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hat uns das ganze Jahr über immer wieder begleitet:
und dieses jahr haben wir herausgefunden, dass skippy sich auch als burger ganz gut macht....
Hits: 207weitere Wüstenblumen, die wir angetroffen haben:
Hits: 360Eine der prächtigsten Blumen Australiens, die sogar in ihrem wissenschaftlichen Namen das Attribut formosa: lat. = schön hat, kommt in den ariden Zonen Australiens vor. Man findet sie aber nicht häufig. Wir hatten das Glück diese wunderschöne Blume dieses Jahr an verschiedenen Orten anzutreffen: in Alice Springs, auf der Canning Stock Route und in Cape Range NP. Auf der Canning Stock Route gab es fast einen ganzen Teppich davon, interessanterweise nur ganz genau zwischen zwei Dünen, weder vorher noch nachher wieder.
Hits: 310Die letzte Station auf unserer Australienreise ist die Metropole Melbourne, die südlichste Millionenstadt der Welt, schön am Yarra Fluss gelegen. Wir dürfen bei Sagis Schwager Mani und dessen Frau Nav wohnen. Wir sind froh nicht Mitten in der Grossstadt sein zu müssen. Die zwei leben einige km südwestlich von Melbourne. Mit dem Zug kommt man von hier aus wunderbar in wenigen Minuten in die Stadt.
Die Stadt ist sehr busy, die Manager füllen die Strassen in ihren immer gleich aussehenden massgescheiderten Anzügen. Die Frauen grau in grau in ungemütlichen Highheels mit Dokumententasche von Vuitton und Handtasche von Gucci. Alle mit dem neuesten Smartphone am Ohr, alle sehen sie sehr geschäftig aus. Alle arbeiten sie in diesen grossen Hochhäuser wo eigentich nichts produziert wird. Pündklich zur Mittagszeit schwärmt die eine Hälfte in die tausenden von verschiedenen Take-away shops, die andere Hälfte geht am Yarra River joggen. Diejenigen beim Essensstand sehen eher glücklich aus, die anderen beim Joggen weniger. Aber eben: es ist Trend!
Am Yarra Fluss entlang schlendern, da vergisst man fast, dass man in einer Grossstadt ist. Die Cafès laden ein einen Halt zu machen und zu geniessen.
Bei Mani und Nav bilden wir uns fort in der "indian cuisine". Bei ihnen zuhause wird indisch gekocht, es gibt häufig roti und alle möglichen masalas und curries. Und zu allen Tageszeiten trinken wird Milch getrunken - muss ich meine Meinung über den MIlchkonsum revidieren? Anscheinend trinken alle Inder viel (wirklich viel) Milch. Morgens im Müsli, zwischendurch gönnt man sich ein Glas Milch mit "Rosensirup" (ist sogar Yammi), selbstgemachter Quark ist ein Muss als Begleitung zum z`Nacht (raita), und vor dem zu Bette gehen trinken doch tatsächlich diese erwachsenen Menschen noch ein Glas Milch. Ich kann mir nur vorstellen, dass sie dem Eisenmangel entgehen, weil die Linsenmahlzeiten mindestens genau so wichtig sind im Alltag. Auf jeden Fall macht es Spass neue Dinge zu lernen, mit Gewürzen zu experimentieren, und den Umgang mit Zwiebel, Knoblauch und Ginger (4 grosse Zwiebel pro Mahlzeit ist keine Ausnahme) zu erleben und überleben (geht ohne Probleme). Dafür kochen wir auch Polenta mit Ratatouille, Kürbissuppe und Lasagne. Unsere Gastgeber sind ganz erstaunt sind, dass es eine Kulinarik auch ausserhalb Indiens gibt.
Wir sind sehr dankbar für die Gastfreundschaft. Wir bekommen ein eigenes Schlafzimmer, das Zweitbad steht uns zur Verfügung, Waschmaschine da, die Küche steht uns zur Verfügung und wir können gehen und kommen, wann wir möchten. Am Wochenende gehen wir zusammen bowlen und beim Pakistani in Melbourne dinieren. Danke Mani und Nav. Wir hoffen, dass wir euch irgendwann Mal in der Schweiz willkommen heissen dürfen.
Uebrigens besteht die Bevölkerung der Stadt Melbourne zum größten Teil aus Einwanderern, die u. a. chinesischer, britischer, griechischer, italienischer, irischer, kroatischer oder vietnamesischer Herkunft sind. Deshalb sind die kulinarischen Möglichkeiten gross.
Streetart in Melbourne:
Wir bleiben insgesamt 2 ½ Wochen in Melbourne, die meiste Zeit benötigen wir um das Auto zu reinigen und startklar zu machen für das nächste Abenteuer….aber dazu mehr im nächsten Blogeintrag.
