrund des lauten Donners gar nicht möglich. Nun was macht Wasser mit Lehm? Also ohne Ofen bestimmt nichts Schönes! Die Piste glich am nächsten Morgen mehr einer Schlittschuhbahn als einer Strasse. Lustig wars. Aufgrund dessen, dass die Piste kaum befahren wird, und wir ohne Zeitlimite unterwegs sind, also kein Problem. Aber Boulia haben wir auch am zweiten Tag noch nicht erreicht. Auf einer kleinen Erhöhung neben der Strasse haben wir die nächste Nacht verbracht. Sogar einige Sterne haben sich gezeigt, und die Nacht wurde angenehm kühl.
 
Am nächsten Morgen haben wir uns zum Frückstück feine Pancakes gegönnt, da unser Brot ausgegangen war. Mmmhhh fein fein!
 
Einige Kilometer weiter wurde die Strasse auf einem kurzen Ausschnitt zu einem kleinen See: Mal schauen. Auf der Seite kein durchkommen, aber in der Mitte mit dröhnendem 4WD gut möglich. Jetzt nur nicht anhalten, Gaspedal drücken und durch. Ups auf der linken Seite war doch was: Ein kleiner schwarzer RAV4 mit dem Hintern im Schlamm und den Vorderpneus in der Luft und ein Farmer mit seinem Sohn in Sonntagskleidung und mit dem Ausflugsauto seiner Frau unterwegs, somit ohne Winde am Auto! Na gut! Haben ja sonst nichts vor heute! Aber der Farmer hat am RAV keinen Abschlepphacken gefunden. Hhmm geht auch so: mit Hilfe einer Eisenstange ging das auch: alle kurz mal die Augen schliessen und sich in Sicherheit begeben und flutsch war das Auto wieder sichtbar! Glück gehabt, weil kurz vor Weihnachten ist blieb das Auto auch heil! Nur auf die Autowäsche hab ich nicht so die Lust!
 
Wieder Mal eine gute Tat! So ist der Tag gerettet. Kurze Zeit später sind wir dann tatsächlich doch noch in Boulia angekommen, wo wir die nächste Nacht verbracht haben. Auf dem gleichen Campground waren noch etwa 20 Mitarbeiter von Geokinetics, die um Boulia herum nach Bodenschätze gesucht haben! Wir sind gespannt! 
 
Ankunft in Alice

Sind wunderbar gut in Alice Springs angekommen, wurden dort auch gut von unserem "turtle" empfangen - stand blitzblank herausgeputzt und mit einem grossen Service hinter sich - voller Lust auf Abenteuer brummend bereit! Kurze Zeit später hupte es verschämt von hinten und unsere Freunde waren da um uns zu empfangen! Welche Freude! Am abend gab es ein Barbecue mit der ganzen Sippe. Wir haben noch kurzerhand unseren "Haushalt" eingeräumt und alles geprüft: Juhu! Jetzt sind wir tatsächlich wieder da!

 

Am nächsten Tag war shopping angesagt, bzw Auffüllen der Esswaren und vorallem der Getränke (Wasser natürlich, bei Temperaturen um 44 Grad!). Und danach ab in den Pool, der richtig angenehm kühl bei 31 Grad war! 

Nach einem kurzen Besuch zum Abschied bei unseren hartarbeitenden Freunden in der Werkstatt sind wir am nächsten Morgen losgezogen. 

Der erste Stopp war bereits etwa 1 Stunde später in einer unseren Lieblingsorten um Alice: die Trephina gorge. Da haben wir einen gemütlichen Navhmittag lesend und die Landschaft geniessend verbracht. Nach einer angenehm kühlen Nacht haben wir am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück den Gipfel erklommem! 

Der Weg führte uns danach Richtung Plenty Highway - eine ungeteerte Strasse, die das Northern Territory mit Queensland verbindet. 

 

 

 
Gut angekommen
Sind gestern gut in Perth angekommen! Der Flug war angenehm und recht kurzweilig . Sind gerade am Strand in Scarborough. Fliegen bald weiter nach Alice Springs.
 
12.12.2014

Juhu! Es ist soweit. Das Abenteuer beginnt.

In knapp 5 Stunden hebt der Flieger in Zürich ab Richtung Osten. Freuen uns gewaltig nach diesem ereignisreichen Jahr wieder etwas Entspannung zu finden. Mal schauen, ob die Hitze es zulässt, dass wir diese Entspannung finden (Wettervorhersage für Alice Springs: Montag 43°C!).

