Matthew Flinders 1802
 
sturt desert pea
..
 
Fauler Koala in der Mikira Station
 
Osten der Eyre Peninsula
Nun Nun ist es wieder an der Zeit was zu schreiben. Wir haben dieses Jahr Mühe Photos auf den Blog zu laden, deshalb macht es nur halb so viel Spass was zu schreiben.
Die Gawler Ranges waren wunderbar einsam. Drei Tage lang sind wir niemandem begegnet. Dafür haben wir sicherlich mehr als 100 Känguruhs gesehen . Bei der Hitze sind diese ganz faul im Schatten der Bäume gelegen und haben gewartet, dass Abend wird damit sie grasen gehen können. Da die Hügelchen knapp über 400 Meter hoch sind, ist es gut machbar diese zu erklimmen und damit eine wunderbare Sicht über die Täler zu haben. Die Intensität der Farben ist unglaublich . Drei Nächte haben wir im Park verbracht, danach sind wir etwas nach Norden an den Lake Gardner gefahren, ein grosser zur Zeit leerer Salzsee . Weiss wie Schnee. Der Nachmittag und die Nacht am "See" waren ziemlich heiss, sogar der Wind hat auf der Haut gebrannt. Am frühen Morgen sind wir nach dem Aufstehen auf den benachbarten Hügel gestiegen und hatten so einen wunderbaren Weitwinkel über den See. Die Sonne hat aber schon wieder ziemlich gestochen, sodass wir entschieden haben uns wieder auf den Weg ans Meer zu machen, diesmal in Richtung Ostküste der Eyre Peninsula. Zuerst haben wir aber noch ein Zwischenhalt auf der Farm Mount Ive, etwa 200 km von Whyalla entfernt, gemacht. Sie halten Schafe. Zudem haben sie einen kleinen Campground, wo ab und zu Gäste sind. Momentan war es wohl allen Gästen zu heiss, denn es war niemand da. Die Familie der Farm hat sich etwas gefürchtet vor der Hitze und vor allem vor diesem heissen Wind. Dieser sei häufig ein Vorbote für einen Sturm mit Donner und Blitz, meistens ohne Regen. Und vor diesen Blitzen muss man sich wirklich fürchten, denn bei Trockenheit kommt es dann häufig zu unzähmbaren Bränden, die kaum zu beherrschen sind. Diese Angst war auch berechtigt, wie sich in den nächsten Tagen an verschiedenen Orten in Südaustralien gezeigt hat: es gab mindestens 20 grosse Feuer, einige sind momentan immer noch ausser Kontrolle. Von einem Feuer auf Mount Ive haben wir zum Glück nichts gehört.
Die Farmerfamilie geht einmal alle zwei Monate nach Whyalla einkaufen, sodass sie uns dort empfohlen haben auf den Campingplatz am Strand zu gehen. Dieser Tip war wirklich sehr gut. Wir konnten mit unserem Auto direkt am Strand zwischen zwei wunderbaren Bäumen stehen, sodass wir sogar Schatten hatten. Der Strand war riesig und es hatte kaum Wellen, sodass sogar wir uns getraut haben zu baden. Zudem kann man an diesem Strand ziemlich lange ins Wasser laufen, ohne dass es tief wird, so sollten auch keine Haie da sein. Zumindest glauben wir das. Die Hitze war nach wie vor gut über 40 Grad, war aber so am Wasser knapp auszuhalten.  Am nächsten Tag wollten wir die Fitzgerald Bucht nördlich von Whyalla erkunden, und falls möglich dort irgendwo frei campen. Die Bucht war sehr schön mit grossem Strand, jedoch weit und breit war kein schattenspendender Baum zu finden, und zudem hat es um uns herum angefangen zu Donnern und Blitzen, sodass wir uns entschlossen haben zunächst einige Zeit in einem klimatisierten Shoppingcenter zu verbringen und danach wieder auf den gleichen Campingplatz zurückzukehren. Das war sicherlich ein waiser Entscheid, da es danach ganz gut gestürmt hat. Und vom geschützten Campingplatz aus konnten wir es geniessen, ohne uns sorgen zu müssen, dass uns unser Dach wegfliegt.
Auf dem Weg in den Süden wollten wir der Hauptstrasse entgehen und "Feldwege" entlang der Küste suchen, was aber noch recht tricky war. Da diese Strassen auf unserer Karte nicht markiert waren, sind wir etwas kreuz und quer gefahren, ohne die Küste zu finden. Erst kurz vor Cowell haben wir eine kleine "Siedlung" von Schuppen am Meer gefunden, alle entlang eines wunderbaren Sandstrandes. Darunter waren wohl einige Ferienhäuser dr Südaustralier. Leider auch hier kein Schatten weit und breit. In Cowell angekommen haben wir am Jetty (Bootssteg) ganz feine Fish and Chips gegessen. Auf dem Campingplatz am Meer waren es zu diesem Zeitpunkt immer noch weit über 40 Grad zu verzeichnen, jede kleinste Bewegung hat ziemlich Energie gekostet. Der Wasserbedarf inmens. Die Lust zum kochen war mässig, deshalb entschlossen wir uns im fitzgerald habour hotel zu Nacht zu essen. Dort hattenwir am Nachmittag svhon ein Bierchen getrunken. Dabei haben wir gesehen, dass sie dort ein ganzes Schwein am Spiess grillieren. "Lecker, lecker" sagt Markus! Einen feinen Salat gabs auch. 
Weiter auf dem Weg nach Süden sind wir der Küste entlang gefahren, wo wir wunderschönen Stränden begegnet sind. Um uns von der extremen Hitze zu erholen sind wir auch zwischendurch für ein Viertelstündchen ins Wasser gehüpft. Die Abkühlung war herrlich. Aus dem Wasser gestiegen, 10 Schritte bis zum Auto gelaufen, und wir waren schon wieder trocken. Der nächste Halt war in Tumby Bay, wo wir mit Fish und Chips auf dem Jetty den Sonnenuntergang genossen haben. Hier war es erstmalig eindeutig kühler, wir haben am Abend schon fast gefröstelt. Und das bei etwa knapp 30 Grad. Naja der Temperaturunterschied machts aus!
Port Lincoln ist ein typisches Turistenstädtchen. Wir haben uns da mit dem nötigsten eingedeckt und sind einige Kilometer weiter in den Port Lincoln Nationalpark gefahren, wo wir direkt am Strand ein Plätzchen gefunden haben und drei Tage geblieben sind. Von hier aus haben wir den Park erkundet. Wunderschöne Strände in den Buchten geschützt, einige Klippen und am einen Ende eine spannende Dünenlandschaft, durch welche wir uns natürlich gewühlt haben. Markus und das Turtle sind wie gemacht um im Sand zu wühlen. Keine Düne ist zu hoch oder zu sandig: wir kommen durch. Zwischen den Dünen wieder kilometerlange einsame Sandstrände.... Am einen Ende der Halbinsel gibt es einen Strand an dem nur 5 Autos pro Nacht campen können. Gebucht muss im Visitorcenter werden, wo man auch einen Schlüssel für einen Gartenhag unterwegs bekommt. Nun ja, dann durften wir nur als Tagesbesucher reingehen. War aber auch gut so: der Strand war ok, aber die etwa hundert andere, die wir auf dem Weg von Whyalla hierher gesehen haben waren alle mindestens so cool. Aber überall wird dieser Strand als einzigartig "verkauft".