Hits: 237
Hits: 388Die letzte Woche haben wir auf dem Murray River verbracht. Ja, ihr habt richtig gelesen auf und nicht am. Also schon auch ein bisschen am, aber vor allem auf. Wir haben unsere Freunde Sue und Dave besucht. Ihr erinnert euch vielleicht noch. Wir haben sie vor einigen Monaten an der Westküste in Carnarvon getroffen, und sie haben und damals eingeladen sie in Renmark zu besuchen. Und zwar haben sie sich ja ihren Lebenstraum verwirklicht. Sie haben alles in Carnarvon aufgeben und sich ein Hausboot auf dem Murray River gekauft. Es ist ein älteres Häuschen, welsches sie nun langsam etwas erneuern. Wir durften nun auf ihrem zweiten Deck für eine Woche unser Zelt aufschlagen und die Atmosphäre auf dem grossen Fluss Murray geniessen. Es gibt scheinbar über 2000 Hausboote auf diesem etwa 2500 km langen Fluss, der von den australischen Alpen im Südosten Australiens nach Adelaide fliesst. Die Stadt Adelaide ist in ihrer Wasserversorgung zum großen Teil vom Murray abhängig. Auch für die Landwirtschaft im Murray-Darling-Becken ist Wasser des Flusses unentbehrlich. Hier wachsen Trauben, Zitrusfrüchte, Mandeln und zum Teil auf andere Früchte und Gemüse. Aber die Gegend ist unglaublich. Der Fluss voller Wasser, aber die Ufer sind trocken wie die Wüste. Nur die Plantagen sind dank der Bewässerungsanlagen grün. Wie lange wohl das Wasser reichen wird?
kein Photoshop!
Wasserspiegelung:
Für die Australier ist der Fluss natürlich auch ein Wasserspielplatz (Wasserski, Kanu, Boote). Wir haben jedoch die wunderbare Natur genossen. Pelikane haben jeden Abend vor dem Boot einen Fisch nach dem anderen gefischt und in den grossen Schlund verschwinden lassen. Kormorane haben ihre Flügel auf den Bäumen vor dem Boot zu trocknen weit geöffnet, eine ganze Familie schwarzer Schwäne haben jeden Abend einen Spazierschwumm gemacht. Ein Uhu hat uns in den Schlaf geuhut. Wunderbar. Einen Ausflug in die Stadt Renmark haben wir auch gemacht. Um 7:30 haben wir das Ufer verlassen, sind langsam mit etwa einer Geschwindigkeit von 5 km/h Flussabwärts getuckert. Für die etwas mehr als 10 km haben wir etwa 3 Stunden gebraucht. Wir haben Kaffee getrunken und den anderen Hausbooten zugewunken.
Mathilda immer zuvorderst:
Der tägliche Sprung ins Wasser unmittelbar vom Heck aus hat auch grossen Spass gemacht und feine Erfrischung gebracht. Die Zeit auf dem Hausboot ist im Fluge vergangen.
immer diese freundlichen "locals"
Die Stühle sind bereit für die abendliche Abkühlung:
Die Pelikane beim dinnieren:
die Schwänenfamilie auf ihrem abendlichen Spazierschwumm:
ein Kormoran ist aufgetaucht:
Bei dieser Hitze müssen alle viel trinken:
Hits: 251Unsere Silvesterfeier dieses Jahr war nicht ganz nach dem Motto: "same procedure as every year, James!"
Es war nicht kalt, sondern heiss. Es lag kein Schnee herum, sondern Sand. Es gab kein Feuerwerk, sondern tausende von Sternen!
Unser Standplatz an Silvester:
Hits: 237Im Süden haben wir uns entschieden einige Tage auf der Yorke Peninsula zu verweilen. In den ersten paar Tagen haben wir bei sehr angenehmer Temperatur noch einige Wanderungen im Mount Remarkable NP unternehmen können. Ist ein gutes Gefühl wieder einmal etwas an Höhe gewinnen zu können. So hoch wie auf dem Mount Remarkable waren wir schon lange nicht mehr. Der Berg erhebt sich doch auch etwas mehr als 960 Meter über Meer.
Vor lauter Angst, dass jemand kommt auf den Baum gesprungen:
Ansonsten ist die Gegend eigentlich für das Getreide und für die schönen Strände bekannt. Die Strände haben viel Abwechslung geboten, wir haben praktisch jeden Strand uns angeschaut, sind viel baden gegangen, und haben die Sonnenuntergänge bewundert. Das Getreide haben wir nun in Form von Bier genossen. Die Peninsula schimpft sich das Gersten-Silo von Australien. Somit ist das Landesinnere der stiefelförmigen Halbinsel von grossen Kornfeldern versehen. Kaum mehr ein Baum zu finden, geschweige denn Wälder, alle wurden gerodet um der Getreideindustrie Platz zu machen.
riesiger Mähdrescher:
Heuballen:
Getreidesilo:
Schatten gefunden in einer Blechhütte am Strand:
einer der vielen schönen Strände:
und noch einer:
Hits: 276Falls mal jemand Lust hat ein Butter Chicken gericht zu kochen, hier ein superfeines Rezept!
Viel Spass und en Guete!
Hits: 279Insgesamt sind wir diesmal fast 4 Wochen in Alice Springs hängen geblieben. Wir durften diesmal im Haus von Mark und Sagi wohnen, welches sie vor einigen Monaten zusammen gemietet haben. Ein wunderbares Haus mit Klimaanlage, Swimmingpool und einem gemütlichen Garten. Zunächst wollten wir nur mal von Sagi anschauen lassen, weshalb unser Auto immer schwarz raucht, wenn man etwas Gas gibt. Bisher haben alle gesagt, dies sei nicht weiter schlimm. Naja Markus hat sich jedoch ziemlich daran gestört, wahrscheinlich weil er von den Autofahrern hinter ihm grimmig angeschaut wurde. Verständlich denn diese hatten wohl keine gute Sicht, wenn sich Markus entschloss aufs Gas zu drücken. Die erste Theorie war, dass der Motor etwas dreckig sei und geputzt werden sollte. Also nicht einfach nur abspritzen, sondern in Einzelteile zerlegt und jedes Zahnrädchen und jedes Röhrchen auspusten, auswaschen und den schwarzen Dreck auskratzen. Na dann viel Spass. Sagi hat den Motor in der Garage hinter dem Haus auseinander genommen, und Markus hat die Teile geputzt. Dementsprechend hat Markus dann am Abend ausgesehen. Ganz nach dem Motto: Auto sauber. Markus nicht. Und das schlimmste daran: Auto rauchte immer noch schwarz!