 
Trip 2014

Juhu! Bald ist es wieder soweit und wir fliegen nach Down Under!

Am 12.12.14 startet der Flug nach Dubai. Nach einem kurzen Aufenthalt dort geht der Flieger gleich weiter nach Perth, wo wir einen kurzen Nachmittag verbringen. Gleich am nächsten Tag geht bereits der nächste Flug nach Alice Springs, wo wir hoffentlich von unserem "Turtle" in Empfang genommen werden.

Wir halten Euch auf dem Laufenden. Oben könnt ihr sehen, was wir so ungefähr geplant haben für die paar Wochen, die wir dieses Jahr in Australien verbringen dürfen. Wie es dann wirklich wird, sehen wir ja dann.

 
Alice Springs
Abschied von Alice
Nun ist die Letzte Woche in Alice Springs schon wieder vorbei! Gestern Abend haben wir noch gefeiert. Unsere Freunde Tash und Bruce haben Freunde eingeladen und Chris hat für uns gekocht. Er ist ein professioneller Koch, ehemalig aus England, seit 20 Jahren am Reisen in Down Under und immer wieder als Koch an den interessantesten Orten am arbeiten. Momentan ist er auf der Suche nach einem neuen Job und vorübergehend bei Tash und Bruce als "Mädchen für alles" angestellt. Wir wurden also diese Woche immer von einem Profikoch verwöhnt. Phantastisch!
Nun sitzen wir am Flughafen in Alice Springs und warten....unser Flug nach Perth hätte eigentlich in 3 Minuten losfliegen sollen, aber das Flugzeugt hatte gestern Abend ein "breakdown".....hhmmmm mal schauen, ob wir zurückfliegen können! Momentan ist das Wetter in Alice Springs herrlich, Sonnenschein, kein Wölckchen am Himmel, das Auto steht vor der Türe schön herausgeputzt.....wir halten euch auf dem Laufenden! Lost in Paradise.......

 
Finke River
Das letzte kleine Abenteuer: Finke River
Auf dem Weg zurück nach Alice Springs, wo wir unser Auto wieder lassen möchten, wurde uns die Fahrt auf dem Asphalt auf dem Stuart Highway etwas langweilig, sodass wir etwa 200 km südlich von Alice nach Westen abgebogen sind und dort via "dirtroads" durch den Finke River langsam über 3 Tage nach Alice geschlichen sind. Der Finke river ist ein grosser wichtiger Fluss in Zentralaustralien. Wie üblich natürlich trocken. Nach Regenperioden kann er aber kurzfristig anschwellen und für eine kurze Zeit fliessen. An gewissen Orten im Fluss wo das Wasser nicht abfliessen kann, bilden sich die für Flora und Fauna so wichtigen Wasserlöcher. An vielen solchen sind wir vorbeigefahren und konnten dort wieder die vielen Vögeln bestaunen. Und nachts haben die Zikaden für ein herrlich lautes Konzert gesorgt (sie können bis ca 100db laut werden).
Bei unserem letzten Aufenthalt in Australihen waren wir sicher etwa eine ganze Woche friedlich im Flussbett. Damals war es hier Winter (Juni). Nun sind eir hier mitten im Sommer ud dies hat diesen Frieden doch etwas bedrückt oder unmöglich gemacht! Statt angenehme 25 Grad hatten wir jetzt um 40 Grad, statt keine Fliegen tagsüber hatten wir nun Milliarden von kleinen nervösen Fliegen, die uns halb zum Wahnsinn gebracht haben. Dazu gabs noch Sandfliegen, die uns gemeinerweise auch noch innerhalb kurzer Zeit ziemlich viel Blut abgeknöpft haben! Und zum krönenden Abschluss gabs nach Sonnenuntergang, als die Fliegen endlich verschwunden waren, und die Temperatur angenehm zu werden begann, noch eine Begrüssung durch unsere Kollegen, die Mücken! 
Trotzdem ist und bleibt der Finke River ein kleines Paradies, welches wir lieben. Wir werden wieder zurückkommen. Das nächste Mal einfach wieder zur richtigen Zeit, oder aber im Kampfanzug!
Am letzten Morgen im Flussbett haben wir auf das Frühstück verzichtet und sind nach einem sehr kurzen Kaffee ins Auto gesprungen und losgefahren. Wir wollten die vielen Fliegen hinter uns lassen und in Hermannsburg in einem uns bekannten Kaffee, welches von Aboriginals geführt wird, und aus geschichtlichem Grund feine Apfelstrudel mit Vanillesauce zubereiten, verwöhnen lassen. Hmmmm geschlossen! So ein Pech! Na, dann gabs halt in der nächsten Beiz, 125 km weiter, statt Früstück Mittagessen. In Alice Springs! wo wir nun in Ruhe die letzten Tage etwas entspannen und unsere Freunde besuchen möchten.