 
Shed
Shed oder zu Deutsch Schuppen
Streaky Bay liegt an der westlichen Seite von der Eyre Peninsula, ein kleines Feriendörfchen am Meer. Eine Bäckerei, zwei Lebensmittelläden, zwei Alkoholgeschäfte (diese sind in Australien immer streng voneinander getrennt, also kein Alkohol im Lebensmittelladen und keine Lebensmittel im Alkoholladen, oder liquorstore, wie diese hier genannt werden. Einer der bekannten heisst "thirsty camel", wie passend nicht wahr?) , eine Bank ( offen von 9-11 und von 14-16! ), ein Campingplatz direkt am Strand und deswegen natürlich immer überfüllt, 3 (!) Coiffeursaloons, ein Hospital und noch zwei weitere Aerzte, ein langer Steg, von wo aus man gut fischen kann (übrigens Markus hat bisher noch kein einziges Mal die Leine ins Wasser geworfen! :-() und natürlich ein wunderschöner Strand in der Bucht mit einem Restaurant mit Terrasse mit direktem Blick auf die Bucht (entweder übervoll oder geschlossen!).
Nun an diesem wunderschönen Ort haben sich unsere Freunde Tatia und Bruce ein shed gekauft, zu Deutsch ein Schuppen. Wir haben da an ein kleines Strandhäuschen mit einem Zimmer mit Bett, WC und Küche gedacht. Nun dem ist natürlich nicht so! Der Schuppen steht nicht direkt am Strand, sondern mitten auf einem etwa 500 ha grossen Kornfeld, und ist etwa 10 x 5 Meter gross ( eine 5-zimmerwohnung würde ohne Probleme reinpassen), im Stil eines Lofts mit riesiger Terrasse und Wintergarten! Drin gibt es eine perfekt eingerichtete Küche mit Ofen,  Mikrowelle, Kochherd und riesiegem Kühlschrank, ein abgetrenntes Badezimmer, in der Mitte ein Boot ( nur wenn niemand da ist, ansonsten ist hier das Wohnzimmer mit Sofa und einem Flachbildschirm-TV). Zu hinterst die Schlafecke mit einem Himmelbett (!) , einem Doppelbett und zwei kleine Betten. Nun einige Minuten lang waren wir etwas perplex und überrascht, als wir den Schuppen aufgemacht haben. Solarzellen auf dem Dach für den Strom tagsüber und ein Windrand im Garten für den Strom nach Sonnenuntergang. Clever durchdacht!
Von diesem Schuppen aus haben wir 4 Tage lang die Gegend erkundet. Viele wunderschöne Strände gesehen, etwas die Füsse im Meer gebadet und den Delfinen bei der Jagd nach Fischen zugeschaut . Die Tage waren relativ windig, sodass wir am Abend froh waren einige Stunden im Schuppen zu verbringen, wo wir den Wind hören konnten, ihm aber etwas entkommen konnten . Nach 4 Tagen haben wir jedoch das Schlafen unter dem Sternenhimmel wieder vermisst, sodass wir uns wieder auf den Weg gemacht haben. 
Da momentan die Temperaturen hier im Süden eher kühl für die Jahreszeit sind, haben wir uns entschlossen vor dem Süden zuerst die nördlich der Eyre Peninsula und somit unmittelbar unterhalb der Wüste "great victorian desert" gelegene Bergkette  Gawler Ranges zu bereisen. Eine kleine Hügelkette mit dem höchsten Gipfel mit 465 Meter hoch, vor etwa 5000 Jahren entstanden aus einer vulkanischen Eruption. Wunderschön und einsam.