Also muss eine zweite Theorie her: die Einspritzdüsen seien nicht ok, davon haben wir nicht weniger als 8 und eine kostet so um 750 Dollar. Naja, haben zuerst leer geschluckt, und dann gehofft, dass es wirklich daran liegt und nicht noch mehr solche kostspieligen Theorien folgen. Die Düsen mussten aber zunächst in Sydney bestellt werden und per Eiltransport nach Alice Springs gebracht werden. Das alleine hat uns natürlich eine weitere Woche hingehalten. Zum Glück konnte Sagi dann diese ohne Probleme am Samstag darauf einbauen. Wir waren dann auf die erste Fahrt nach dem Einbau gespannt. Kein schwarzer Rauch mehr! Juhu! In der Zwischenzeit hatten Sagi und Mark eine Party am Wochenende darauf angesagt. Wir hatten versprochen zu bleiben und mit der Organisation zu helfen, wenn mit dem Auto alles klappt. Somit sind wir dann eine weitere Woche geblieben. Die Party im australischen Stil war ziemlich gemütlich und entspannt. Bier und Musik ist das einzige, was es in Australien für eine Party braucht. Spät nachts haben dann auch einige sich im Pool abgekühlt, zum Glück jedoch ohne gröbere Zwischenfälle.
Die Zeit in Alice Springs bei momentan sehr heissen Temperaturen haben wir eher mit Indoor-Aktivitäten verbracht. Einige Male haben wir kleine Spaziergänge früh morgens unternommen, aber ab 9:00 war schwitzen angesagt. Sagi und ich haben uns etwas in der Küche betätigt, er hatte genug von Take away food in den letzten Monaten, sodass er es genoss, wieder einmal gesünderes Essen zu bekommen. Dafür haben wir beide – angeleitet durch seine Ehefrau in Indien – Butter chicken gekocht. Das war vielleicht lecker! Um das gelernte auch zu verinnerlichen hat es in den Wochen in Alice mehrmals Butter chicken gegeben. Es ist herrlich mit den Gewürzen, die in Indien benutzt werden, zu experimentieren. Ich habe noch ein Linsengericht und ein anderes Gericht mit Poulet gemacht.
Nach knapp 4 Wochen Alice Springs im australischen Sommer bei Temperaturen um 40 °C waren wir froh, den Weg nach Süden anzutreten. Ohne Umschweife haben wir den direktesten Weg nach Süden genommen, den Stuart Highway über Coober Pedy nach Port Augusta. Meine Idee einige Tage noch in den Flinders Ranges zu verbringen haben wir verworfen, nachdem wir eine sehr, sehr heisse Nacht in Coober Pedy verbracht haben. An ein Schlafen war gar nicht zu denken, die Schweisstropfen haben uns wach gehalten.
Abend kurz nach Coober Pedy:
Hits: 232
Hits: 260Wie schon oben erwähnt haben wir mit der Richtungsänderung unserer Reise auch den Sommer gefunden, die Tage sind nun ziemlich heiss mit einer Temperatur über 35 Grad. An der Sonne halten wir es nicht lange aus, im Schatten lässt es sich gut sein. Schatten ist aber rar, grosse schattenspendende Bäume sind kaum vorhanden. Nach Sonnenuntergang kühlt es allmählich ab, und die Abende sind herrlich angenehm, sogar ohne Moskitos oder anderweitige unangenehmen Ueberraschungen. Wir geniessen die lauen Abende sehr.
In Warburton angekommen füllen wir wieder unseren Dieseltank, kaufen frische Früchte und fahren weiter Richtung Jameson, Blackstone, Wingellina, Curtin Springs. Diesen Weg sind wir ja vor einigen Monaten schon auf unserem «Bushtrip» gefahren. Um nicht allzubald die Zivilisation anzutreffen fahren wir noch in den Finke River NP. Dort finden wir auf einem einsamen Track eine Familie (Eltern und ein 3jähriges Mädchen) am Strassenrand, halb am verdursten. An diesem Tag ist es wieder einmal sehr heiss, die Wolken scheinen sich zu einem Gewitter zu formen, somit ist es unmöglich feucht. Zum Spass suchen wir häufig auf diesen einsamen Pisten nach einer Abwechslung und versuchen Spuren, die wir auf der Piste erkennen den entsprechenden Tieren zuzuordnen. Häufig treffen wir Kamelspuren, natürlich auch Känguruhspuren, die über die Piste kreuzen, immer wieder auch Hundespuren von den Dingos, Echsenspuren, die ich so faszinierend finde. Diesmal aber treffen wir menschliche Spuren, frische menschliche Spuren in die Richtung, die wir fahren. Zwei Personen. Ueber Kilometer folgen wir den Spuren und denken uns, dass es bei dieser Hitze kein Zuckerschlecken sein kann diesen Weg zu laufen. Sitzend am Pistenrand müssen sie sich eine Pause gegönnt haben. Einige Kilometer später treffen wir die Familie erschöpft am Strassenrand im Schatten eines Baums liegend. Das kleine Mädchen war am fitesten, der Vater und die Mutter erschöpft vom langen Weg in der Hitze ohne Wasser. Ihrem Auto war das Benzin am Abend vorher ausgegangen, und sie haben einen der grossen Fehler begangen, den man in der Wüste nie begehen darf: Verlasse NIE dein Fahrzeug! Denn ein Fahrzeug zu finden ist viel einfacher, als eine Person zu finden. Und der zweite Fehler: gehe nie ohne genügend Wasser aus dem Haus. Wir haben ihnen Wasser gegeben, etwas Kleines zu essen und haben sie die letzten 20 Kilometer in ihre Community gefahren. Der Schutzengel der Familie hat es diesmal gut mit ihnen gemeint, und uns auf diesen Track geschickt. Für eine andere Familie ist eine ähnliche Geschichte schlechter ausgegangen: Anfangs November sind nördlich von Alice Springs 2 19-jährige, ein 3-jähriges Mädchen und ein 12-Jähriger Junge nicht weit von ihrem gestrandeten Auto Tod aufgefunden worden, wahrscheinlich verdurstet. Dies zeigt uns wieder wie wichtig es ist gut vorbereitet zu sein in dieser Gegend, auch wenn man nur vorhat 2 Tage zu verreisen. Sollte aus irgendeinem Grund das Auto stehen bleiben, ist es essentiell genügend Wasser dabei zu haben. Dies haben wir uns schon vor Jahren hinter die Ohren geschrieben, weshalb wir meistens eher zuviel Wasser haben, und es bei jeder Gelegenheit nachfüllen (40 Liter im Tank, 3 x 20 Liter Wassersäcke und meistens noch 2 x 10 Liter Kanister).