 
Goog's Track
Plötzlich ist uns eingefallen, dass wir dieses Jahr nur knappe 6 Wochen in Down under sind, sodass wir mit dem Schlendern etwas aufhören müssen! Die Westküste der Eyre Peninsula sind wir praktisch durchgefahren. Von Coffin Bay hoch, in Sheringa Beach haben wir übernachtet, wo es etwas geregnet hat. Danach in Smokey Bay unser Auto wieder mit Wasser gefüllt auf einem Campingplatz und in Ceduna den Tank mit Diesel gefüllt, sowie unser Kühlschrank mit Food.   Ein letztes Mal für dieses Jahr uns vom Meer verabschiedet und einen kleinen Spaziergang auf dem langen Steg gemacht. Dann sind wir in unser nächstes kleines Abenteuer gestartet: Goog's Track, von Ceduna hoch nordwärts über etwa 360 Dünen!
 
Mitten durch den Yumbarra Conservation Park führt der Googs Track von Ceduna nach Malbooma. Nur 188 Kilometer lang ist diese Strecke, doch es gilt unterwegs mehr als 360 Sanddünen zu überwinden. Dieser Track besitzt keine Jahrhunderte alte Geschichte aus den Zeiten der Viehtreiber, wie so viele andere Outback Pisten, sondern er wurde erst in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts von John Goog Denton und seiner Familie gebaut. Der Track wird unter Insidern auch gerne als "Little Simpson Desert" bezeichnet, weist er doch große Ähnlichkeiten mit der dortigen French Line auf. An tiefroten Sanddünen entlang und durch sie hindurch oder über sie hinweg, führt die nicht ganz leicht zu bewältigende Piste. Die von Büschen gesäumte Strecke führt durch eine beeindruckende Landschaft in der typischen Einsamkeit des australischen Outback. Manche Auffahrten auf die Dünen sind sehr steil und können von Süden kommend einfacher bewältigt werden, als aus nördlicher Richtung.
 
Es hat Megaspass gemacht wieder über die Dünen zu robben und das prächtige Rot der Erde, das Grün der Bäume und das Blaue des Himmels zu geniessen. Am Goog' s lake haben wir das erste Mal übernachtet. Weil es einige Tage zuvor etwas geregnet hatte, gabs in diesem sonst trockenen Salzsee sogar Wasser! Die zweite Übernachtung hatten wir am Mount Finke gebucht: Sterne soweit das Auge reicht und am Morgen früh, bevor die Fliegen richtig wach werden einen Ausflug auf den etwa knapp 400 Meter hohen Mount Finke. Bei schon weit über 30 Grad im Schatten und einem sehr steilen und steinigen Untergrund nicht ganz ohne!
 
Kurz nach diesem "Berg" war auch schon das Ende vom Goog' s track und wir sind auf der Versorgungsstrasse der Eisenbahnstrecke Syney-Perth gelandet, wo wir den Weg zurück in die Zivilisation nach Coober Pedy gesucht haben. 

 
Coffin Bay
Die nächste Etappe hat uns nach Coffin Bay geführt, wo wir unmittelbar uns auf den Weg zum Coffin Bay Nationalpark gemacht haben. Markus war da wieder voll in seinem Element : nichts als wunderschöne lange einsame Strände, an denen man entlang fahren darf, viele Dünen, noch mehr Strände. Ein 4WD-Paradies. Auf dem ersten Campingplatz waren wir ganz alleine, direkt am Strand. Wunderbar. Am nächsten Tag hatten wir unseren ersten platten Reifen: vorne links. Der Reifenwechsel war kein Problem, und einen Ersatzreifen haben wir ja immer dabei. An diesem Tag haben wir dann etwas früher angehalten um den Reifen zu flicken. Man weiss ja nie, wann man den nächsten Platten hat! Und siehe da: ein Nagel war im Reifen, kein Wunder, dass die Luft nicht mehr im Schlauch bleiben wollte! Aber Markus hat auch diese Arbeit mit Bravour gemeistert! ( das erste Mal hat er dies im Simpson desert vor zwei Jahren gemacht! ). auf dem Weg zum Campingpatz haben wir an der Küste frei lebende Seelöwen gesehen, die faul an der Sonne lagen.