 
Coober Pedy
Unterwegs in den Süden
Nach dem wir das Auto umgeräumt haben, essvorrâte eingekauft und eine neue Autobatterie gepostet haben, steht der Weiterfahrt nichts im Wege. Beim Kauf der Batterie gabs noch Solarzellen im Angebot. Und da die Batterie eher günstig ausgefallen ist, hat sich Kusy im Nachhinein zum Geburtstag noch was geschenkt. Jetzt sind wir noch Besitzer von 2 x 60 Watt Solarzellen. Dies ermöglicht uns einige Tage mehr im Freien zu campen, ohne auf Strom angewiesen zu sein und ohne am Abend auf ein kaltes Bier verzichten zu müssen. Wie kühlend schon alleine das "Aufmachen" einer kalten Bierdose auf einen wirken kann, weiss man erst, wenn man den ganzen Tag bei über 40 Grad im Freien verbringt, und um nicht zu dehydrieren literweise Wasser in sich pumpt!
Unsere Freunde Tatia und Bruce, die das Jahr über zum Auto geschaut haben, sind momentan in ihren Weihnachtsferien in Streaky Bay, wo sie anscheinend ein "shed", also so eine Art Schuppen, haben. Aber am 6. Januar geht die Arbeit für sie wieder los, sodass sie am Wochenende vorher wieder von Streaky Bay hoch nach Alice fahren. Wer weiss, viellecht treffen wir sie noch aud dem Weg in den Süden.
Noch bevor wir Alice verlassen gehen wir ganz kurz Uwe besuchen. Seit 18 Jahren ist der Deutsche in Australien. Zunächst hat er Touren im Red Centre angeboten, seit etwa 6 Jahren hat ein B and B in Alice. Ein kleines Paradies hat er sich da aufgebaut mit einem wunderbaren Garten mit einheimischen Pflanzen und vielen Tieren (Reptilien, Vögel). Er führt uns wieder durch sein Grundstück, sein Stolz ist auf jedem Meter zu spüren. Er scheint sich zu freuen, dass wir ihn besucht haben. Aber nun müssen wir los.
Let's go south, alles dem Stuart Highway entlang. Unterwegs schicke ich Tatia eine sms und frage sie, wo sie wohl die nächste Nacht verbringen auf ihrem Weg nach Hause. In Cooper Pedy sagt sie. Na gut.wieso nicht? Etwa 600 km von Alice entfernt, das ist doch ein Katzensprung! Schliesslich wollen eir schnell in den Süden und zudem dieser Hitze in Alice entfliehen. Also Junge, Fuss aufs Gaspedal und alles Geradeaus, vorbei an Rainbow Valley, vorbei an den Abzweiger zu Uluru und Katja Tjuta. Die Vegetation ist erstaunlich grün unterwegs, vorallem am Strassenrand hat sich fast richtig frisches grünes Gras ausgebreitet. Das ist ungewöhnlich für diese Region. Wir haben davon gehört, dass es in letzter Zeit etwas geregnet hat. daran muss es liegen. 
Gegen 19:00 fahren wir in Cooper Pedy rein. Die Umgebung ist megaskurrill! Schon Kilometer vor der Stadt sieht man hunderte von kleinen Hügelchen, die heute noch ausgebuddelt werden auf der Suche nach diesen wunderschönen Opalen. Und doch bleibt der grosse Traum des grossen "Fundes" und des damit verbundenen Reichtums meistens unverwirklicht. Die Meisten enden bei diesem harrschen Klima schon nach wenigen Jahren etwas entmutigt. In den Sommermonaten kann es hier bis zu 50 Grad heiss werden! Bei unserem jetzigen Besuch waren die Temperaturen sehr angenehm, schon fast kühl (nachts haben wir tatsächlich gefroren!). Und de Stadt wirkte sowohl am Abend wie auch am nächsten Tag ziemlich ausgestorben. Wir treffen unsere Freunde zum Nachtessen im Desert Cave Hotel und verbringen einen kurzweiligen Abend mit ihnen. Und dabei laden sie uns ein ein paar Tage in ihrem "shed" in Streaky Bay zu verbringen falls wir Lust hätten. Wir bekommen die Schlüssel gleich mit. Wie sind ja schön gespannt!