Wer zeigt uns hier den Weg?
Wir fahren nach der Ilpurta community, wo wir die Familie hingebracht haben, in Richtung der Finke Schlucht, geformt vom Finke Fluss.
Palm Valley:
Die Räder arbeiten:
Am Ende der Schlucht kommen wir wieder einmal in Hermannsburg an, eine Aborigines-Gemeinde mit etwa 700 Einwohnern. Hermannsburg war die erste Aborigines- Missionsstation im Northern Territory und wurde von einer lutherischen Kirche im Jahr 1877 auf dem Gebiet der dort ansässigen Mitglieder des westlichen Stammes der Arrente aufgebaut. Wegen diesen deutschen Wurzeln wird in Hermannsburg immer noch ein feiner Apfelstrudel gemacht, weshalb wir einen kleinen Zwischenstopp einlegen und uns einen gegönnt haben. Danach geht die Reise weier nach Alice Springs!
Hits: 373Der Name «Highway» verspricht etwas was nicht ganz gehalten werden kann. Zu Beginn sind wir zwar positiv überrascht über die gute Strasse, die gut unterhalten ist. Kaum lassen wir den Shire of Wiluna hinter uns, wird die Piste schon zu einer Rüttelpiste, was sehr weit entfernt von einem Highway ist. Zwischendurch besuchen wir noch die Carnegie Station, eine abgelegene Farm, die aber Touristen auch mit Benzin, Wasser und einem kleinen Shop versorgen kann. Der junge Manager hat sich Zeit für uns genommen und uns beim Kaffee vieles über die Farm erzählt. Der Regen der letzten Tage hat ihn eine gewisse Gelassenheit ausstrahlen lassen. Wir können uns gut vorstellen, dass es eine riesige Erleichterung sein muss, wenn der ersehnte Regen nach langen trockenen Monaten eintrifft. Dies erleichtert den Arbeitern auf der Farm den Alltag ungemein, denn der Regen vermag einige Wasserlöcher auffüllen, sodass sie sicher sind, dass die Kühe genügend zu trinken bekommen.
Die Carnegie Station:
Der erste Teil der Piste nach dem Regen:
Die aufgefüllten Wasserlöcher:
Windrad: essentiell für die Zeit ohne Regen:
Obwohl man bei der Carnegie Station auch campen könnte, sind wir weitergefahren. Die Piste wird kurz daraufhin ziemlich rasch schlechter, aber es macht uns nichts aus langsam zu fahren, denn die intensiven Outbackfarben faszinieren uns sehr. Die Piste wurde im letzten Jahrhundert von Len Beadell erbaut. Er war ein Landvermesser, der im Auftrag der Regierung Strassen gebaut hat, um entlegene Wüstengebiete zu erschliessen. Die Piste wurde von Osten nach Westen gebaut. Er hat versucht die Strasse gerade wir ein Kanonenrohr = Gunbarrel zu machen, was ihm jedoch aufgrund der natürlichen Gegebenheiten (Hügel, Salzseen, steinige Abschnitte) nicht gänzlich gelungen ist. Die Piste bietet nur wenige Attraktionen, erfreut waren wir jedoch über die gut erhaltene Brunnen, wo auch gutes Wasser gepumpt werden konnte. Der erste war der Geraldton Bore, der uns zu einer willkommenen Dusche verholfen hat. Zwei weitere Brunnen folgten auf dem Weg nach Warburton.
Geraldton Bore:
Hits: 344Der Wind an der Westküste hat nicht nur unsere Haare durcheinandergebracht, sondern auch uns und unsere Gedanken. Wir haben die Nase voll von kalten Abenden und von Sand zwischen den Zähnen. Da wir auch keine Lust auf die Grossstadt Perth haben, und es nicht möglich ist mit dem Auto weiter nach Westen zu gelangen, haben wir uns entschlossen wieder nach Osten zu fahren. Von der François Peron Halbinsel sind wir noch nach Geraldton gefahren, um dort nochmals unsere Freunde Karin und Michi zu treffen. Zusammen haben wir Känguruhburger grilliert und die Stadt besichtigt, bevor sich unsere Wege 2 Tage später wieder getrennt haben. Karin und Michi sind weiter gegen Süden gefahren, und wir haben die Wärme im Osten gesucht. Ueber Mount Magnet und Sandstone sind wir wieder nach Wiluna gefahren, wo wir ja nach der Canning Stock Route schon mal gestrandet waren.