 
Interessantes zu Koala

Das Wort "Koala" ist eine Ableitung von einer Aboriginal-Metapher. Es bedeutet etwa: "Tier, das nicht trinkt". Leider ist es aus dem Sprachgebrauch üblich, diese niedlichen Fellknäule fälschlicherweise als Koala-Bär zu bezeichnen. Sogar rennomierte Fernsehbeiträge bezeichenen die Tiere oft als Beutelbären. Mit einem Bären hat ein Koala nun gar nichts zu tun.

Die Koalas haben sich an das Leben in den Bäumen ganz besonders angepaßt, Schutz in Nestern und Höhlen suchen sie aber nicht. Je nach Temperatur sitzt der Koala anders in den Bäumen, mal als wärmespeichernde "Fellkugel" oder mit soweit wie möglich ausgestreckten kühlenden Gliedmaßen hängen sie in einer Astgabel. Egal wie, sie sind gut getarnt und schwer zu entdecken, am besten kann man sie noch in der Nacht mit der Taschenlampe beobachten, weil sie sich dann mit weit hörbaren Grunzlauten verständigen und so eventuell ihre Position verraten.

Im Gegensatz zu anderen baumbewohnenenden Beuteltieren wie Possums oder Baumkängurus bewegen sich Koalas in den Baumwipfeln zwar langsam, aber ungemein sicher. Zum Balancieren steht zwar kein langer Schwanz, dafür sind die Gliedmaßen mit spezialisierten Händen und Füßen sowie ausgeprägte scharfe Klauen zur Verfügung. Ein Abrutschen verhindern die rauhen Hand- und Fußflächen. Der Daumen und der Zeigefinger sind wie beim Chamäleon oder den Vögeln den restlichen Fingern entgegengestellt, daher können Koalas wie die gerade erwähnten Tiere sehr gut Äste und Zweige greifen und hervorragend klettern.

Normalerweise sind Koalas Einzeltiere, selten sieht man zwei Koalas auf einem Baum sitzen. Dies gilt nicht für die Jungen, die noch nicht von der Mutter entwöhnt sind, und auch nicht zur Paarungszeit vom September bis Januar. Dann versuchen die Männchen einen Harem von 3 bis 4 Weibchen an sich zu binden und verteidigen diese aufs härteste gegen ihre Konkurrenten.



 
Mikira Station

Nach der spannenden Zeit im Port Lincoln NP, wo wir zu meiner Enttäuschung kaum Tiere gesehen haben ( als einzige Tiere warens dann auch noch zwei schwarze Schlangen! ), habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen Markus zu einem Aufenthalt auf der Mikira Station zu überreden. Das war ursprünglich eine Schafsfarm, welche aber schon seit Jahren nicht mehr aktiv ist. Zu unserer Ueberraschung hat sich dort in den Eukalyptusbäumen eine Koalakolonie eingenistet. Waren gespannt, ob wir überhaupt einen Koala finden. Wunderschöner Platz auf Farmland. Direkt neben den Eukalyptusbäumen konnte man frei campen. Haben lange überlegt, wie wir das Auto positionieren können, damit es ideal ist, von der Sonne und vom Wind her (was übrigens ein eigenes Kapitel ist, wie man das Auto am Besten hinstellt, um den Schatten des Autos nutzen zu können, der Wind es aber zulässt, dass man hinter dem Auto kochen kann! Und fast noch wichtiger: die Neigung des Autos in Schlafrichtung muss unbedingt stimmen! Und man bedenke, dass die Situation sowohl bei Sonnenuntergang wie auch bei Sonnenaufgang stimmen muss). Als erste Verrichtung nachdem wir die Situation gemeistert haben folgt traditionellerweise eine kurze Bierpause zur Einschätzung der Umgebung und der Situation. Dabei habe ich mich im Schatten eines Eukalytusbaumes gesetzt und mit Markus die nächsten Schritte besprochen,  wo und wie wir am ehesten Koalas finden. In diesem Moment macht es 1 Meter neben mir "plop". "Hhmmm" dachte ich, Eukalytusbäume haben doch gar keine Früchte! Und was war da auf dem Baum? Jaaaaa ein Koala. Soooo süss. Und auf dem Baum neben dran war sogar ein Babykoala. Sooooo süssss. Und.... Zensur! Markus verbietet mir die witeren 20 Koalas einzeln zu beschreiben! Aber es war megacool! Merkt euch das: Mikira Station auf der Eyre Peninsula, falls ihr zufälligerweise in der Nähe sein solltet!

 

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