 
Der Weg
 
Down Under 2014

Uff wir haben es geschafft! Wir sind tatsächlich in Australien gelandet! Der Flug war insgesamt ziemlich angenehm, obwohl das Entertainment-Programm einiges zu wünschen übrig gelassen hat. Oder gabs in den letzten zwei Jahren wirklich nur so schlechte Filme im Kino? Naja, die Zeit ist trotzdem vorüber. 5 3/4 Stunden bis nach Dubai, 3 1/2 Stunden Aufenthalt in Dubai mit Geburtstagsfeier mit Kuchen und Kerzen und gleich noch einige Stunden weiter nach Perth. Um 1:30 am frühen Morgen sind wir dann endlich in Perth gelandet. Dank dieser Unzeit mussten wir auch nicht lange bei der Passkontrolle warten. Juhu! Draussen war das Wetter wunderbar warm, nur der Gesang der solange ersehnten Krähen haben wir vermisst. Vögel schlafen schliesslich um diese Zeit!
Kurze Übernachtung im Comfort Inn Bel Air Hotel mit Regenerationsdusche und -schlaf. Am Morgen sind wir auch gleich weiter nach Alice Springs geflogen. Nicht aber ohne noch kurz vorher Regula und Michèle am Flughafen zu treffen. Die zwei Girls sind jetzt schon seit zwei Monaten in Australien unterwegs und starten jetzt das Abenteuer "Westernaustralien". Viel Spass!
Der Flug nach Alice Springs dauert nur 2 1/2 Stunden. Spannung macht sich breit: Ist unser Auto da? Läuft er an? Ist das Dach geflickt? Hmmm mal schauen! Kurz vor Alice wirds spannend: der Uluru ist zu sehen, auch der Lake Amadeus, ein riesieger trockener Salzsee, und dann die McDonnell Ranges mit den vielen trockenen Flussläufen. Cool! Da wollen wir wieder hin! Und schon sind wir heil auf der Landepiste. Aussteigen bei etwa 43 Grad, die Sonne sticht, aber es fühlt sich gut an. In der Halle sollten wir bei Hertz unseren Autoschlüssel abholen können. Aber, wie könnte es anders sein? Bei Hertz ist niemand da! Hmm und es geht auch niemand ans Telefon! Markus geht schon mal los und macht einen Rundgang durch den kleinen Parkplatz: Ja, unser Auto ist da! Juhu! Naja, wir haben ja noch den Ersatzschlüssel. Also nichts wie los, und Morgen holen wir den anderen Schlüssel bei Hertz! Alles einpacken, einsteigen, Schlüssel drehen, und....ja! Er springt an, ohne Probleme! Wir fahren los! Die erste Kurve fühlt sich gut an, CD rein, AD/DC läuft, passt! Ups. Da ist ja eine Schranke, und wir haben kein Ticket. na, das war ne kurze Freude! Retourgang rein, und alles wieder zurück! Nochmals in die Halle und improvisieren. Wir rufen Peter an, der das Auto an den Flughafen gebracht hat. Da er bei Hertz niemanden gesehen hat, hat er den Schlüssel bei Europcar abgegeben. Ja, genau, da war ja vorhin noch einer! Aber jetzt ist er weg. Es landen hier in Alice nur so wenige Flugzeuge, dass die Angestellten der Vermieterfirmen nur jeweils ca eine halbe Stunde nach jeder Landung warten und dann wieder nach Alice zurückkehren. Na gut! Juhu! Die Dame von Avis ist noch da! Ich erkläre ihr die Situation: sie will gar nicht alles hören, sie greifft in die Tasche und gibt mir ein Ticket! Das letzte Ticket, das wir noch für den Start unserer Ferien brauchen!
Die Einfahrt in Alice ist wie immer: der Toddriver ist trocken, die McDonnell Ranges werden von der Sonne wunderschön beleuchtet, die Strassen sind bei dieser Hitze verlassen und der Sommer zeigt sich von seiner heissen Seite: Der Thermometer übersteigt die 40 Gradgrenze! Herrlich! Campingplatz suchen, kurz das Wichtigste einkaufen und dann den Abend geniessen. Dazu gehört natürlich auch der Sprung in den Swimmingpool!