Sandstone: Bevölkerung von 105 Menschen
Auf dem Weg nach Wiluna haben wir bereits den Sommer gefunden, heisse Temperaturen, feuchte Tage, schwarze Wolken und prächtige Farben.
2 Tage "mussten" wir hier verharren - bei Regen ist kein Vorwärtskommen auf diesen Pisten:
Aber die Farben haben uns dafür belohnt:
Der Weg nach Wiluna:
Ankunft in Wiluna:
Kaum in Wiluna angekommen hat sich ein heftiges Gewitter geformt und die Wolken habensich entleert, auf der Strasse keine Menschenseele.
Wie es in Australien aus einer WC-Suche eine Poolparty wird: die Wolken hatten sich rasch ihres Wassers entleert, und die Sonne hat uns schon wieder begrüsst. Nach einem kurzen Rundgang in Wiluna mussten auch wir unseres Wassers entleeren, sodass wir die öffentliche Toilette aufgesucht haben. Leider war diese verschlossen, was in uns ein etwas ungemütliches Gefühl ausgelöst hat. Da hören wir von nebendran via Megafon eine Stimme, die meint, dass das öffentliche Schwimmbad ebenfalls eine Toilette hätte, und wir herzlich eingeladen wären zudem am Barbecue teilzunehmen.
Somit haben wir einen gemütlichen Nachmittag am Swimmingpool mit feinen Würstchen und abkühlendem Bad verbracht.
Nach dem wir am North Pool gecampt haben, welches nach dem Regen schön gefüllt war, und die Vögel uns ein schönes Konzert gegönnt haben, haben wir am nächsten Tag den Gunbarrel Highway in Angriff genommen.
North Pool - nördlich von Wiluna:
Hits: 231Shark Bay ist einer unserer Lieblingsplätze in Australien: eine Explosion der Farben und wunderbare Meerestierwelt treffen aufeinander! Zunächst fahren wir auf den Teil der Halbinsel, der zum westlichsten Punkt des australischen Festlandes führt: Steep Point. Der erste Tag ist bewölkt und ziemlich windig, die steife Brise geht schon bald über in einen kleinen Sturm über – ein Abendessen ausserhalb des Autos ist kaum möglich, ohne dass die Zähne sandbestrahlt werden. Aber hier an der Westküste finden wir eine neue Seite unseres Autos: wir verbringen mehrere Abende windgeschützt sitzend und lesend im Auto. Eigentlich ist unser Turtle erstaunlich geräumig und gemütlich! Am nächsten Tag begrüsst uns die Sonne wieder hinter den Wolken, und die Fahrt entlang der Küste bietet atemberaubende Blicke auf die wilde Klippen – aber auch ganz schöne Schräglagen auf dem Track – was bei Markus immer wieder zu Bauchgrummeln führt. Aber er meistert den Track mit Bravour! Mitten durch die Halbinsel sind Wanderdünen unterwegs, die für die anhaltende Spannung auf der Fahrt zuständig sind. Die Abende verbringen wir an der etwas windgeschützteren Buchten mit türkisfarbenem Meer als Panorama. Der Vollmond spiegelt sich im seichten Wasser.
grauer erster Tag bei Steep point:
der nächste Tag verwöhnt uns mit Sonnenschein, immer noch bei Windgeschwindigkeit von über 30 km/h:
Campingplatz direkt am Strand:
Zuoberst auf der Nachbarshalbinsel befindet sich der François Peron Nationalpark – ein sandiger Park, der nur mit Allrad befahren werden kann. Gleich bei der Einfahrt in den Park treffen wir auf die nächsten Schweizer: Karin und Michi auf Zürich. Sie sind seit knapp zwei Monaten unterwegs in Down Under, nachdem sie davor 3 Monate in Südamerika als Backpacker unterwegs waren. Wir nehmen den Track zusammen in Angriff und verbringen schlussendlich ganze zwei Tage zusammen. Auf dem nördlichsten Punkt des Parks gibt es eine Aussichtplattform, von wo aus man einen schönen Blick von oben her hat auf die Bucht hat. Unten tümmeln sich die Meerestiere – wenn man Glück hat. Als wir ankommen nichts als Kormorane und zwei kleine Haie. Als die Zeit etwas vergeht können wir mehrere Schildkröten und tatsächlich auch sie selten gesichtete Meereskühe (Dugongs) sehen, sogar solche mit ihrem Kälbchen dabei, viele verschiedene Rochen. Wunderbar! Karin und Michi erzählen uns vieles über das Reisen in Südamerika. Wir hören gespannt zu und werden immer neugieriger!