 
Noch ein einziges Mal schlafen...und dann geht es los Richtung Down Under

 
soon on the way again!

 

Yesterday is but today`s memory,

tomorrow is today`s dream.

Kahlil Gibran

 

 
Nur noch 9 Tage!

Wir bereiten uns langsam auf die Reise vor: wir schauen mal auf die Temperaturen, die uns in Alice erwarten! Nicht erschrecken!

 
was aus dem coming soon geworden ist!

Ganz nach dem Motto "sofort gaht anders!" war das nun doch nicht. Aber es kommt doch noch gut. Bald ist es wieder soweit, und wir starten in ein neues "Australienabenteuer". Am 30. Dezember geht es los: Zuerst nach Dubai und gleich weiter nach Perth, wo wir nur eine kurze Nacht verbringen werden, um dann die Hitze des Red Center zu geniessen.

Wir sind ganz gespannt auf unser "Turtle". Er soll auf uns in Alice Springs auf dem Parkplatz vor dem Flughafen warten. Sind ja schön gespannt, ob`s klappt. Aber auch das ist schliesslich ein Teil des Abenteuers. Unsere "Turtlehüter" Bruce und Tatia weilen zu diesem Zeitpunkt im Süden und geniessen ihre Weihnachtsferien. Schliesslich ist der 01.01.14 sicherlich nicht gerade der typische Ankunftstag in einem neuen Land.

Wir freuen uns und laden Euch alle ein wieder mit uns mitzureisen. Bis Bald!

 
See you!

Wir haben nun Alice Springs verlassen und sind nach Perth geflogen, wo wir unseren Anschlussflug nach Dubai und Zürich haben.

Die 7 Monate sind im Fluge vorbeigerast. Wir freuen uns Euch alle wieder zu sehen! Wir danken Euch ganz herzlich, dass ihr mit uns mitgereist seid!

Und......jeder Schluss ist auch eine Chance wieder etwas Neues zu planen. Wir werden Euch über unser nächstes Abenteuer  auf dem Laufenden halten! Coming soon........

 
B and B in Alice
Wir haben die letzten zwei Tage in einem kleinen Paradies in Alice Springs verbringen dürfen! Falls jemand von Euch einen Aufenthalt in Alice plant: www.pathdorf.com . Uwe freut sich sicher Euch empfangen zu dürfen und Euch sein Paradies zu zeigen.
 
Beanie Festival 2012 Alice Springs oder crazy Hüte für crazy people
Dieses Wochenende ist hier in Alice Springs das Beanie Festival. Ich freue mich schon wahnsinnig die vielen kreativen Hüte zu sehen und zu bewundern. Markus versucht sich auch etwas zu freuen, und fragt sich die ganze Zeit was man vier Tage lang um das Thema Beanies veranstalten kann. Wer Lust hat einen Blick in das interessante Thema zu werfen hier die Homepage: www.beaniefest.org/ .Und wer unbedingt so ein Beanie haben möchte, kann es bei mir bestellen. Die Preise kenne ich aber (noch) nicht!