Aussicht vom Skipjack point:
Dugongs - Seekühe:
eagle ray:
Hits: 335Im Hinterland von Carnarvon erheben sich die Kennedy Ranges. Weil wir immer wieder gerne den Hintereingang benutzen haben wir den Zugang von Westen her gewählt – den Kennedy Ranges Loop. Dafür müssen wir zunächst den Gascogne Fluss überqueren, der natürlich trocken ist, aber ganz schön sandig. Wir müssen Luft aus den Reifen lassen, dann geht die Durchquerung wunderbar. Wir sind gespannt, wie viele Leute hier unterwegs sind. Die Blumen blühen hier noch, sodass wir ab und zu für eine Foto anhalten. Bei einem dieser Fotostopp kommt uns doch tatsächlich ein Auto entgegen: Arno und Nicole aus Deutschland, die auch schon seit 3 Jahren unterwegs sind in Australien und immer wieder gerne einsame Oertchen suchen. Heute ist auch Arno`s Geburtstag, weshalb wir zunächst zu einem wunderbaren Caffe Latte mit Schaum und zu Bananencake kommen. Die Zeit vergeht im Fluge, und wir entscheiden uns zusammen den Abend am Mooka Spring zu verbringen. Tatsächlich gibt es hier einen kleinen Pool mit Wasser, wo wir uns sogar herrlich erfrischen können. Nach einem gemütlichen Abend mit einem Feuerchen, einer Flasche Wein zur Feier, einem feinen Essen unter einem erstaunlichen Sternenhimmel geht es am nächsten Tag weiter Richtung Norden. Arno und Nicole fahren in die entgegengesetzte Richtung. Wir finden auf unserem Weg noch weitere kleine Quellen, und der Track führt westlich den Kennedy Ranges entlang, bis man weiter nördlich sogar auf ein Plateau fahren kann – wo man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung hat. Interessanterweise finden wir auf diesem Plateau richtige Sanddünen – wie in der Wüste – kein Wunder kann es hier in diesem Gebiet teilweise auch richtig heiss werden!
Am Abend vor Sonnenuntergang noch ein herrliches Bad nehmen:
Kennedy Ranges:
verspielte Galahs:
Hits: 264Point Quobba, so 80 km nördlich von Carnarvon ist ein herrlicher Platz um das Meer zu geniessen. Eine kleine Bucht mit einem sogenannten Aquarium bietet eine wunderbare Gelegenheit täglich einen kurzen Schnorchelgang zu machen und die vielen bunten Meeresbewohner zu bewundern. Bei starker Ebbe stehen die Korallen praktisch an der Luft, so nah ist hier dieser Teil des Riffs am Strand. «Aquarium» wird der Teil der Bucht bezeichnet, wo man die vielen bunten Fische sogar von oben her im Wasser schwimmen sehen kann. Momentan ist das Wetter hier herrlich angenehm, nur die ständigen Winde von Süden her lassen manchmal eine erfrischende Gänsehaut entstehen – «Goosebumps» sagen die Ausralien dazu -. Vom Point Quobba aus kann man auch die «Blowholes» bestaunen, kleine oder grössere Löcher, die an den Klippen vom Wasser des Meeres ausgewaschen worden sind bis ganze Löcher entstanden sind. Durch diese Löcher wird das Wasser dermassen durchkomprimiert, dass eine Fontäne entsteht. Je nach Wellengang kann ein eindrückliches Zischen und eine recht hohe Fontäne entstehen. Täglicher Morgen- und Abendspaziergang am Strand, Schnorcheln am Mittag, Sonnenuntergang mit einem Glas Wein am Strand sitzend ( mit Mütze, Wollepullover und langen Hosen wohlbemerkt – steife Brise! ). Auf diese Weise sind die Tage rasch vergangen.
The aquarium:
gemütlich:
kleiner Besucher:
das faszinierende Wellenspiel:
Hits: 268
Seit unserer längeren Reise down under 2011 fahren wir immer eine Fischerrute mit uns im Auto herum – dazu noch ein paar Fischerutensilien wie Messer, Schwimmer, Gewichte, und und und ( ok zugegeben viel weniger als ich dabei haben zum Stricken, ohne dass ich aktuell wirklich etwas stricke). Dieses Jahr scheint Markus nur mässig motiviert zu sein, um wirklich fischen zu gehen. Ich glaube in diesen jetzt schon 7 Monate, die wir unterwegs sind, war er erst 2 oder 3 Mal fischen. Dabei auch nur mit pro forma Köder ( Käse oder Schinken ) und immer nur für kurze Zeit. Dabei waren wir doch einige Male an einem Fluss, und jetzt sind wir sicherlich schon seit über 4 Wochen wieder am Meer. Wenn Markus dann doch mal mit der Fischerrute davonzottelt, kommt er nur kurze Zeit später wieder zurück mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht – ohne Fische im Kübel. Ich denke dann, das muss ja mühsam sein, die ganze Hoffnung, dass grosse Fische beissen, ist jedes Mal dahin. Das muss doch Frust pur sein. Das ist gar nicht gut für das Ego. Schleunigst muss doch das geändert werden. Aber Markus macht keinen Anschein, es ändern zu wollen.
Nun sind wir ja in Carnarvon wieder einmal bei *Einheimischen* gelandet, und das sind ja immer Fischer. Ich glaube, es gibt kaum einen Australier, der noch nie gefischt hat, und schon gar nicht einer, der an der Küste lebt. Es hat sich nun so ergeben, dass David uns auch seine neueste Errungenschaft gezeigt hat: ein Gummifisch, der vibriert und leuchtet, batteriebetrieben! Und David hat zwei grosse Boote und zwei kleine Böötchen. Wenn das kein Fischer ist! Als er uns dies alles so erzählt und zeigt, meine ich doch so ganz unschuldig: «Da könnten wir ja mal zusammen fischen gehen». Hmmm David springt sofort auf die Idee auf, Markus schaut mich nur irgendwie etwas verängstigt und Schlimmes ahnend an. Ich weiss gar nicht recht, was er damit meint, und freue mich auf den Abend. Denn dann soll die Flut kommen, und die Fische beissen. David muss es ja wissen.