 
Finke River NP
Unser momentan letztes Abenteuer - der Finke River - nur 130 km von Alice Springs entfernt findet man den Finke River Nationalpark. Sehr bekannt bei allen Fans des Red Center wegen Palm Valley. Dies ist eine kleine unglaubliche Oase Mitten im Outback. Innerhalb des Finke River-Betts findet man einige Palmen als Relikte des einst vor Jahrtausenden herrschenden tropischen Klimas, welche hier überlebt haben. Nun wenn man genau diesem Fluss weiter folgt, dann hat man die Möglichkeit auf ein weiteres Paradies zu treffen. Die meiste Zeit fährt man wiederum im eigentlichen Flussbett, weshalb der Weg teilweise sehr sandig, teilweise sehr steinig und ruppig ist. Dies wiederum ist auch der Grund weshalb nur sehr wenige Leute anzutreffen sind. Der Finke Fluss schlängelt sich durch die James Ranges und bildet wunderschöne kleine Schluchten. Während der Regenzeit ist der Park häufig geschlossen, weil der Weg durch den Fluss nicht passierbar ist. Jetzt aber, nach der Regenzeit ist die Gegend wunderschön. Immer wieder finden sich kleine oder grössere Wasserlöcher, welche die Vegetation wunderbar grün halten und voller Leben sind. Teilweise voller Fische, sicher aber Brut- und Trinkplatz für eine Menge verschiedener Vögel darstellt. Diese Vögel sind auch der schönste und angenehmste Wecker, den man am Morgen haben kann. 

 
Simpson
Nach einem Boxenstopp in Alice Springs um die Reserven aufzufüllen sind wir in die Wüste gefahren. Der Simpson desert ist immer für eine Überraschung gut. Schon vor zwei Jahren wollten wir diese Wüste durchqueren von Birdsville her, also von Osten nach Westen. Zu unserem Staunen konnten wir dies jedoch nicht tun, weil der östliche Teil der Wüste unter Wasser stand! Wir haben es auch nicht geglaubt, bis wir es mit eigenen Augen gesehen haben. Nun, damals sind wir dann um die Wüste herum gefahren und sind von Westen her in die Wüste rein und dort auch wieder raus. 
Diese Wüste ist eine der 5 grossen Wüsten Australiens, welche südöstlich von Alice Springs liegt. Sie ist etwa 150 000 km2 gross und besteht aus lauter parallel zueinander verlaufenden Dünen. Sie verlaufen von nordnordwestlicher in südsüdöstlicher Richtung. In den sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde hier fleissig nach Öl gebohrt, weshalb seitdem einige Pisten durch die Wüste führen. Und diese Pisten zu befahren ist der "challenge" der Wüstendurchfahrt. Die Dünen können bis 30 Meter hoch sein und der Kamm besteht aus sehr feinem Sand. Zugleich ist die Wüste wunderschön, die Dünen sind intensiv rot, meistens bewachsen mit kleinen Wildblumen, der Himmel meistens blau, und soweit das Auge reicht sind nur Dünen zu sehen. Die Nächte sind extrem ruhig, ab und zu hört man das Jaulen eines Dingos oder das "blubben" eines Kamels. DerSternenhimmel in einer klaren Nacht ist überwältigend. In der Winterzeit sind die Tage meistens angenehm warm mit einer Temperatur um 20 Grad, die Nächte werden jedoch ziemlich kühl mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Beim letzten Stopp vor der Wüste in Mount Dare um vollzutanken und um sich zu erkundigen wie die Pisten sind, war auch noch alles in Ordnung. Alle Pisten offen und die Durchquerung der Wüste bis Birdsville möglich mit einer kleinen Umfahrung am Schluss. Unser Ziel diesmal: Poeppel's Corner, dort wo die drei Staaten Queensland, Südaustralien und das Northern Territory zusammenkommen. In der zweiten Nacht hat es dann etwas geregnet, gerade so, dass der Sand etwas feucht geworden ist, dort wo wir durchgefahren sind. Auf der östlichen Seite gibt es ziemlich viele kleine Salzseen, die sich normalerweise sehr selten mit Wasser füllen. Nun dies haben sie auch diesmal nicht, aber der Regen hat gereicht um so kleine saftige Schlammpisten drauszumachen. Wir haben dann 4 km vor unserem Ziel kehrt gemacht, nachdem wir in einem der Seen doch wieder steckengeblieben sind. Auf dem Weg zurück war es spannend wie andere mit diesen Schlammpisten umgegangen sind (die meisten mit der Schaufel) :-)