Am Abend gehen wir also kurz vor Sonnenuntergang los. In der Zwischenzeit ist David Köder kaufen gegangen: ein Säckchen voller Crevetten und eines voller Sardinen. Wir heisst, Markus und ich in unserem Auto, David und Sue in ihrem Auto, und Toni, der 19-jährige Angestellte von David in seinem Auto. Die Hunde Kimberley und Matilda kommen natürlich auch mit und freuen sich auf den Ausflug. Toni geht gerne und häufig fischen und kennt die Orte, wo gefischt wird. Zunächst gegen wir frohen Mutes mit ein paar Colas, ohne Nachtessen los zum Strand. Wir kommen bei der Einmündung vom Gascogne River am Strand an, schauen dem Sonnenuntergang zu, Sue isst eine Orange, wir trinken eine Cola in voller Entspannung, jeder der Männer wirft die Leine ins Wasser. Leider funktioniert der neue Gummifisch von David nicht, denn er hat vergessen ihn an den Strom zu hängen. Dabei hat doch die Werbung versprochen, der Fisch beisse spätestens in 90 Sekunden! Er ist etwas enttäuscht, freut sich aber mit den Crevettenköder schon bald den ersten Fisch gefangen zu haben. Leider ist dieser etwas zu klein, sodass er nach den Regeln hier in Australien wieder ins Wasser geworfen werden muss. Schade! Aber ok: es hat Fische im Wasser, die Hoffnung auf einen guten Fang darf aufrecht bleiben. Wir geniessen die gute Stimmung. Plötzlich möchte David jedoch etwas mehr ans offene Meer fahren. Wir steigen wieder in unsere Fahrzeuge und los geht es dem Strand entlang Richtung offenes Meer. Schon kurze Zeit später hören wir Toni hupen, er ist mit seinem Auto im Sand stecken geblieben. Der Sand war an dieser Stelle gar nicht so tief oder weich. Ich wundere mich. Markus steigt aus, um schauen zu gehen, da kommt ihm Toni schon mit dem Abschleppseil entgegen. Markus hängt das Seil ein und zieht ihn raus, und dabei doch richtig ins Schlammassel! Denn dann kommt aus, dass Toni an seinem Auto gar kein 4 WD hat, dieser ist ausser Betrieb. Aha! Deshalb schon bei wenig Sand stecken geblieben. Markus nervt sich, dass er ihn nicht gefragt hat, vor dem herausziehen. Denn jetzt sind wir an einem kleinen Strand mit sehr weichem Sand, Toni ohne 4 WD, die Flut ist im Anmarsch und die Sonne bereits untergegangen. Vorbei ist es mit dem gemütlichen Fischen! Nun auf die Einzelheiten gehe ich jetzt nicht ein, die Zusammenfassung ist die Folgende: zwei Stunden mühsame Arbeit, ein genervter, gestresster Teenager, der versucht sein Auto zu retten, ein gestresster David, der versucht den Teenager in nicht sanfter Weise zu belehren, und ein ganz ruhiger (ich wollte ihn zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich fragen, was in ihm vorgeht) Markus, der versucht herauszufinden, wer was möchte und im Geschrei der anderen zwei etwas untergeht. Und nicht zu vergessen zwei Hunde, die am Strand herumrennen und versuchen Fische zu jagen. Ich habe mich etwas zurückgezogen und, solange Tageslicht noch vorhanden war, mich aufs Fotografieren konzentriert. Und nicht zu vergessen: alle mit leerem Magen!
Alles noch im grünen Bereich!:
Aber David konnte Toni herausziehen, keiner war verletzt, keines der Autos zu Schaden gekommen. Also eigentlich alles gut, wir fahren nach Hause, kochen was Feines zum Nachtessen und sind froh, alles überstanden zu haben. Da kommt David mit einer guten Idee: am nächsten Tag kann Toni unser zweites Auto nehmen (mit funktionierendem Vierradantrieb) und wir gehen nochmals fischen. Markus Augen werden immer grösser, aber er möchte kein Spielverderber sein, oder möchte er doch auch Mal einen grossen Fisch fangen?
Neuer Tag, neues Glück: wie gesagt, am nächsten Abend geht’s wieder los, diesmal wir wieder in unserem Auto, David und Sue in ihrem und Toni im Zweitauto von David und Sue. Wir gehen in die Nähe vom «One Mile jetty», der ja eigentlich wegen Einsturzgefahr geschlossen ist. Aber wen kümmerts, er ist nach wie vor der beste Ort um zu fischen. Denn er führt wie gesagt eine Meile ins offene Meer, wo es schön tief ist, und wo die grossen Fische sind. Toni fährt mit seinem Auto mit offener Ladenfläche unmittelbar unter den Steg, und wir klettern übers Auto auf den Steg. Diesmal sind wir besser ausgerüstet, Sue hat Poulet, Brötchen und Salat gekauft gegen den Hunger. Auch hier wieder die Zusammenfassung: starker Wind auf dem Steh, viel Gänsehaut bei denen, die die Jacke vergessen hatten, kein Fisch an der Angel, aber diesmal ohne Geschrei. Nach zwei Stunden sind wir wieder nach Hause und haben feinen heissen Kaffee getrunken.
Markus und ich haben entschieden am nächsten Tag weiterzufahren – und ich verspreche hoch und heilig, dass ich mich nie wieder in die Fischereigeschichte von Markus einmischen werde, auch wenn ich megagerne mal von einem Schiff aus Fischen würde!
Hits: 497Unser Kompressor hat das viele Sandfahren der letzten paar Wochen nicht überlebt. Der Sand am Strand ist ziemlich weich, sodass man mit dem Auto nicht durchkommt, ohne Luft rauszulassen. Das bedeutet nach jedem Strandfahren müssen wir die Reifen wieder pumpen. Dafür ist ja der Kompressor da. Beim letzten Versuch die Reifen zu pumpen kam ein kläglicher Klang vom Motorraum und kurze Zeit später ging nichts mehr. Zum Glück gab es in der Nähe eine Tankstelle, wo wir die Reifen fertig pumpen konnten. Wir haben deshalb entschieden Coral Bay zu verlassen und die nächstkommende Stadt aufzusuchen, um den Kompressor testen zu lassen. Somit sind wir in Carnarvon gelandet.
Carnarvon ist eine kleine Küstenstadt mit etwas weniger als 5000 Einwohner, bekannt für ihre Gemüse- und Fruchtplantagen sowie für die Carnarvon Space Tracking Station: «The Big Dish» wurde 1964 gebaut und im Apollo Programm genutzt. Auch bei der Apollo 11 spielte sie eine grosse Rolle – dank Carnarvon konnten die Australier 1969 live dabei sein beim ersten Schritt auf dem Mond von Louis Armstrong! Das ganze wurde für etwa 10 Jahre von der NASA genutzt, jetzt ist es lediglich ein Museum. Die riesige Satellitenschüssel wacht omnipotent über der Stadt. Von weitem kann man sie schon sehen.
Chinamans waterhole:
One Mile jetty - leider ziemlich verrottet und am auseinanderfallen:
Nun zurück zu unserem Kompressor. Der Mechaniker, den wir angefragt haben, hatte wenigAhnung von diesem Gerät, er fand heraus, dass eine Sicherung durchgebrannt war. Diese konnte er ersetzten, der Grund für das Durchbrennen der Sicherung hat er nicht gefunden. Dies hat uns 90 Dollar gekostet. Somit keine gute Lösung! Denn danach hat der Kompressor immer noch so kläglich aus dem Motorraum gequitscht. Am nächsten Tag haben wir dann einen neuen Kompressor bestellt, da in der Stadt keine zu finden waren. Er musste von der nächstgrösseren Stadt geliefert werden. Somit waren wir wieder einige Tage hier blockiert. Unser Glück: als wir daran waren den Kompressor zu bestellen, sind wir David begegnet, ein Truckfahrer, der früher viele Safaritouren durch ganz Australien gemacht hat, und Verständnis für gestrandete Leute hat, sodass er gesagt hat: «Kommt mit, wir nehmen den Kompressor auseinander in meinem Backyard und schauen, was los ist. Nun seitdem haben wir unser Auto in seinem Backyard und Markus konnte nun den neuen Kompressor einbauen, und er konnte auch gleich den nötigen Service am Auto selber machen, weil er schön viel Platz hatte. Es hat sich auch herausgestellt, dass David selber mit seinem "Carnarvon Transport"-Unternehmen den Kompressor in Geraldton abholt. Nach dem alles wieder fixiert war, sind wir gleich noch ein paar Tage geblieben, wir sind mit Sue und David fischen gegangen (hierzu die nächste Geschichte), wir haben ihnen geholfen das ursprüngliche Boot von Wayne Gardner auf Vordermann zu bringen, und haben uns ihre Zukunftspläne angehört. Sue und David haben ihr Geschäft verkauft und sind gerade daran ihr Hausboot auf dem Murray-River einzurichten. Wir hoffen natürlich, dass wir sie dort in einigen Monaten wieder besuchen können!
Hits: 308Wir haben uns dermassen nach dem Meer gesehnt, dass wir die blumige Umgebung gar nicht mehr geniessen konnten. In Exmouth sind wir dann auf Wasser gestossen – leider aber auch auf Tausende andere, die auch sich nach dem Meer gesehnt haben. Unterhalb von Exmouth gibt’s den Cape Range NP, der vor einigen Jahren meist ziemliche einsame Strände für gestrandete Hippies geboten hat. Nun sind die Strände noch da, jedoch nicht mehr einsam und auch nicht von Hippies oder Aussteiger bevölkert, sondern von Reisenden in teuren Wohnwagen, die den häuslichen Luxus an den Strand verfrachten möchten. Kein Platz mehr für einsame Träumer, die nur mit einem Bier in der Hand und dem Schnorchel im Mund die Welt erkunden möchten. Diese Plätze können aktuell nur noch online gebucht werden und sind über Monate hinaus ausgebucht. Die Hilfe von den Angestellten der Visitor Centres ist auch sehr beschränkt, sie zeigen einem nur, wo der nächste Computer steht! Nun ja! Markus wäre nicht Markus und Raquel nicht Raquel, wenn sie nicht trotzdem einen einsamen Strand finden würden. Der letzte Campground des Parks lässt sich nicht online buchen, kann aber problemlos mit einem 4 WD erreicht werden, ist wirklich einsam und, ob er schön ist oder nicht, dürft ihr selber entscheiden!
Auf jeden Fall haben wir auf dem Weg nach Coral bay noch viele solche Strände gefunden. Zu schreiben gibt’s nicht viel, denn wir haben nur das Meer, die Aussicht, das Schnorcheln und die unendlichen Sonnenuntergänge im Westen genossen.
Jetzt sind wir wieder unterwegs – diesmal Richtung Süden nach Carnarvon.
Vom Strand aus gesehen:
Ein freundlicher Besucher zum Frühstück:
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