 
Coober Pedy and the Breakaways
Endlich haben wir es geschafft einmal Coober Pedy zu besuchen. Das ist wohl eine der bekanntesten Outbackstädte von Australien. Die Opalstadt! Es ist nicht ganz einfach die Stadt zu beschreiben. Ich fange mit dem einfachen an: die Stadt liegt direkt am Stuart Highway, das heisst an der Verbindungsstrasse zwischen Adelaide im Süden und Darwin im Norden. 538 km nördlich von Port Augusta, 685 km südlich von Alice Springs, im Westen die grosse Wüste " the great victorian desert", im Osten die zwei Verbindungsstrassen zu zwei "roadhouses" im Outback, William Creek und Oodnadatta. Nun zur Einwohnerzahl: im neuesten Informationsbüchlein von Coober Pedy wird das dermassen formuliert: "the district council of Ccober Pedy estimates the population of be around 3500." Nun dies bedeutet nichts anderes, dass wahrscheinlich niemand so genau weiss wieviele Einwohner Coober Pedy hat. Vielleicht waren einige im Untergrund am arbeiten als die Volkszählung stattfand! 60% der Einwohner sind Süd- und Osteuropäer, die nach dem zweiten Weltkrieg hierher ausgewandert sind. Insgesamt sind in der Stadt 45 Nationen vertreten! 
Zwischen März und November ist das Wetter sehr angenehm mit warmen Tagen ( um 25 Grad Celcius ) und die Nächte kühl ( 5-10 Grad ). Zwischen Dezember und Februar ist die Durchschnittstemperatur 35 Grad, und es werden sehr häufig über 40 Grad gemessen! Sehr angenehm ist deshalb sowohl im Winter wie im Sommer der Aufenthalt in den "dugouts", den unterirdischen Wohnungen, wo immer eine Temperatur von etwa 22-24 Grad herrscht. Nun noch ein Wort zum Wasser, dem grössten Problem von Coober Pedy. Durchschnittlich regnet es hier 175 mm pro Jahr, das ist eigentlich ein Tropfen auf dem heissen Stein. Von Regenwasser kann die Stadt nicht leben, zudem ist das Grundwasser auch noch salzig, sodass es mit Pumpen allein nicht gemacht ist. Der Staat hat 1967 eine solarbetriebene Entsalzungsanlage gebaut, die aber zu wenig effizient und zu störungsanfällig war. Coober Pedy selber hat 1985 für eine bessere Lösung gesorgt: eine Anlage, welche mit umgekehrter Osmose arbeitet und 23 km nordöstlich von der Stadt Wasser aus 60 Meter Tiefe aufbereitet. Mittels einer Pipeline wird das Wasser in die Stadt gepumpt. Das Wasser ist aber trotz dieser Lösung sehr wertvoll. Die meisten Campingplätze verlangen zusätzliches Geld für eine Dusche und Wasser um die Autotanks aufzufüllen gibt es nur gegen Bares, obwohl der Preis mehr sls fair ist: 20 Cents für 30 Liter! 
Nun zu dem was ja die Stadt ausmacht, den Opalen. 70% der Opale, die weltweit verkauft werden stammen aus Coober Pedy. Seit 1915 wird hier nach Opalen geschüft, insgesamt in momentan etwa 70 Minen. Die Suche nach Opal ist nach wie vor eine Knochenarbeit und selten einmal wird einer reich davon. Viele mussten sich auch noch andere Ideen einfallen lassen um zu Geld zu kommen: Touren durch Minen, Underground-Camping, Restaurant, Shop mit Verkauf von zusätzlichen Waren ( Souvenirs... ). Die Geschichten mit den Träumen und teilweise Verwirklichung dieser Träume ist was die Stadt ausmacht. Beim Vorbeifahren sieht die Stadt etwas übertrieben formuliert, wie eine grosse Müllhalde aus. Was nicht mehr gebraucht wird, wird einfach im Garten liegengelassen bis es verrostet. Nach einem kurzen "chat" mit den Leuten bekommt das ganze eine Seele und einen extrem sympathischen "touch". Die Suche nach dem schönsten Opal ist aber nicht einfach! 
Auch Coober Pedy wird wieder einmal auf unserem Reiseplan stehen.
32 km nördlich von Coober Pedy befinden sich noch die Breakaways. Dies sind kleine Hügelchen, welche von den Stuart Ranges abgebrochen sind. Sie fallen auf durch die leuchtenden und verschiedenen Farben, die vorallem bei tiefliegender Sonne eindrücklich aussehen. Dahinter ist das Land flach, weshalb der Kontrast wirkt.

 
Steinig und Staubig
Steinig und staubig - die Zusammenfassung der Flinders Ranges. Die Gebirgskette erstreckt sich über eine Länge von 400 km in nordsüdliche Richtung und setzt sich aus zahllosen Einzelgebirgen zusammen. Der nördlichste Punkt markiert Arkaroola und der südlichste der Mt Remarkable NP, den wir aber ausgelassen haben. Von Port Augusta sind wir nach Quorn gefahren, einem kleinen Städtchen von wo aus wir die Flinders Ranges etwas zu Fuss erkundet haben. Zunächst haben wir den Devil's Peak bestiegen, von wo aus wir eine wunderbare Aussicht über die Täler hatten, und am nächsten Tag haben wir den Dutchmans Stern bezwungen. Leider war das Wetter ziemlich schlecht, sodass die Aussicht mässig war. Und am Gipfel war es dermassen windig, dass es uns fast weggeweht hat. Nach Quorn haben wir uns wieder entschlossen die asphaltierten Strassen zu verlassen. Die Offroadstrassen sind hier sehr sehr steinig und staubig. Die Staubwolke, die wir jeweils hinterlassen, ist ziemlich lang und hoch. Der nächste Rast in der Warren Gorge war sehr schön. Der Rundlauf zeigte erneut eine schöne Aussicht über die mit Spinifex bewachsenen Hügelchen, und immer wieder haben wir Känguruhs gesehen. Gegen Ende des Laufs und in der Nähe des Campingplatzes haben wir sogar einige seltene Gelbfusswallabies gesehen! 
Am nächsten Morgen die Überraschung: als wir das Auto starten wollten, hat es keinen Mucks gemacht. Die Batterie war leer. Hhmmmm! Zum Glück konnten wir uns mit einer Flasche Wein Starthilfe erkaufen. Irgendwie scheinen hier auch die Autobatterien nicht so auf Kälte zu stehen. In Quorn konnten wir zum Glück ohne grössere Probleme Ersatz beschaffen.
Die Weiterfahrt führte uns zu Argadells, eine von vielen Farmen hier in den Flinders, die 4WD-Abenteuer und Campingmöglichkeiten auf ihrem Besitz erlauben. Die Fahrt auf den Hügelchen hat Spass gemacht. Wir haben diese zwei Tagen in vollen Zügen genossen, die Weitsicht vom höchsten Punkt aus war überwältigend. Im Westen hat man bis zum grossen Salzsee Lake Torrens gesehen, im Süden bis nach Port Augusta und im Norden bis nach Wilpena Pound. Die 4-WD-Pisten haben uns an die Grenze unseres fahrerischen Könnens gebracht, die Abende am Lagerfeuer waren gemütlich und warm und die Besitzer der Farm waren sehr herzlich.
In Hawker haben wir das eindrückliche Werk eines lokalen Malers gesehen, das Panoramabild von der Aussicht von St. Mary's Peak, dem höchsten Punkt der Flinders Ranges. 13 Monate lang hat er 10 Stunden pro Tag daran gearbeitet. Wahsinn! Natürlich mussten wir dann in Wilpena Pound schauen gehen, ob die Aussicht wirklich so ist, sodass wir den mühsamen Aufstieg auf den St. Mary gewagt haben. Zwar "nur" 1170 Meter hoch, aber auf dem australisch-direktem Weg ziemlich steil und felsig. Und ja! Die Aussicht hat dem Bild entsprochen! 
Die letzten Tage in dieser Gegend haben wir in Arkaroola verbracht, wo wir diesmal im Tal spazieren gingen. Wegen der abendliche Kälte haben wir uns von der Küche kulinarisch wärmen und verwöhnen lassen. Nun geht's weiter über den Oodnadatta track nach Coober Pedy.

 
Die Qual der Wahl
Nun mussten neue Pneus ran, denn die alten waren ziemlich abgefahren! Nun gut! Dachte ich, kein Problem! Hinfahren, wechseln, zahlen getan! Doch wer hätte gedacht, dass es soviele verschiedene Pneus gibt, und dann noch die ganze Philosophie dahinter. Wahrscheinlich schweifen hier männliche und weibliche Gehirne etwas auseinander. Welches Profil für welchen Zweck? Welche Marke? Und wisst ihr wieviel so ein Pneu für so ein Tojota kostet? Ein Pneu alleine ohne Goldkrone oder Diamantring 340 AUD! also ohne Werbung machen zu wollen haben wir uns schlussendlich für Cooper Pneus S/T Max 50/50 entschieden. Schönes Profil! Nein! Natürlich nicht deshalb, sondern weil sie gut sind zum offroad fahren! Flinders wir kommen!

 

First page Previous page ... 11 12 13 14 Next page Last page

About Me
E-Mail: renriquez@solnet.ch oder kusy@solnet.ch

 

Slideshow
 
Album:
 BLOG
Image title:
 

 

Synology DiskStation DS107+